PflegeABC Wiki
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Auch der neue Coronavirus, der Covid-19 im Jahr 2019/2020 auslöst, ist leicht übertragbar. Der Virus hat den etwas komplizierten Namen Sars-CoV-2. Und das seuchenartig verbreitete Coronavirus hat sich verändert. Aktuell verbreitet sich in Deutschland die Virusvariante Delta. Diese Variante des Virus ist zuerst in Indien aufgetreten und scheint deutlich ansteckender zu sein als frühere Varianten. Forschende gehen davon aus, dass dabei außerdem die Impfungen weniger gut gegen eine Ansteckung mit Delta schützen. Insbesondere Menschen, die erst eine Impfdosis erhalten haben, können sich anstecken. Vor einem schweren Krankheitsverlauf dürften aber die meisten Geimpften bereits geschützt sein.

Covid-19 ist die Abkürzung für den englischen Namen "Corona Virus disease 2019"; hier in diesem Wiki wird auch C19 oder Cov19 als Abkürzung dafür verwendet.


aktuell
Nach einem für Peking/Beijng ungewöhnlichen Corona-Ausbruch wächst in der chinesischen Hauptstadt die Angst vor einem harten Lockdown wie in Shanghai. Im Stadtteil Chaoyang mit seinen rund 3,5 Millionen Bewohnern bildeten sich am Montag lange Schlangen vor Testzentren, die Supermärkte waren dem Andrang panischer Kunden kaum gewachsen. Shanghai meldete derweil mit 51 Corona-Toten einen neuen traurigen Rekord. Angesichts von 70 Neu-Infektionen seit vergangenem Freitag warnten Pekings Behörden vor „düsteren“ Zeiten. Für den bevölkerungsreichsten Stadtteil Chaoyang mit seinen vielen Botschaften und Firmenzentralen multinationaler Konzerne ordneten sie PCR-Massentests an. China ist seit März mit einem Ausbruch der hochansteckenden Omikron-Variante konfrontiert, wenngleich die Regionen davon unterschiedlich schwer betroffen sind. Besonders heftig ist die Lage in der Wirtschaftsmetropole Shanghai, in der seit 1. März mehr als eine halbe Million Infektionsfälle registriert wurden. Dort stößt Chinas Null-Covid-Strategie mit Massentestungen und Lockdowns allerdings an Grenzen der Seuchenbekämpfung. Obwohl die meisten der 25 Millionen Einwohner Shanghais ihre Wohnungen seit Anfang April so gut wie nicht mehr verlassen dürfen, bekommen sie den Ausbruch so nicht vollständig in den Griff. 25. April 2022.
Leseempfehlung April 2022: Soll ich mich noch vor Corona schützen? So gut wie jeder bekommt irgendwann Corona. Also schnell zurück ins alte Leben und die Immunität mit Omikron auffrischen, damit man durch ist? So einfach ist es nicht. Eine Analyse von Jakob Simmank in Die Zeit vom 11. April 2022


Di, 21. Dez. 2021 - Das Robert Koch-Institut sieht dringenden Handlungsbedarf: In einer heute aktualisierten Fassung seiner Corona-Strategie listet das Institut eine Reihe von Maßnahmen auf, die sofort beginnen und zunächst bis Mitte Januar beibehalten werden sollten.

Genannt werden vor allem "maximale Kontaktbeschränkungen", eine Reduzierung des Reisens auf das "unbedingt Notwendige" sowie eine "intensive Begleitkommunikation zum Verständnis der Maßnahmen". Auch eine "maximale Geschwindigkeit" bei der Impfung der Bevölkerung sei notwendig. “Strategie Ergänzung zu #ControlCOVID zur Bewältigung der aktuell in Deutschland beginnenden pandemischen Welle mit der #SARSCoV2-Variante #Omikron. ➡️https://… twitter.com Externen Inhalt einblenden Beim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen. Damit geht das RKI über die geplanten Maßnahmen der Ampel-Koalition hinaus, die Bundeskanzler Olaf Scholz heute Nachmittag mit den Ministerpräsidenten beraten will. So fordert das Institut zusätzlich: die Verlängerung der Weihnachtsferien von Schulen und Kitas die Schließung von Restaurants, Bars und Sportstätten im Innenbereich die Umstellung des Unterrichts in Universitäten und anderen Hochschulen auf Distanzunterricht Erste Analysen haben laut die RKI-Experten gezeigt, "dass Omikron bereits Anfang Januar 2022 die Mehrzahl der Infektionsfälle in Deutschland und mehrere Zehntausend Infektionsfälle täglich ausmachen kann". Unter den derzeitigen Bedingungen liege die Verdopplungszeit in Deutschland bei etwa drei Tagen. Bei den Empfehlungen handelt es sich um die erste Aktualisierung der RKI-Corona-Strategie seit drei Monaten. > Link (auch zu den früheren Papieren des RKI)



Nur das Bild

Sars-CoV-2-Viren unter dem Elektr.Mikroskop (image 2/2022 via commons)

Mit dem wachsenden Wissen über die Covid-19-Pandemie tauchen neue Fragen auf – epidemiologische, medizinische und soziale. Ein Update nach sechs Wochen. Wer ist besonders gefährdet?

