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viet nam — a way to nursinggerman

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Als Teil der ATL


ja, Wir sehen mit ihnen.


Wir blicken.

Wir starren.

Wir blinzeln.

Wir besichtigen.

Wir beobachten.

Wir glotzen.

Wir werden uns wiedersehen.

Man kann etwas kommen sehen.

Wir verschließen die Augen.

Wir öffnen die Augen.

Und uns werden die Augen geöffnet.

Man kann einen Blick riskieren.

Es gibt erste Blicke.

Und letzte Blicke.

Manchmal entscheiden Augenblicke.

Man kann in Abgründe blicken.

Und in die Zukunft.

Aufbau

Augapfel

Ein Augapfel ist von drei Wandschichten umgeben, die wiederum aus mehreren Häuten bestehen:

  1. außen befinden sich die weiße Lederhaut (Sklera) und die durchsichtige Hornhaut (Kornea).
  2. in der Mitte ist die Choroidea mit vielen kleinen Blutgefäßen, der Corpus ciliare (sondert das Wasser der Augenkammern ab und bewegt die Linse) sowie die Iris.
  3. innen liegt die Netzhaut (Retina).

Die Bindehaut (Konjunktiva) ist ein Anhangsorgan des Auges und befindet sich an der Innenseite der Augenlider und über der Lederhaut.

  • Die Augenkammern werden von der Iris in vordere und hintere Kammer unterteilt und sind durch die Pupille miteinander verbunden. Sie enthalten das Kammerwasser, das durch Diffusion die Hornhaut mit Nährstoffen versorgt.
  • Die Linse (Lens) sorgt durch ihre Elastizität für die Sehschärfe sowie für Lichtbündelung und -streuung.
  • Der Glaskörper (Corpus vitrium) füllt den Hohlraum zwischen Linse und Netzhaut.
  • Die Austrittsstelle des Sehnerves (N. opticus) wird als Blinder Fleck bezeichnet, da hier die Stäbchen und Zapfen der Netzhaut fehlen.
  • Der Gelbe Fleck (Makula) in der Netzhaut ist die Stelle des schärfsten Sehens, enthält die meisten Nervenstränge pro Quadratmillimeter.

Netzhaut

Der Sehvorgang im Auge läßt sich mit der Funktion eines älteren Fotoapparates vergleichen: Durch die Pupille (Sehloch/"Objektiv") und die Augenlinse (Linse des Fotoapparates) fällt das Licht auf die Netzhaut (Film). Die Iris fungiert dabei als Blende. Doch während der Film im Fotoapparat überall die gleiche Lichtempfindlichkeit aufweist, hat die Netzhaut des Menschen Bereiche mit verschiedenen Empfindlichkeiten.

Stäbchen und Zapfen bedecken die sensible Netzhaut. Die Stäbchen, die den größten Teil der Netzhaut bedecken, ermöglichen das Nacht- und Dämmerungssehen. Sie liegen im Randbezirk der Netzhaut und unterscheiden die Grauwerte.

Die Zapfen sind Voraussetzung für das Farbensehen (Unterscheidung von gelbrot-grün-blauviolett, aus diesen Farben stellen sich alle anderen zusammen) und befähigen zur scharfen Bildwahrnehmung.

Die meisten Zapfen sitzen auf der Makula, dem zentralen, etwa 2 mm großen Mittelpunkt auf der Netzhaut gegeüber der Pupille/Linse.

Nach außen nimmt der Anteil der Stäbchen zu und der der Zapfen nimmt ab. Das erklärt, warum die Gesichtsfeldmitte, die Blickrichtung also, über die beste Sehschärfe verfügt. Dieser Bereich ist z. B. beim Lesen gefordert.

Ist dieses Sehzentrum geschädigt, verschlechtert sich die Sehschärfe zwangsläufig. Nach außen hin nimmt der Visus, die Sehleistung ab. Die Peripherie (Randzone) der Netzhaut ermöglicht uns jedoch die räumliche Orientierung.

Sehnerv

Die Nervenzellen (Schaltnervenzellen) bündeln die Nervenfasern von den Stäbchen und Zapfen und haben die Lichtstrahlen vorher in Nervenimpulse umgewandelt. Der Sehnerv, der durch den Grauen oder Blinden Fleck (Sehnervpapille) aus der Netzhaut mit seinen Nervenfaserbündeln heraustritt, nimmt die Nervenimpulse auf und leitet sie zum Gehirn.

