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Berichte über (Links auf diese Seiten) A……


=2021 siehe Betrug =

Im April 2016 gab es neue Berichte über die Maschen und Tricks beim Abrechnungsbetrug von bestimmten Pflegediensten und dessen Umfang bei der jeweiligen Pflegeversicherung. Politiker fordern erweiterte Kontrollrechte der Krankenkassen.

Zum Bsp. schreibt Jörg Diehl, Reporter für SPIEGEL ONLINE in Düsseldorf, dass osteuropäische Banden systematisch Milliarden Euros aus den Sozialversicherungen ergaunern. Sie fälschen Nachweise und rechnen damit nicht erbrachte Leistungen ab. Sie täuschen den Prüfern des Medizinischen Diensts eine erhöhte Pflegebedürftigkeit vor, um mehr abzurechnen. Und weil sich das in einem bestimmten Klientenmilieu abspiele würden "Patienten und Angehörige häufig an den Betrugshandlungen mitwirken", sagt ein Ermittler aus Nordrhein-Westfalen. Dafür erhielten sie dann einen Teil der Beute.

"Das Phänomen des Abrechnungsbetrugs mit Pflegediensten von Staatsangehörigen aus der ehemaligen Sowjetunion ist dem BKA* bekannt. Wir beobachten es gemeinsam mit den Bundesländern sehr sorgfältig", sagte ein BKA-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.


Den jährlichen Schaden nur im Bereich der Intensivpflege schätzen seriöse Anbieter wie die Deutsche Fachpflegegruppe auf etwa eine Milliarde Euro. Nach den bereits seit längerem durchgeführten Ermittlungen existieren regionale Schwerpunkte in Berlin, Niedersachsen und Bayern.


Der Sozialstadtrat von Berlin-Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), warf am Donnerstag der Bundespolitik Versäumnisse vor. Er habe die Bundesregierung bereits vor zwei Jahren auf die Erfahrung seines Bezirks mit unseriösen Diensten (Firmen?) hingewiesen. Nun sei "Die Empörung auf Bundesebene finde ich bisschen scheinheilig."


BKA* = Bundeskriminalamt, dt. Strafverfolgungspolizei

Verfahren eröffnet, Aug 2017

Es war im August 2015, als zwei angebliche Investoren aus Osteuropa einen Partner suchten, um in das Geschäft mit Pflegediensten einzusteigen. Den fanden sie schnell. Yefgeny, ein Ukrainer mit Wohnsitz in Düsseldorf gab an, genau zu wissen, wie man viel Geld verdient. Und zwar auf krumme Tour, die er genau beschrieb. Sein Pech: Seine Gegenüber waren verdeckte Ermittler. Das Gespräch ist jetzt Bestandteil der Anklageschrift gegen eine angebliche Düsseldorfer „Pflegemafia“. Am Mittwoch begann der Prozess. Demnach prahlte der Ukrainer, die Gewinne, die man auf betrügerische Weise in der Pflegebranche erzielen könne, seien enorm. Er wisse, dass es allein in Düsseldorf 40 Firmen gebe, die mit russischen Patienten krumme Geschäfte machen. Er berichtet von falschen Leistungsabrechnungen mit Krankenkassen und Sozialämtern, von Patienten, die mit Schmiergeld oder Gewalt gefügig gemacht werden und auch von korrupten Ärzten.

Neun Männer und Frauen im Alter von 34 und 63 Jahren sind jetzt wegen bandenmäßigen Betrugs angeklagt. Der Schaden wird von den Ermittlern auf mindestens 8,5 Millionen Euro beziffert. (Quelle: www.berliner-kurier.de, 2017 Ähnliche Berichte durchgängig in tv u Presse)

N24 vom 22.04.2016

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