Cov19 in de 25042021.jpg


17. Okt.

Es ist bei den meisten Menschen fast schon zum (falschen) Allgemeinwissen geworden: Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 treffe vor allem ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen besonders schwer. Wer dagegen jung und gesund ist, erkranke meist nur leicht oder zeige sogar gar keine Symptome. Für einen Großteil der Menschen stimmt das auch. Aber: »Wir hatten auch Patienten unter 40 auf der Intensivstation, die wirklich sehr schwer an Covid-19 erkrankt waren«, berichtet der Infektiologe Björn-Erik Jensen von der Universitätsklinik Düsseldorf. »Die hatten vielleicht Heuschnupfen oder ein paar Kilo zu viel. Das würde ich aber nicht als schwere Vorerkrankung bezeichnen.« In Sicherheit wiegen sollte sich also niemand. "Die Zeit" bietet hierzu nun einen Überblick an: zeit.de/webreader


Was habe ich bei der Pflege falsch gemacht? … fragt

… fragt eine Kollegin in dem 3-Min-Video über den Krieg gegen die Dummheit. (t-online, 31.7.20)


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  • "Der typische Covid-19-Patient zeigt nur milde Symptome. Zu dem Ergebnis kommt auch eine chinesische Studie aus der Metropole Shenzhen, die herausgefunden hat, dass 91 Prozent der Infizierten nur milde bis moderate Symptome zeigen, mit einem trockenen Reizhusten, dazu eventuell Fieber. Bei uns kam noch der Geruchs- und Geschmacksverlust hinzu. In 30 Prozent der Fälle trat bei unseren Infizierten auch Durchfall auf, das ist häufiger, als bisher angenommen wurde." Der Virologe Hendrik Streeck, er leitet das Institut für Virologie am Universitätsklinikum Bonn. In einem Interview publ. in FAZ vom 16.3. 20


  • Dommasch M., Spinner C.D: Triagestrategie für COVID-19-Verdachtsfälle bei steigender Patientenzahl. (beinhaltet Diagnostik- und Therapiealgorithmus nach Zhang et al mit Gr. Blutbild und Thorax-CT) In: Notfall Rettungsmed 23, 163–164 (2020). (doi - Link vom 2.4.20, Springer-online-first)


>>> Siehe besonders für Pflegepersonal :




11. März 20:  Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet die Corona-Krise nun als Pandemie. WHO Director-General's opening remarks at the media briefing on COVID-19 - 11 March 2020 (Zitat WHO has been assessing this outbreak around the clock and we are deeply concerned both by the alarming levels of spread and severity, and by the alarming levels of inaction. We have therefore made the assessment that COVID-19 can be characterized as a pandemic. - Man sei "tief besorgt". - who.int 11. März 2020, New York) Kanzlerin Merkel appelliert an die Bürger, sich solidarisch zu zeigen, um das Virus einzudämmen. Die Weltgesundheitsorganisation stuft den Ausbruch des Corona-Erregers nun als Pandemie ein. Das Ausmaß der neuen Erkrankungen und der neuen Todesfälle in den vergangenen zwei Wochen weltweit habe zu dieser Entscheidung geführt, erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Eine Pandemie ist laut WHO ein weltweiter Ausbruch einer neuen Krankheit. Verbreitung des Coronavirus weltweit und in Deutschland Karten mit Fallzahlen Wo sich das Coronavirus ausbreitet Die Coronavirus-Karten z. Bspl. von tagesschau.de geben einen interaktiven Überblick für Deutschland und die Welt. Bisher gab es mehr als 4000 Tote (die meisten in China). Inzwischen seien in 114 Ländern Erkrankungen von Covid-19 erfasst worden, sagte der Generaldirektor. Nach WHO-Angaben sind rund 118.000 Menschen mit dem Erreger infiziert.


  • Zum Anfang der Epidemie in der VR China, siehe auch: der Tod des Arztes Li Wenliang

Sein Appell in der Presse-Konf. am Mittw. 18.3.20


  • Die Tropenmedizinerin Camilla Rothe warnt aber schon im Januar vor Panikmache.

(Nach einer Meldung des  bma, Heidelberg/München).


Offenbar ist das Coronavirus bereits mit sehr leichten Symptomen übertragbar/infektiös, wie das Institut für Virologie der Berliner Charité und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr nach regelmäßigen Untersuchungen der in der Münchner Klinik Schwabing betreuten Patienten berichten.

Die Labore beider Institute stellten demnach in mehreren Fällen fest, dass infektiöse Viren aus dem Nasen- und Rachenraum von Menschen schon mit geringen Symptomen in Zellkulturen angezüchtet werden können.

27.3. - Am Abend werden 50Tsd. erreicht.

Tourismus in Zeiten von Covid-19

17. März - 20 8.091

(Zahlen v. 5. März, um 17:00 war die Zahl auf 546 gestiegen)

Zugleich fanden die Forscher Hinweise darauf, dass sich das Coronavirus unabhängig von der Lunge auch im Nasen- und Rachenraum sowie im Verdauungstrakt vermehrt.

Wie gefährlich das Virus tatsächlich ist, darüber lässt sich derzeit noch keine wissenschaftlich belastbare Aussage treffen.


Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat Gemeinden und Krankenhäuser heute Dienstag wegen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 dazu aufgerufen, ihre Krisenpläne zu aktivieren.  Wieler sprach heute in Berlin von einer ernsten Situation. „Wir ste­hen am Anfang dieser Epidemie“, sagte er. "Sie wird viele Wochen und Monate das Land beherrschen." Für Deutschland stuft es in der Risikobewertung die Gefahr als hoch ein, lange konnte es auf der Stufe noch als „mäßig“ Dienstag, 10. März 2020  bewertet werden.