Sehnervpapille

Durch dieses Loch in der Netzhaut, den Blinden Fleck, führt nicht nur der Sehnerv, sondern auch die Blutgefäße, die die Netzhaut versorgen. Bei erhöhtem Hirndruck oder Blutdruck fallen hier bei einer Augenhintergrundspiegelung (Ophtalmoskopie) gestaute Gefäße auf, was Stauungspapille genannt wird.

Augenbewegung

Datei:Augenmuskeln.jpg

Muskulatur der Augäpfel zur Steuerung der Blickrichtung

Unter Augenbewegungen (Okulomotorik) versteht man die Gesamtheit aller motorischen Varianten, die den Augäpfeln (Bulbi) zur Verfügung stehen, sich bewusst oder unbewusst in unterschiedliche Richtungen zu drehen oder drehen lassen zu können. Pro Minute kann es etwa zu 180 Bewegungen geben. Das Auge springt von Punkt zu Punkt, um Interessantes dort auf der Netzhaut abzubilden. Normalerweise ruht der Blick nicht auf einer Stelle.

Die Augenbewegungen werden von einem eigenen Bewegungsapparat gesteuert, der sich aus neun Muskeln zusammensetzt:

  • 3 innere Muskeln (zur Erweiterung bzw. Verengung der Pupille und der Linsenmuskel), sie unterliegen der unwillkürlichen Steuerung
  • 6 äußere Augenmuskeln zur Steuerung des Augapfels, von denen 4 gerade und 2 gebogen sind, diese sind willkürlich steuerbar - der Blick kann gezielt auf etwas gerichtet werden

Im Normalfall sind die Augenbewegungen parallel geschaltet. Bei Störungen kommt es zum Schielen oder auch zu Doppelbildern.

  • Siehe Details und Bilder dazu im Wikipedia-Artikel Augenmuskeln

Die Blicksprünge sind die schnellsten Bewegungen, zu denen ein Körperteil fähig ist. Der französische Augenarzt Émile Javal (1836-1907) nannte sie Sakkaden. Das Gehirn fügt die Informationen der Einzelbilder zu einem scheinbar lückenlosen Film zusammen. Wir erdenken uns quasi unsere Umwelt.

Sehvorgang

Datei:Normalsichtiger Blick auf zwei Kinder mit Ball.jpg

Normalsichtiger Blick auf zwei Kinder mit Ball

Die Funktionen eines Auges sind der einer Kamera ähnlich. Die ins Auge einfallenden Lichtstrahlen gehen erst durch die Hornhaut, welche dem Schutz des Auges dient und außerdem das ins Auge einfallende Licht bricht, danach passieren die Lichtstrahlen die Iris und somit auch die Pupille. Diese Lochblende in der Iris reguliert den Lichteinfall und bündelt die Lichtstrahlen, damit sie später auf einen bestimmten Fleck der Netzhaut fallen. Danach gelangen die Lichtstrahlen zur Linse, diese bricht das Licht erneut.

Die Bilder gelangen dann durch den Glaskörper, der unter anderem das Licht wiederum bricht, der aber auch für die Formgebung des Auges und die Versorgung der Linse mit Sauerstoff und Nährstoffen zusätzlich verantwortlich ist, auf den gelben Fleck. Der gelbe Fleck ist die Stelle des schärfsten Sehens. Er liegt direkt gegenüber der Pupille und ist das Zentrum der lichtempfindlichen Netzhaut.

Die Augen nehmen zwar alle Eindrücke im Blickfeld auf, aber es werden nicht alle bewusst verarbeitet: Nur so kann ein scharfes Bild entstehen, da der gelbe Fleck lediglich 0,5 mm im Durchmesser beträgt.

Die durch den Sehnerv transportierten Wahrnehmungen gelangen direkt (nicht über das Rückenmark) zum Gehirn. Dabei werden dort etwa 30 Regionen aktiviert in Abhängigkeit der Wahrnehmung von Farbe, Form und Bewegungen. Im Gehirn werden alle gesichteten Informationen wieder zu einem Bild zusammengesetzt. Dabei werden die Sicht-Informationen zusätzlich mit anderen sensorischen Eindrücken abgeglichen (was zur gleichen Zeit gehört, gefühlt und gerochen wird). Zusammen mit den (erlernten) Erfahrungswerten des Gehirns wird dadurch Orientierung möglich. Beispiel: Bei einem Schlaganfall werden zwar beide Körperhälften vom Patienten gesehen, wenn aber auch eine sensorische Störung der betroffenen Körperseite vorliegt, wird sie nicht wahrgenommen.

