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Unterschied beim Wort Beatmung

  • Überdruck-Beatmungsgerät (siehe Folgendes)
  • Reanimation mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung

Bei der dauerhaften Beatmung wird der Patient intubiert und dann manuell oder maschinell beatmet.


In weniger schweren Fällen, wenn der Patient noch selbst atmen kann, führt man ihm über einen kleinen Schlauch Luft in die Mundhöhle zu, die mit Sauerstoff angereichert wurde. Diese Technik ist weitverbreitet, manche Lungenkranke haben sogar zu Hause Sauerstoffgeräte.

Bei den Beatmungsgeräten unterscheidet man zunächst zwischen dem mechanischen, manuellen Handbeatmungsbeutel, oft Ruben oder Rubenbeutel, mit einer Gesichtsmaske oder einem Konnektor an den Intubationsschlauch und dem maschinellen Respirator, oft nach der Herstellerfirma genannt. 


Der Handbeatmungsbeutel besteht aus einem Kunststoffbeutel, der durch Zusammendrücken Luft in die Lungen des Patienten presst. Nach diesem Vorgang dehnt sich der Beutel wieder aus und füllt sich erneut mit Luft. Der Brustkorb zieht sich von selbst etwas zusammen = Ausatmung.


Der Respirator dagegen wird elektrisch angetrieben oder arbeitet mit Druckluft = Einsatz eines Überdruck-Beatmungsgerätes. Diese Geräteart ist im Prinzip erst im Jahr 1950 erfunden worden.


Von diesen Formen der kontinuierlichen Beatmung ist die Reanimation mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung zu unterscheiden (siehe dort).


Definition

Unter Beatmung wird die teil- oder vollständige Übernahme der physiologischen Atmung durch externe Hilfen oder Quellen verstanden. Angewendet wird dieser Begriff in der professionellen Medizin.

Sie wird bei unzureichender Spontanatmung, üblicherweise in der Umgangssprache das Atmen genannt, oder deren kompletten Ausfall durchgeführt.


Unterschieden werden muss zwischen verschiedenen Beatmungsformen. Die kontrollierte (mandatorische) Beatmung bildet hierbei einen Pol des Spektrums, die assistierte B. den anderen. Leider gibt es nur wenige eindeutig definierte Begriffe innerhalb dieses Spektrums, denn jeder Hersteller von Geräten verwendet seine eigenen Bezeichnungen.

Daher werden an dieser Stelle anhand verschiedener Beispiele die unterschiedlichen Beatmungsformen beschrieben.

Maschinelle Beatmung, Parameter

Die Beatmungs-Maschine (engl.: ventilator) - jede ist mehrere Zehntausend Euro teuer - kann eingestellt werden, wie oft der Patient beatmet werden soll. Auf einem Monitor können Ärzte jeden Beatmungszug verfolgen: Angezeigt werden Druck, Frequenz, Ausatmung, wie viel Luft der Patient in der Minute bekommt, die Sauerstoffkonzentration oder die Feuchte der Luft.


Ziel ist es, dass die Sauerstoffsättigung im Blut, also der Grad der Sauerstoffanreicherung der roten Blutkörperchen, bei mindestens 90 Prozent liegt. Ein gesunder Mensch erreicht Werte zwischen 97 und 100 Prozent unter normaler Eigenatmung. Partialdruck O2.

Auch die Ausatemluft wird analysiert. Wichtig ist hier der Kohlenstoffdioxid-Gehalt – wo Sauerstoff reingeht, muss CO2 rauskommen. Das Messverfahren hierfür nennt man Kapnometrie. Partialdruck CO2

Fotos

Die Entwöhnungsphase

Beatmungsentwöhnung, auch Weaning (vgl:  WP und  RSB-Index) Sie klappt nicht immer. Wieder ohne Maschine ein- und ausatmen. Die Schlafmedikamente werden reduziert und auf die Reaktion gewartet.

Bei jungen Menschen ohne große Vorerkrankungen ist das oft in ein, zwei Tagen zu schaffen. Bei alten Menschen aber, die auf allen Ebenen vorbelastet sind und deren Atemmuskulatur noch schneller verarmt, kann sich das über Tage und manchmal leider auch Wochen ziehen.


literatur

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