  •  Der sprunghafte Anstieg der nachgewiesenen Infektionen in Italien zwischen dem 26. und 29. Febr. ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass nun rund um Hospitalisierungen und Todesfälle gezielt getestet wurden - eine scheinbare Verdoppelung der Zahl der Infizierten überhaupt und der aktiv Kranken. Allerdings verifiziert das Istituto Superiore di Sanità erst seit dem 28. Februar bei allen Todesfällen, ob sie tatsächlich auf das Virus zurückzuführen sind. [it.wp)

dto. 11. März
Am Abend des 11.3. in D: 1.955 erkrankte Personen

rki-Zahlen 23.3.20

  • Mon, 16. März 2020: 7.260 durch Tests bestätigte Erkrankungsfälle in Deutschland (GA)
  • Mon, 23./24. März, 0 Uhr: Es gilt ein bundesweites Versammlungsverbot: Versammlungen von mehr als zwei Personen sind mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich verboten. (Davon ausgenommen sind Familien und Personen, die in einem Haushalt leben.)
  • Son, 5. April. ca. 100.ooo Inf., 1.600 Tote




>> Über den Ablauf der Covid-19-Krise in D


Wieder gesund, genesen ist, wer …

Nach Definition des Robert Koch-Instituts (RKI) kann man Infizierte frühestens zehn Tage nach Beginn ihrer Symptome als genesen von Covid-19 bezeichnen. Außerdem dürfen sie 48 Stunden lang kein Fieber gehabt haben und seit mindestens 24 Stunden keine Symptome der Infektion mehr verspüren, wie etwa Husten oder Fieber. Zusätzlich fordert das RKI zwei negative Abstriche auf das Virus. Das heißt: Sars-CoV-2 darf sich bei zwei Abstrichen aus dem Nasenrachenraum nicht nachweisen lassen. Die beiden Untersuchungen müssen 24 Stunden auseinanderliegen. 


Sterberisiko durch Covid-19

Eine ForscherInnen-Gruppe[1] um Liam Smeeth von der London School of Hygiene and Tropical Medicine und Ben Goldacre von der University of Oxford zufolge sind verschiedene Faktoren für ein größeres Sterberisiko durch Covid verantwortlich. Dieses kann sowohl darauf zurückzuführen sein, dass jemand ein höheres Risiko hatte, sich anzustecken oder im Falle der Infektion schwerer zu erkranken. Dies basiert auf Auswertung von 10.926 Krankengeschichten von Personen im UK, die im Zusammenhang mit Covid-19 starben.[2][3] Datenbasis der Studie sind ca. 17,2 Millionen Erwachsenen in Großbritannien, die in elektronischer Form vorlagen und für die Studie anonymisiert wurden.  

Die wichtigsten Faktoren sind demnach:

  • männliches Geschlecht
  • höheres Alter
  • Armut beziehungsweise ein niedriger sozioökonomische Status (SES)
  • verschiedene Vorerkrankungen (darunter Diabetes, schweres Asthma und Autoimmunerkrankungen)
  • starkes Übergewicht (Body-Mass-Index über 35)
  • zudem hatten People of Color ein höheres Risiko, an Covid zu sterben.  

Sektion während der Pandemie in HH

Was können wir von den Toten über Corona lernen? Starben sie mit o. wegen C19? Um diese Frage beantworten zu können, untersuchte der Hamburger Rechtsmediziner Prof. Dr. Benjamin Ondruschka (36), Leiter des Hamburger Instituts für Rechtsmedizin am UKE (60 Mitarbeiter) mit seinem Team im Jahr 2020 insgesamt 735 mit SARS-CoV-2 infizierte Verstorbene.

Bei 618 Fällen stellten die Gerichtsmediziner eine COVID-19-Erkrankung als Todesursache fest. In sieben Prozent der Fälle waren die Verstorbenen zwar mit dem SARS-CoV-2 aber nicht mitursächlich gestorben.

Gesundheitsminister Spahn und die Kanzlerin mit den Ländern..…

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich im Bundestag mit einer Regierungserklärung zur Corona-Krise geäußert und von einer neuen Lage gesprochen.

Soweit zur Quaratäne

Bis vergangene Woche konnten laut Spahn noch alle Infizierten auf Ansteckungen im Ausland zurückgeführt werden. Anfang vergangener Woche gab es noch 16 Infizierte, von denen 14 bereits wieder gesund waren. Nun habe auch in Deutschland eine Epidemie begonnen. Derzeit gebe es hierzulande 240 bestätigte Fälle.

"Aus der Coronavirus-Epidemie in China ist eine weltweite Pandemie geworden", sagte Spahn, "der Höhepunkt der Ausbreitung ist noch nicht erreicht".


Mit dieser Erklärung stellt sich die Bundesregierung indirekt gegen die Expertise des RKI und anderer Experten der Unikliniken und der WHO, die bei ihrer Einschätzung: Einzelfälle und nur in China eine Epidemie geblieben sind. 

🤬 Die Bundesregierung scheucht mit dieser "Erklärung" 80 Mio Menschen auf. Und das bei -nüchtern gesehen- bei gerade mal 240 Schnupfen- oder leichter Grippe-PatientInnen, die bestens individuell versorgt werden. Auch platzt wegen der Quarantäne von Gesunden noch keine einzige Jugendherberge aus den Nähten. 🤬


Es folgte am 12. März eine Bund- und Länder-Konferenz der MP und Kanzlerin

Bund und Länder wollen/sollen bei der Bekämpfung der Krise eng zusammenarbeiten und die Regierung strebt eine enge grenzübergreifende Kooperation in Europa an. Die wichtigsten nationalen Maßnahmen im Überblick:

  • Damit sich die Krankenhäuser auf den steigenden Bedarf an Intensiv- und Beatmungskapazitäten für Behandlungen mit schweren Atemwegserkrankungen durch Covid-19 konzentrieren, sollen soweit medizinisch vertretbar grundsätzlich alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe in allen Krankenhäusern ab Montag auf unbestimmte Zeit verschoben werden
  • Es wird einen Bonus für die Krankenhäuser geben für jedes Intensivbett, das zusätzlich provisorisch geschaffen und vorgehalten wird
  • Bund und Länder fordern die Krankenhäuser auf, jetzt den Einsatz der Ärztinnen und Ärzte, des Pflegepersonals und des weiteren Personals, das notwendig ist, um intensivpflichtige Menschen zu behandeln, so zu planen und zu erhöhen, dass die Durchhaltefähigkeit der Intensiv- und Beatmungsbetten in ihren Kliniken gestärkt wird
  • Bund und Länder verstärken ihre Bemühungen, durch Covid-19 besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, insbesondere Ältere Menschen, Hochbetagte und chronisch Kranke, aufzuklären, ihnen Handlungsempfehlungen zu geben und sie zu schützen
  • Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern sollen abgesagt, auf alle nicht notwendigen Veranstaltungen unter 1000 Teilnehmern soll verzichtet werden
  • In Regionen und Bundesländern mit sich abzeichnendem dynamischen Ausbruchsgeschehen ist die Verschiebung des Semesterbeginns an den Universitäten sowie die vorübergehende Schließung von Kindergärten und Schulen, etwa durch ein verlängerndes Vorziehen der Osterferien, eine weitere Option. Die Entscheidung dazu obliegt jeweils den Ländern