Das Gehirn kann auch fehlende Seheindrücke ergänzen, da es weiß, was fehlt (Beispiel: In einem Satz fehlen einige Buchstaben, trotzdem kann der Satz vollständig gelesen werden).

Passen die sichtbaren Eindrücke nicht zu dem, was das Gehirn als "passend" gelernt hat, entsteht z.B. eine optische Täuschung. Auch ohne Augen bzw. Sehen kann das Gehirn Bilder entstehen lassen (z.B. Phantasievorstellungen, Träume), bei Halluzinationen werden Objekte gesehen, die nicht vorhanden sind.

Gesichtsfeld

Das Wort Gesichtsfeld steht für das Sehspektrum ohne Augenbewegungen, also das, was beim Blick nach vorn noch an den Seiten wahrgenommen werden kann. Das kann z.B. für die Sicherheit im Straßenverkehr von Bedeutung sein. Perimetrie bezeichnet in der Augenheilkunde die systematische Vermessung des Gesichtsfeldes zu Diagnosezwecken. Während der Untersuchung werden nacheinander optische Reize an verschiedenen Orten des Raums präsentiert. Die Wahrnehmung dieser Reize wird protokolliert und ausgewertet.

Altersbedingte Veränderungen des Auges

Die Elastizität der Linse nimmt mit etwa 45 Jahren ab, was sich auf ihre Akkomodationsfähigkeit (Anpassungsfähigkeit) auswirkt. Zunächst wird das Lesen mühsamer, vor allem bei kleiner Schrift und schlechten Lichtverhältnissen. Diese Altersweitsichtigkeit erfordert die Anschaffung einer Lesebrille. Mit zunehmendem Alter wird auch die Fernsicht unschärfer. Die Augen werden durch die geringere Produktion der Tränenflüssigkeit trockener und sind häufiger gereizt (an Rötungen erkennbar). Außerdem kann es zur Eintrübung der Linse kommen (Katarakt) oder durch Erhöhung des Augeninnendrucks zum schmerzhaften Glaukom.

Augenlid

Die Lider schützen die Hornhaut und das Auges vor Fremdkörpern. Sie können sich in kurzen Zeitabständen schließen und öffenen und sie reagieren reflektorisch auf einen Fremdkörper. Damit keine Schmerzen oder Entzündungen durch die Reibung entstehen, wird mit Tränenflüssigkeit ein Gleitfilm produziert. Durch den glatten Lidheber (M. tarsalis) werden die Augen tagsüber nahezu ermüdungsfrei offen gehalten. Läßt gegen Abend oder bei Ermüdung der Tonus des M. tarsalis nach, so wird die Lidspalte enger, das Oberlid senkt sich und die Lidspalte kann nur noch willkürlich über den quergestreiften Lidheber (M. levator palpebrae) offengehalten werden.

Tränenorgan

Tränenbildende Teile

  • Tränendrüse (glandula lacrimalis)
  • 8-20 kleine Drüsen in der Bindehaut (akzessorische Drüsen)

Die Tränendrüse liegt oberhalb des äußeren Augenwinkels. Sie hat die Größe einer Bohne und ist nicht tastbar oder sichtbar. Sie ähnelt im Aufbau der Ohrspeicheldrüse und produziert täglich 0,6 – 1g Tränenflüssigkeit. Durch den Parasymphaticus wird reflektorisch (Weinen) Tränenflüssigkeit produziert. Der Sympathicus regt die Drüse hingegen zur Dauersekretion an. Nachts sinkt die Dauersekretion, da der Sympathicustonus abnimmt. Bei jedem Lidschlag wird die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt und dem tränenableitendem System zugeführt.