Bund und Länder wollen bei der Bewältigung der Epidemie eng zusammenarbeiten. Neben den laufenden Kontakten insbesondere der Gesundheits- und Innenminister sowie auf der Ebene der Krisenstäbe von Bund und Ländern und des interministeriellen Koordinierungsgremiums nach dem Pandemieplan des Bundes werden der Chef des Bundeskanzleramtes und die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder sich fortlaufend abstimmen.

Im Kampf gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus sind nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die nächsten vier bis fünf Wochen entscheidend. Alle Maßnahmen würden erstmal bis zum 20. April terminiert, danach werde man eine Bestandsaufnahme machen.

Fallbeispiele von Ausbrüchen

Uniklinik Aachen, Frühgeborenenstation, keine Quarantäne, 3.3.

Nachdem eine Pflegerin einer Frühgeborenenstation der Universitätsklinik Aachen positiv auf das Virus getestet wurde, die auf der Intensivstation mit 45 Personen Kontakt gehabt hatte, schickte die Uniklinik die Kontaktpersonen entgegen der RKI-Empfehlung nicht in die Quarantäne. Andernfalls wäre laut der Klinik die Arbeit auf der Intensivstation zum Erliegen gekommen.


Das Kreuzfahrtschiff Diamond Princess, als Nachweis der Aerosol-Übertragung

The Diamond Princess tragedy seem like ancient history. On Jan. 20, one infected passenger boarded the cruise ship; a month later, more than 700 of the 3,711 passengers and crew members had tested positive, with many falling seriously ill. The invader moved as swiftly and invisibly as the perpetrators on Agatha Christie’s Orient Express, leaving doctors and health officials with only fragmentary evidence to sift through.

Ever since, scientists have tried to pin down exactly how the coronavirus spread throughout the ship. And for good reason: The Diamond Princess’ outbreak remains perhaps the most valuable case study available of coronavirus transmission — an experiment-in-a-bottle, rich in data, as well as a dark warning for what was to come in much of the world.

Covid-19 in einem Pflegeheim (1. Fall und dann zwei Wochen später Wolfsburg)

Das erste Beispiel in D, Bad Rappenau, Ba-Wü; 2. März


12. März 2020, in der täglichen Pressekonferenz des RKI spricht Lars Schaade (Stv.Präsid. des rki) über laufende Entwicklungen bei der nun als Corona-Pandemie bezeichneten Infektionskette in D. Dabei betont er auch, dass infiziertes Pflegepersonal nicht in APH arbeiten soll. Denn auch ein Mundschutz würde eine Weitergabe der Infektion nicht verhindern. 


Alle zwölf Todesopfer Tote im Wolfsburger Alters- und Pflegeheims waren an Demenz Erkrankte. Nun endlich werden Infizierte dort strikt von den negativ getesteten Bewohnern getrennt, wie die Stadt am Samstag (28.3.) bekanntgab. Überraschend viele seien verstorben, ohne dass sie Symptome von Corona hatten, sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Für das kirchliche Heim mit oft hochgradig dementen Menschen sei die Situation extrem schwierig, sagte der SPD-Politiker. Der Leiter des Wolfsburger Gesundheitsamts, Friedrich Habermann, teilte mit, die zwölf vorwiegend Demenzkranken waren innerhalb von nur wenigen Tagen gestorben. „Den ersten Toten hatten wir am Montag zu beklagen“, sagte Lothar Laubert, der Leiter des städtischen Krisenstabs. Am späten Freitagabend hatte die Stadt dann den Tod von sechs Frauen und zwei Männern im Alter zwischen 76 und 100 Jahren bekannt gegeben.   (Vergleiche Zwölf Corona-Tote: Wolfsburger Pflegeheim reagiert. 28.3.)


29. März: In Giengen an der Brenz (Kreis Heidenheim) wurde bei 20 BewohnerInnen und einer Pflegekraft eines Heims Covid-19 festgestellt. Die infizierten Senioren wurden danach in einer Wohngruppe pflegerisch isoliert. Drei Bewohner mussten in die Klinik gebracht werden. Am Sonntagabend war zunächst bei einer Bewohnerin des Heims, die zuvor über Erkältungssymptome geklagt hatte, eine Corona-Infektion festgestellt worden. Daraufhin hatte das Gesundheitsamt bei allen anderen Bewohnern und Pflegekräften des Wohnbereichs Abstriche vorgenommen.


30. März - ein weiteres niedersächsisches Pflegeheim kämpft mit Infektionen. Tests hätten bestätigt, dass 23 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 17 Mitarbeiter eines Altenheims in Wildeshausen im Landkreis Oldenburg mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert seien, teilte der Landkreis mit. Das Gesundheitsamt habe alle 51 Bewohner und 44 Mitarbeiter getestet, nachdem ein 89-Jähriger mit schweren Vorerkrankungen und Coronavirus-Infektion gestorben sei. Bei allen Erkrankten in der Seniorenresidenz seien bislang milde Verläufe festgestellt worden.  7. April: Vor eineinhalb Wochen waren die stetig steigenden Meldungen von Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus in Alten- und Pflegeheimen noch ganz weit weg. Herborn in Mittelhessen, Würzburg, Essen, Wuppertal und Wolfsburg in Niedersachsen, wo allein 23 Menschen innerhalb von elf Tagen durch Sars-CoV-2 starben. Seit 1. April in einem Altenwohn- und Pflegeheims Haus Schönblick in Bretten. Zwei Bewohner starben zunächst, zudem wurden acht Corona-Infektionen bekannt. Keine 48 Stunden später war die Zahl der Toten in der Einrichtung in dem Brettener Stadtteil Neibsheim auf fünf gestiegen, insgesamt 68 der rund 190 Bewohner sowie 36 Mitarbeiter waren mit Sars-CoV-2 infiziert. 

Der Fasching in Heinsberg

Der Landkreis Heinsberg, NRW, berichtet am 5. März mehr als 100 bestätigte COVID-19-Fälle. Weitere Fälle mit wahrscheinlichem Infektionsort Heinsberg sind auch in anderen Landkreisen NRWs, weiteren Bundesländern und auch dem europäischen Ausland aufgetreten. 


Klinikum Wolfsburg geschlossen 

Ein erstes Klinikum musste geschlossen werden. Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitenden bis auf wenige Ausnahmen keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden zunächst auf umliegende Krankenhäuser verteilt.

… als internationale Risikogebiete nennt das rki

Ägypten: ganzes Land China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) Iran: ganzes Land Italien: ganzes Land Österreich: Bundesland Tirol Spanien: Madrid Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York

Stand 23. März 2020


und die 2. Welle weltweit ab Okt. 20

20.2.21: Auch der Corona-Experte der mexikanischen Regierung ist an Covid-19 erkrankt. »Ich teile öffentlich mit, dass ich Covid-19 habe. Ich hatte in der Nacht erste Symptome, zum Glück sind sie leicht«, schrieb der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Hugo López-Gatell, auf Twitter. »Der Antigen-Test war positiv, jetzt warte ich auf den PCR-Test. Ich arbeite von zu Hause aus und kümmere mich um die Impfstrategie.« Der Epidemiologe ist das öffentliche Gesicht der mexikanischen Corona-Politik. An seiner Strategie wird aber auch immer wieder Kritik laut, beispielsweise wird in Mexiko sehr wenig getestet. Kurz davor sorgten Bilder von López-Gatell beim Strandurlaub für Empörung.

Diagnostik  -  drive-in

Nach den Corona-Testzentren in Stuttgart, Herrenberg (Kreis Böblingen) und Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) folgen nun weitere Landkreise mit Teststationen - zwei davon mit Drive-in-Prinzip.  Ab Montag dem 9. März will das Landratsamt Esslingen mit Corona-Abstrichzentren in Nürtingen und Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) starten - der swr-Link, Don, 5.3.20


die Tests 

Quarks: Wie wird auf das Coronavirus getestet?

Am Anfang der C19-Infektion vervielfältigt sich das Virus im Mund- und Nasenrachenraum. Im Labor kann man in Abstrichen mit Wattestäbchen davon nach dem Virus fahnden, indem man nach dem genetischen Material des Virus in der Probe sucht. Der Test weist mit einer hohen Treffsicherheit ausschließlich das neuartige Virus SARS-CoV-2 nach. Andere Coronaviren kann der spezielle Test nicht nachweisen.  

Antikörpertests sollen in den kommenden Wochen und Monaten zeigen, wie viele Menschen bereits eine Immunität gegen das Coronavirus entwickelt haben. Daraus leiten Wissenschaftler auch die Zahlen für den Durchseuchungsgrad der Bevölkerung ab.  


Viele Unternehmen bieten Schnelltests an. Diese erkennen Infizierte häufig nicht zuverlässig oder können nicht zwischen SARS-CoV-2 und anderen Viren unterscheiden. Infos in der Wissenschaftssendung Quarks.

… und der Verlauf ?

Was uns die Genesenen verraten - Täglich stecken sich Menschen mit dem Coronavirus an. Die allermeisten überstehen die Infektion. Warum wir so wenig über sie erfahren und wann man wirklich immun ist. Eine Analyse von Florian Schumann 5. März 2020, Link zum Artikel bei zeit.de ( - https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-03/covid-19-coronavirus-infektionen-genesung-heilung-ansteckung/komplettansicht  Was uns die Genesenen verraten Täglich stecken sich Menschen mit dem Coronavirus an. Die allermeisten überstehen die Infektion. Warum wir so wenig über sie erfahren und wann man wirklich immun ist. Eine Analyse von Florian Schumann bei zeit.de vom 5. März 2020.

Zahlen 2020-05-02 (Grafik zeit.de)

Feb. 2021: 1200 Einsatzkräfte kontrollieren in Österreich die Ausreise aus Tirol Weil in Tirol die südafrikanische Coronavirus-Variante grassiert, werden die Grenzen des österreichischen Bundeslandes scharf überwacht.

Auch in Tschechien werden drei Landkreise im Grenzgebiet vom Rest des Landes abgeriegelt.

Aufklären ist jetzt auch eine pflegerische Aufgabe

Ein Apotheker schrieb etwas, das auch unsere pflegerische Aufgabe ist:

"Die derzeitige Situation bei Covid-19 ist mit anderen Viruserkrankungen eigentlich nicht zu vergleichen. Ebola war nicht so nah dran, da waren Menschen in gelben Schutzanzügen an Flughäfen - das war hier in Xyz weit weg. Jetzt ist Heinsberg knapp 100 Kilometer entfernt. Panik muss aber auch hier in der Stadt niemand haben. Wir haben derzeit noch keinen bestätigten Covid-19-Fall in der Stadt. Wenn ich die Hamsterkäufe im Supermarkt sehe, dann irritiert mich das. Ich kann die Menschen aufklären. Ihnen raten, sich die Hände mit einer Kernseife zu waschen und sich ausreichend an der frischen Luft zu bewegen. Menschen beruhigen, auch das ist in so einer Phase unser Job."
spiegel.de, protokoll-3/2020-Link
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Prävention

alles was eine Ansteckung mit den Keimen verhindert oder wenigstens etwas vermindert ist eine Vorbeugungsmaßnahme. Das könnte eine Schutzimpfung sein oder das Tragen von Mundschutz-Masken.