Tränenableitende Teil

  • Bindehautsack nimmt die Tränenflüssigkeit auf nasale Augenwinkel – Sammelort für die Tränenflüssigkeit
  • obere und untere Tränenpünktchen – saugt die Tränenflüssigkeit auf
  • Tränenröhrchen /Tränensack mit Tränennasengang führt zur Nasenmuschel

Tränenflüssigkeit

Die Tränenflüssigkeit dient der Befeuchtung und Reinigung des Auges. Sie hat zusätzlich eine bakterizide Wirkung und für die Hornhaut eine ernährende Funktion (Sauerstoff, Metabolit). Sie sorgt außerdem für eine optische Glättung der Honrhaut. Die Tränenflüssigkeit aus der glandula lacrimalis besteht in der Hauptsache aus Wasser und Metaboliten (Salze, Proteine, Aminosäuren, Glucose). Es wird normalerweise nur soviel Flüssigkeit abgesondert, wie zur Erfüllung der zahlreichen Aufgaben benötigt wird.

Krankheiten des Auges

mehr bei der

  • Sicht eines Patienten mit Katarakt (grauer Star)
  • Sicht eines Patienten mit Glaukom (grüner Star)
  • Sicht eines Patienten mit diabetischer Retinopathie
  • Sicht eines Patienten mit Makuladegeneration


Die Augenpflege im Alltag

Sie werden schon beim täglichen Waschen (ohne Zusätze) gepflegt. Erst bei Problemen wie zu starker Tränenabsonderung und bei Entzündungen muß mehrmals täglich eine spezielle Pflege der Augen erfolgen; bei nicht ausreichender Tränenflüssigkeitsproduktion sowie ungenügendem oder fehlendem Lidschlag muss die Austrocknung des Augapfels verhindert werden.


Ziel

  • Verhinderung der Austrocknung der Hornhaut (Austrocknung kann Ulcera hervorrufen)
  • Verhütung von Infektionen der Bindehaut


Vorbereiten des Materials

  • weiche, sterile, nicht fasernde Tupfer
  • Lösungsmittel (destilliertes Wasser, NaCL 0,9% oder Kamillenlösung)
  • sterile Einmalhandschuhe
  • Abwurfbehälter

Vorgehen

  • Bewohner informieren
  • Lagerung mit erhöhtem Oberkörper sitzend, Kopf nach hinten neigen (lassen)
  • Kompresse mit Lösungsmittel befeuchten
  • Augen schließen lassen.
  • Lidränder vorsichtig von außen nach innen (zur Nase hin) reinigen, bis alle Verkrustungen entfernt sind
  • bei Bedarf Verkrustungen mit nasser Kompresse kurz anfeuchten
  • Augenlider mit trockener Kompresse nachreinigen
  • nach Verordnung Augentropfen oder -salbe in die Tasche zwischen Augenlid und Augapfel tropfen oder streichen
  • Überreste mit neuer Kompresse abtupfen OHNE ZU REIBEN !
  • Für jede Handlung eine frische Kompresse verwenden


Das Einsetzen und Entfernen von Kontaktlinsen und/oder Augenprothesen muß in der Praxis gezeigt und geübt werden.

Zur Augenpflege gehört selbstverständlich auch das Reinigen der Brille/Sehhilfe !


Medikamente in der Augenheilkunde verabreichen

Darreichungsformen

Zur Verfügung stehen

  • Filmbildner ("künstliche Tränen"), die gel-bildende Stoffe (wie Carbomer, Polyvinylalkohol, Hyaluronsäure) oder auch pflanzliche Auszüge (Augentrost) enthalten.
  • Augensalben mit heilungsfördenden Wirkstoffen wie Dexpanthenol
  • Tropfen/Salben mit speziellen Wirkstoffen gegen bestimmte Erkrankungen des Auges (z.B. mit einem lokal wirksamen Antibiotikum bei Infektion des Auges)

Augentropfen werden oft in Ein-Dosis-Behältern (kleine Kunststoff-Ampullen) angeboten, die das Kontaminationsrisiko deutlich senken.

Salben können aber das Sehvermögen (vorübergehend) einschränken und sollten daher eher zur Nacht verwendet werden (wenn nicht anders angeordnet). Dafür müssen sie auch nicht so oft verabreicht werden, wenn einer Austrocknung des Auges bei ungenügendem Lidschluss vorgebeugt werden soll. Tropfen müssten in dem Falle auch nachts 1 bis 2 mal pro Stunde verabreicht werden, was eine dauernde Störung der Nachtruhe bedeutet. Alternativ kann zur Nacht ein Uhrglasverband angelegt werden, der morgens wieder entfernt wird.