Ansteckungsprävention basiert auf der richtigen Annahme, dass jeder und jede möglicherweise/ also potenziell ansteckend sein könnte. Bei dieser Krankheit können auch Personen ohne Symptome die Infektion weitergeben! Und eine einfache OP-Maske verhindert, dass man seine Tröpfchen in die Gegend hustet oder niest. Wer sie trägt, tut seiner Umwelt also einen Gefallen und markiert sich damit keineswegs als Virenträger.

Außerdem reduzieren Masken, besonders diejenigen, die sehr engmaschig sind und dicht abschließen , nachweislich das Ansteckungsrisiko. Der hauptsächliche Infektionsweg ist die Tröpfcheninfektion

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Einzelne Maßnahmen

Social Distancing / Abstand-halten kann so schön sein:



Name dafür in Österreich 🇦🇹 : der kleine Elefant. (dort ja auch nur 1 m)


Der so genannte Mundschutz ist nur eine m n b

(Mund- und Nasenbedeckung oder Alltagsmaske-Maske und bietet keinen echten 100%-Schutz vor Viren.)

Schutz vor einer Infektion am Arbeitsplatz

Den Schutz der Beschäftigten vor einer Infektion am Arbeitsplatz umzusetzen ....

denn nicht überall können sie von zuhause aus (Homeoffice) arbeiten. Und in der Fabrikhalle oder der Verkaufsfläche im Supermarkt gibt es Arbeitsabläufe, die Menschen eng neben einander arbeiten lässt.

Blutgruppe beeinflusst evtl. die Schwere von Covid-19-Verlauf

Ein internationales Forscherteam um den Molekularbiologen Andre Franke (Kiel) hat von seiner Auswertung im "New England Journal of Medicine" berichtet. Demnach haben Menschen mit der (in Deutschland häufigsten) Blutgruppe A ein um knapp 50 Prozent höheres Risiko für einen schweren Infektionsverlauf als solche mit anderen Blutgruppen. Menschen mit Blutgruppe 0 haben der Studie zufolge eine um etwa 50 Prozent geringere Gefahr für einen ernsten Covid-19-Verlauf.

Die Forscher hatten Blutproben von 1610 an Covid-19 erkrankten Intensivpatienten aus sieben Kliniken in Italien und Spanien analysiert. Alle Patienten wurden mit Sauerstoff behandelt oder waren an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Zusätzlich untersuchten die Wissenschaftler Blutproben von 2205 zufällig ausgewählten Männern und Frauen aus denselben Ländern als Kontrollgruppe. Dabei analysierten sie auch das Erbgut dieser Menschen.  Warum das so ist, wurde noch nicht verstanden. 

Covid-19 in der Path

  • Ariana Eunjung Cha: Autopsien: 38 Gehirne, 87 lungen und 42 herzen - was wir daraus gelernt haben. In: The Washington Post vom 1. July 2020
Die einzelnen Untersuchungen kleiner bis mittelgroßer Pat.reihen ergaben überraschende Hinweise auf die frühen massiven Lungenschäden, den Befall von Herz und Hirn der vor allem durch den Sauerstoffmangel geprägt zu sein scheint; ebenfalls der Nieren und der Leber. Die Zellveränderungen ähneln der beim Dengue-Fieber.


Todesarten, Zahl der durch C-19 verursachten Todesfälle

Ausgangssperre im australischen Bundesstaat Victoria 

1.8.20: Angesichts steigender Infektionszahlen haben die Behörden im australischen Bundesstaat Victoria den Katastrophenzustand ausgerufen und eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Zudem dürfe nur noch ein Mensch aus jedem Haushalt einmal am Tag einkaufen gehen. In Melbourne, der Hauptstadt des Bundesstaats, dürfen sich die Menschen nicht mehr als fünf Kilometer von zu Hause entfernen. Es sind die bislang strengsten Kontakt- und Bewegungsbeschränkungen in dem Bundesstaat. Sie sollen für sechs Wochen bis Mitte September gelten. 

17. Okt. 20, Slowenien, Frankreich

Slowenien gibt an diesem Tag das primäre Ziel -Nachverfolgen von Kontakten- auf. Der Anstieg der CoV-Zahlen ist so stark, dass dort nicht mehr alle Kontaktpersonen von Infizierten gesucht werden können. Man will sich stattdessen nun auf Risikogruppen konzentrieren, hieß es am Samstag. Auch Tschechien ist stark betroffen, hier überstieg die Zahl der Neuinfektionen erstmals die Marke von 11.000.

32.427 Neuinfektionen: Nie wurden in Frankreich so viele Menschen positiv auf Corona getestet, wie an diesem Tag (bisher). Vergleiche den Anstieg in D.

covid-19 weltweit

Erstmals seit fünf Monaten keine positiven Tests in Australien
Binnen 24 Stunden wurde laut Gesundheitsminister Greg Hunt in A. niemand positiv auf das Virus getestet. 1.11.20


  • 22.5.21: Der Anteil der südafrikanischen „Variant of Concern“ B.1.351 ist in D von einem auf drei Prozent gestiegen.Der Anteil der zuletzt im Fokus stehenden indischen SARS-CoV-2-Variante hingegen liegt weiterhin bei etwa zwei Prozent und damit relativ gering, wie Daten des Robert Koch-Instituts nahelegen. „Insgesamt ist der Anteil der indischen Variante in Deutschland geringer als in Großbritannien, wo sie aktuell in etwa sechs Prozent der sequenzierten Proben detektiert wird“, heißt es dazu in dem Bericht. In Großbritannien hat der Anteil der indischen Variante in den vergangenen Wochen bekanntlich stark zugenommen. Aktuell wird die in Deutschland am stärksten verbreitete „Variant of Concern“, die britische Variante B.1.1.7, in 87 Prozent der untersuchten positiven Proben gefunden, ihr Anteil ist damit im Vergleich zu den Vorwochen leicht zurückgegangen (RKI-Bericht; online 19. Mai 21).

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ard-tagesschau.de  #faktenfinder

Um die Aussagen mancher Politiker oder anonyme Gerüchte auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und so die fake-news auszusortieren, bietet die
Tagesschau-Redaktion ihren #faktenfinder an. 

Re-Infektionen?

Wiederholt wurde vermutet, dass Erkrankte dadurch gegen eine erneute Infektion immun geworden seien. Dauer dieser Immunität war zunächst unklar. 


  • seltener … Seltener infiziert und weniger ansteckend. Auch Geimpfte können das Coronavirus weitergeben. Aber wie häufig kommt das wirklich vor? Neue Daten verändern die Diskussion über die Rechte Geimpfter. Eine Analyse von  Linda Fischer
Wer geimpft ist, ist höchstwahrscheinlich sicher. Zumindest vor unangenehmen oder gar tödlichen Folgen von Covid-19. Aber können Geimpfte sich auch nicht mehr infizieren und das Virus weitergeben? Diese Frage konnte lange Zeit nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Es fehlten wichtige Daten. Dabei ist die Antwort auf diese Frage für Gesellschaft und Politik sehr wichtig. Schließlich wird immer drängender diskutiert: Sollten Geimpfte und Menschen, die eine Infektion mit dem Coronavirus schon hinter sich haben (Genesene), mehr Freiheiten bekommen? In: Die Zeit, 1.5.21
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Erneute Infektionen mit dem Coronavirus sind bisher selten. Den weltweit ersten bestätigten Fall gab es im August, als ein Mann aus Hongkong nach einem Aufenthalt in Spanien erneut positiv getestet wurde. Seither wurden immer wieder Reinfektionen aus aller Welt gemeldet - in Hongkong, Belgien, Ecuador, Indien und den USA. Als gesichert gelten mindestens 15 Fälle. Das Robert-Koch-Institut überprüft derzeit, Januar, "eine Reihe solcher Meldungen" aus Deutschland, wie es auf Anfrage mitteilt.

Seit Beginn der Pandemie hatten Fachleute immer wieder davor gewarnt, dass eine durchgemachte Infektion mit Sars-CoV-2 nicht zwingend vor einer erneuten Infektion mit dem Virus schützt. Doch solche Reinfektionen verlaufen in der Regel eher milde, da der Körper nach durchgestandener Erstinfektion zumindest über eine Teilimmunität verfügt. Dass erneute Infektionen zum Tod führen, ist außergewöhnlich. Bekannt wurden jedoch bereits zwei weitere Fälle: Im Oktober war eine 89-jährige Niederländerin verstorben, die allerdings durch eine Krebserkrankung immungeschwächt war. Im Dezember verstarb einem Zeitungsbericht zufolge ein 74-jähriger Bewohner eines Altenheims in Israel an Covid-19, nachdem er sich im August erstmals infiziert hatte und zwischendurch dreimal negativ getestet worden war.

Für Aufsehen sorgten zuletzt auch Berichte aus Brasilien über eine Virus-Mutation, die erneute Infektionen ermöglichen könnte. In zwei Fallberichten schildern Wissenschaftler Reinfektionen bei zwei Mitarbeiterinnen im Gesundheitswesen. Besondere Aufmerksamkeit bekommen die beiden Fälle, da die brasilianischen Forscher jeweils bei der zweiten Covid-19-Episode eine Mutation namens E484K im Spike-Protein des Virus fanden. Diese Mutation liegt auch bei der Virusvariante aus Südafrika vor, die besonders ansteckend sein soll. Inwieweit diese Mutation die erneuten Infektionen begünstigt hat, ist jedoch noch unklar.

  • Erstmals ist in Deutschland offenbar ein Patient gestorben, nachdem er sich zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infiziert hat. Der 73-jährige Mann aus Baden-Württemberg hatte sich nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung im April vergangenen Jahres zum ersten Mal mit Sars-CoV-2 angesteckt und das Virus erfolgreich bekämpft. Im Dezember zog er sich den Erreger dann erneut zu, am 11. Januar starb er "an einer Covid-19-Lungenentzündung und Sepsis mit Multiorganversagen", wie das Regierungspräsidium Stuttgart auf Anfrage mitteilte. (Sz, 20.1.21)


Durchbruchsinfektionen

Je länger die Impfung mit Comirnaty® zurückliegt, desto häufiger kommt es zu Durchbruchsinfektionen. Das berichtet im Oktober 2021 ein Team um Dr. Yair Goldberg vom Technion–Israel Institute of Technology in Haifa, Israel.

Langzeit-, Folgeschäden von einer C19-Erkrankung

Noch vollkommen unklar: Sehr verzögerte Rekonvaleszenz, Schädigung innerer Organe, auch des Gehirns werden anhand von Fallgeschichten diskutiert. Mehr zum Thema Folgeschäden von Sars-CoV-2 z B im Spiegel: 19-Jähriger leidet nach Infektion an Diabetes.