Grundsätzlich bei der Verabreichung zu beachten

  • braucht ein Patient Tropfen und Salbe, so haben Tropfen den Vortritt
  • braucht ein Patient zweierlei Tropfen zugleich, so muss dazwischen 5 Minuten gewartet werden
  • niemals mit dem Fläschchen, der Pipette oder Tube Wimpern, Bindehaut oder Hornhaut berühren (Gefahr der Verunreinigung und/oder Verletzung)
  • Unterlid nicht zu fest herunterziehen, sonst laufen die Tropfen gleich wieder heraus und es kommt zur Umstülpung des Lides nach außen
  • beim Einträufeln mit dem Tupfer leichten Druck auf den nasalen Augenwinkel ausüben (damit werden die Tränenkanälchen kurzfristig verschlossen und das Medikament hat Zeit, in die Bindehaut und durch die Hornhaut einzudringen)
  • ein Verwechseln von Medikamenten muss ausgeschlossen sein
  • das Verfallsdatum darf nicht überschritten sein
  • Tropfen müssen Zimmertemperatur haben

Von der Anwendung von Hausmitteln wie Kamillentee zum Spülen der Augen wird aus hygienischen Gründen abgeraten, da der zubereitete Tee vor Gebrauch erst länger abkühlen muss und während der "Standzeit" kontaminiert werden kann.

Verabreichung von Augentropfen

Das "Tropfen", nämlich das Verabreichen von Augentropfen, soll die Medikamentropfen in der vorgeschriebenen Zahl sicher im unteren Bindehautsack plazieren und keinen Cornealreflex, durch Berühren der Hornhaut, auslösen.

Datei:Augentropfen1.jpg

Fläschchen mit Augentropfen

  • der Patient liegt oder sitzt und neigt leicht den Kopf nach hinten
  • Blickrichtung nach oben
  • das Unterlid mit der linken Hand leicht nach unten ziehen
  • die rechte Hand auf der Stirn des Patienten abstützen (Vermeidung einer Berührung der Lider oder Wimpern mit der Tropfflasche)
  • aus dem senkrecht gehaltenen Fläschchen einen Tropfen in die innere Hälfte des Bindehautsacks fallen lassen
  • anschließend das Auge ein paar Sekunden geschlossen lassen bzw. schließen
  • Patienten bitten, die Augäpfel unter den geschlossenen Augenlidern hin- und herzubewegen (ist bei etwas Geduld nicht notwendig)
  • wenn nötig, Lider und Umgebung des Auges abtupfen (ist fast immer notwendig). Für jedes Auge einen eigenen Tupfer verwenden (um evtl. Infektionen nicht zu verschleppen) und sofort danach verwerfen.

Verabreichung von Augensalben

Datei:Augenpflegeb.gif

Anbringen von Augensalbe

  • der Patient liegt oder sitzt und neigt leicht den Kopf nach hinten
  • Blickrichtung nach oben
  • das Unterlid mit der linken Hand leicht nach unten ziehen
  • die rechte Hand auf der Stirn des Patienten abstützen
  • ca. 5 mm langen Salbenstrang horizontal in den Bindehautsack einstreichen
  • Patienten bitten, das Auge zu schließen, aber das Unterlid weiterhin abgezogen halten, so kann die Salbe besser verteilt werden und wird nicht durch die Lidspalte herausgedrückt


Film, 2021

Der Sender arte über den Film: Die meisten Menschen stützen ihr ganzes Leben auf ihren Sehsinn. Sie sind überzeugt, dass ihr Sehsinn Wahrheit verspricht. Aber was tun, wenn die Augen diese Erwartungen nicht mehr erfüllen können? Künstliche Intelligenz und bionische Chipimplantate versprechen einer immer älter werdenden Bevölkerung gute Sehkraft bis ins hohe Alter. Manchmal hilft auch eine einfache Taschenlampe. Augen haben sich in der Evolution als erfolgreiches Konzept durchgesetzt.
Das menschliche Gehirn arbeitet pausenlos daran, Gesehenes zu filtern, einzuordnen, zu interpretieren. Egal wie die Augen der Menschen aussehen, wie sie gefärbt oder geformt sind: Sie funktionieren alle gleich. Was wir sehen, fällt auf die Netzhaut, die Retina, und das Licht dringt durch die Oberfläche auf verschiedene Fotorezeptoren für Helligkeit und Farbsehen. Das Feuerwerk an Impulsen wird mit einem gebündelten Strang von bis zu 1,2 Millionen Nervenbahnen an das Hirn weitergeleitet.
Optische Täuschungen fordern hingegen den Sehsinn heraus und irritieren. Was sich der sehende Mensch nicht erklären kann, wird schnell zu einer neuen Wahrheit erklärt.
Mit zunehmender Lebenserwartung aber schwindet die Kraft des Sehens und Augenkrankheiten werden wahrscheinlicher.
Bildschirmarbeit, Smartphonenutzung und mangelnde natürliche Lichtquellen fordern die Augen zusätzlich heraus.
Die WHO zählt 2,6 Milliarden Menschen weltweit mit Seheinschränkungen. Für die Wissenschaft daher Ansporn, Fehlsichtigkeiten und Erblindung mit innovativen Therapieansätzen zu begegnen. Die Dokumentation reist nach London, Paris und ins Saarland, wo zum Teil an ungewöhnlichen Ideen gearbeitet wird, um Erkrankungen des Auges und altersbedingte Sehschwäche zu heilen. Regie : Ralph Loop, Deutschland, 2021. Herkunft : ZDF

Siehe auch

auch: Erkrankungen der A. Auch Gesichtssinn, optischer Sinn, visueller Sinn, Visus genannt.

Kurz: Auf der lichtempfindlichen Netzhaut (Retina) des Auges entwirft der lichtbrechende Apparat (bestehend aus Hornhaut, Augenkammerwasser, Linse und Glaskörper) ein auf dem Kopf stehendes, seitenverkehrtes Bild. Dieses Bild wird durch die Sehzellen mithilfe von Farbstoffen (z.B. Rhodopsin) in Nervenimpulse umgewandelt. Diese werden über den Sehnerv zum Sehzentrum der Großhirnrinde weitergeleitet, wo die Sehwahrnehmung und Überführung in das Gedächtnis erfolgt. Das Auge verliert mit der Alterung das Vermögen zur Scharfeinstellung - ein Prozeß der meist zwischen 40 und 50 Jahren als "Alterssichtigkeit" bemerkbar wird: Die Augenlinse wird unelastischer, und damit nimmt die Fähigkeit ab, nahe Objekte scharf zu sehen. Denn die Linse wächst kontinuierlich, ohne altes Gewebe abzustoßen.

Schicht um Schicht - wie die Jahresringe eines Baumes - verdickt sie sich schließlich zu einem starren Gebilde. Die Linsenfasern verändern ihre Struktur und färben sich gelblich. Die Linse wird dadurch undurchsichtiger. Auch die Anpassung an plötzliche Hell-Dunkel-Wechsel ist erschwert, da die Pupillen langsamer reagieren. Sie können sich im Dunkeln nicht mehr so weit öffnen. Wie durch einen Filter fällt nun weniger Licht auf die Sinneszellen der Netzhaut.

Die Tiefenwahrnehmung und das Gesichtsfeld sind ebenfalls eingeschränkt. Zu den herausragenden Augenkrankheiten im Alter gehören die Blindheit (Amaurosis), senile Makuladegeneration (Rückbildung der Netzhaut) sowie das > Glaukom (grüner Star) und der graue Star (Katarakt). Schätzungen gehen davon aus, dass 5 v. H. der über 60jährigen und 10 v. H. der über 7Ojährigen am grünen Star erkranken und damit einer speziellen Therapie bedürfen, die bei der Mehrzahl der Patienten zumindestens eine Verbesserung des Sehvermögens bewirken kann.

Die sogenannte Alterssichtigkeit verläuft dagegen weitgehend unproblematisch und kann im allgemeinen durch den Einsatz einer Brille korrigiert werden. Thema im Fach Anatomie/Physiologie; Krankheitslehrebuch. Vergleiche den Unterschied > Grauer/Grüner Star.

Quelle

  • H. Lippert u.a: Anatomie - Text und Atlas. Urban & Fischer bei Elsevier GmbH, München, 8. Auflage 2006.
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