………… (Stand 9/20)

www

siehe im Wiki

Beatmungsplätze-intensivbetten-register (divi)

eher nette Anekdote: Coronavirus und Asterix (2016)

Video aus Vietnam
Wie werden Hände richtig gewaschen? Tik Tok. 
… und Norditalien? Zehn Orte stehen unter Quarantäne.
4 Todesfälle. ca. 200 infizierte Personen. Die nordital. Orte Codogno, Castiglione d’Adda, Casalpusterlengo, Fombio, Maleo, Somaglia, Bertonico, Terranova dei Passerini, Castelgerundo und San Fiorano in der Provinz Lodi und Vo’ Euganeo in der Provinz Padua sind unter Quarantäne gestellt worden. NZZ / cts.
Der Seuchenausbruch südlich von Mailand begann im Spital von Codogno. Dort wurde Italiens «Patient 1» behandelt, ohne dass anfänglich irgendein Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion bestand. Entsprechend wurden keine Vorsichtsmassnahmen ergriffen, das Virus sprang auf Angehörige der Belegschaft und auf andere Patienten über. Eine solche Spitalinfektion sei «die unglücklichste mögliche Situation», erklärte Massimo Galli, Chefarzt der Abteilung für Infektionskrankheiten am Spital Sacco von Mailand, gegenüber der Zeitung «Corriere della Sera».
Darum heisst es jetzt für Leute mit Grippesymptomen: daheim bleiben, Notarzt rufen, Test abwarten (ein Rachenabstrich mit Wattestäbchen).
Wer hat «Patient 1» angesteckt? Wie «Patient 1» angesteckt wurde, ist im Übrigen unklar. Zuerst dachte man, ein Rückkehrer aus Schanghai habe ihn angesteckt. Doch hat sich inzwischen herausgestellt, dass dieser angebliche «Patient 0» nicht Träger des Coronavirus ist. Er hat das Virus nicht aus China eingeschleppt, die Infektion hatte nicht bei ihm ihren Ursprung. «Patient 1» war dann drei Wochen lang Träger des Virus, ohne dass die Krankheit bei ihm ausbrach. Er führte ein aktives Sozialleben und steckte etwa 20 Personen an, ohne zu wissen, dass er eine Gefahr für andere darstellte. (Nach NZZ vom 24.2.20 - Andres Wysling, Rom 24.02.20)
Zahlen aus VR China
Vatikan, Kath. Kirche
  • Pope Francis, 83, was seen Wednesday wearing a face covering in public for the first time since the global health crisis emerged, but he took it off before greeting crowds ahead of his sermon at the Apostolic Palace inside Rome’s Vatican. Many of those gathering to see the head of the Roman Catholic Church wore masks and clutched their phones in an attempt to photograph the pontiff, who was seen touching the foreheads of young children and waving to worshipers who stood behind security barriers in the courtyard. The pope was also seen using hand sanitizer, supplied to him by an aide, the Associated Press reported 10.9.20

Medien

Covid-Biografien

Die Namen hinter den Zahlen - Etwa 8.600 Menschen sind in Deutschland bisher an Covid-19 gestorben. Wer waren sie? 15 Geschichten vom Leben

Von Sebastian Kempkens, Charlotte Parnack und Tanja Stelzer. In: DIE ZEIT Nr. 24/2020, 4. Juni 2020 * Link

Lokalzeitungen berichten:

  • RNZ, Pekkip, 4 Wochen lang beatmet

andere, auch Buch

  • Pflegerische Versorgung bei COVID-19. Autorinnen: Sabine Hindrichs, Ulrich Rommel. Vincentz-Verlag, Sept. 2020. ISBN: 9783748604037. Link zu Rezension


Zeitungsartikel aus München, Jan./Feb. 20
Wuhan-Tagebuch
  • Fang Fang (Autorin), Michael Kahn-Ackermann (Übersetzer): Wuhan Diary: Tagebuch aus einer gesperrten Stadt. Deutsche Ausgabe. Hoffmann und Campe, HH, 2020.(Literatur) 352 Seiten. ISBN 978-3-455-01039-8.
Sonst im WWW


Der Name Corona

Corona ist kein korrekter Fachbegriff. Er wird in Deutschland wie eine Abkürzung für die neuartige Infektionskrankheit Covid-19 und/oder nur für deren Virus, den Sars-CoV-2, verwendet.

Schon vor einigen Jahren gab es bereits Erkrankungen durch Coronaviren. Beim ebenfalls aus China stammenden Sars-Virus (Schweres Akutes Atemwegssyndrom) wurden 2002/2003 rund 8.000 Fälle bekannt, etwa 800 Menschen starben. 2012 tauchte in Vorderasien das Mers-Virus (Middle East Respiratory Syndrome) auf. Es ist weniger ansteckend, aber aggressiver: Von rund 2.500 Infizierten bis November 2019 starben knapp 860 - etwa jeder Dritte. Der Covid-19-Erreger, eine Virenart, Sars-CoV-2 ist genetisch sehr eng mit dem Sars-Erreger Sars-CoV verwandt, daher hat er auch von der WHO den sehr ähnlichen Fachnamen erhalten.

Fachbegriffe kurz erklärt

  • Fallzahlen
  • Reproduktionsfaktor Ro unter 1 — die Ansteckungsrate


Robert-Koch-Institut

alter Eintrag 1998 !

Literatur

Selbstverständlich darf man nicht auf dem alten Wissensstand stehen bleiben. Der neue Virus von 2019 unterscheidet sich von den bisher bekannten Coronaviren. Ein veraltetes Beispiel zeigt dieser Pschyrembel-Eintrag von 1998:


Anmerkungen

  1. Autorinnen: Elizabeth J. Williamson, Alex J. Walker, Krishnan Bhaskaran, Seb Bacon, Chris Bates
    These authors jointly supervised this work: Liam Smeeth, Ben Goldacre (bei en:WP)
  2. Link via Spiegel.de
  3. OpenSAFELY: factors associated with COVID-19 death in 17 million patients. Nature 8. Juli 20. Zitat aus der Zusammenfassung: "death was associated with: being male (hazard ratio (HR) 1.59, 95% confidence interval (CI) 1.53–1.65); older age and deprivation (both with a strong gradient); diabetes; severe asthma; and various other medical conditions. Compared with people with white ethnicity, Black and South Asian people were at higher risk even after adjustment for other factors (HR 1.48, 1.30–1.69 and 1.44, 1.32–1.58, respectively)."



Siehe auch:

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