PflegeABC Wiki
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( Foto v. Falk Dezort, 2/2020 )

Covid-19 erstmals in Deutschland in einem Altenpflegeheim

  Nach vier Corona-Infektionen in einem Altenheim in Bad Rappenau (*) verschärften die Behörden am Montagabend die Sicherheitsvorkehrungen. Zunächst  war nur eine Wohngruppe des Hauses unter Quarantäne gestellt worden, um weitere Ansteckungen  zu verhindern. Es ging zunächst also um etwa 20 Menschen. 







Ein 85-jähriger Bewohner,  eine 54-jährige Pflegerin und deren Tochter haben sich bei einem 32-jährigen Pfleger nach dessen Rückkehr aus einem Urlaub in Südtirol und Mailand angesteckt.






Inzwischen wurde die gesamte Einrichtung zur Quarantäne-Zone erklärt, heißt es von der Stadtverwaltung. Es bestehe der Verdacht, dass auch weitere Wohngruppen betroffen sein könnten.   Das bedeutet: Die etwa 60 Bewohner dürfen das Gebäude nicht mehr verlassen. Am Vormittag hatte es zunächst lediglich ein Besuchsverbot gegeben, also dass niemand die Menschen in dem Heim besuchen durfte.  

Die Quarantäne betrifft auch die etwa 50 MitarbeiterInnen der Pflegeeinrichtung, für die eine "erweiterte Quarantäne-Anordnung" gilt: Sie dürfen ihre Privatwohnungen ausschließlich zur Arbeit im Altenpflegeheim verlassen.

Auf dem Weg dorthin und nach Hause dürfen sie lediglich alleine mit dem eigenen Auto unterwegs sein. Auch müssen sie während der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen.  

Die Quarantäne wurde zunächst für die Dauer von 2 Wochen angeordnet

 

(im Reg.bez. Nord-Württemberg, RP Stgt)


Zeitungsberichte — die örtlichen Tageszeitungen :

  • RNZ vom 3.2.20
später - April 2020

29. April: Meldung - Seit Anfang der Epidemie sind laut Landesgesundheitsamt Ba-Wü 160 Covid-19-Ausbrüche in Pflegeheimen verzeichnet worden. Dabei hätten sich fast 2900 BewohnerInnen und PflegerInnen  angesteckt. Rund 420 Menschen – ausschließlich BewohnerInnen – seien gestorben.

Vierter Todesfall in Baden-Württemberg im Zusammenhang mit dem Coronavirus (17.03.2020)

Das Landesgesundheitsamt und das Landratsamt Heilbronn haben das Gesundheitsministerium am heutigen Dienstag (17. März) über einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg informiert. 
Es handelt sich um eine über 80-jährige Bewohnerin eines Pflegeheimes im Landkreis Heilbronn, die zuvor an schweren Grunderkrankungen litt. 
Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Baden-Württemberg auf vier (Landkreise Rems-Murr, Esslingen, Göppingen, Heilbronn).


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  • Geograf. Lage:

  Bad Rappenau, eine kleinere Kurstadt mit einer ganzen Reihe von Kliniken und Pflegeeinrichtungen, liegt nördlich von Stuttgart in Baden-Württemberg. Östlich von Mannheim an der BAB 6 (halbwegs zwi. Mannheim-Heilbronn)




November


Weder das Robert-Koch-Institut (RKI) noch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) oder der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung verfügten im November über ein genaues Bild der Lage in den Heimen. am 26.11. schreibt das der Rechercheverbund_von _NDR,_WDR_und_Süddeutscher_Zeitung


Mai 2020

Das Land Ba-Wü testet alle Heime einmal durch hat die Landesregierung für Alten- und Pflegeheime angekündigt. Man wolle einmalig alle Bewohner und das Personal stationärer Pflegeeinrichtungen auf Sars-CoV-2 testen, heißt es in einem Schreiben des Gesundheitsministeriums an die Einrichtungen.

Man werde alle durchtesten, um einen klaren Stand zu haben, so Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) im SWR. Die Landesregierung hatte zuvor angekündigt, entgegen der offiziellen Richtlinien künftig auch Personen ohne Symptome auf das Virus zu testen und die Kosten dafür zu tragen.

Die Testkapazitäten im Land liegen laut Regierung bei rund 160 000 pro Woche, die zuletzt aber nur zur Hälfte ausgeschöpft wurden.

Ab Montag sollen auch die Ausgangbeschränkungen für BewohnerInnen von Pflegeheimen gelockert werden. Minister Lucha zufolge arbeitet eine Task Force „Langzeitpflege“ auch an einer Lockerung des Besuchsverbots.


In Bayern:

Aichacher Zeitung vom 11.5.20: Tod im Awo-Heim: Angehörige erstattet Anzeige.] (Im Maria-Simon-Seniorenheim der Awo verstarben seit dem 29. März 17 Bewohner, elf davon an Corona, sechs "mit Corona".)


Die Diskussion im Januar 2021

Schützen wir PH-BewohnerInnen zu wenig?

Das Problem sind nicht die "zu vielen Angehörigen" sondern deren mangelhafte Anleitung …


… bei den Besuchen, weil es dafür zuwenig darauf eingerichtetes Personal gibt. Das taucht versteckt unter "Mängel des Hygienekonzepts" in den Diskussionen nur andeutungsweise auf.
Insgesamt gibt es in den Heimen ja eher ein Zuwenig-Besuche - vollkommen unabhängig von der jetzigen Situation. Das liegt an der sozialen Situation der Heimbewohnerinnen.

Es liegt nicht an einer immer wieder behaupteten Abschiebe-Funktion der Heime. In der Anfangsphase (1. Welle) bestand in vielen Heimen objektiv ein Mangel an Einwegmaterial und baulicher Ausstattung. Selbst wenn HL oder PDL oder Mitarbeitende das nutzen wollten. Oft fehlte allerdings auch ein Wille, so etwas nutzen zu wollen.

Die politische Unterstützung bei den Maßnahmen war außerdem extrem lückenhaft.

dazu:

Dort wird auch ein Interview mit Stefan Görres verlinkt. (Sozialwissensch. Pflegeforscher in Bremen)

Im Rastatter Haus Paulus, PH in Gaggenau, 2021

Minister Lucha schilderte noch einmal die Zahlen: Bei dem Ausbruch der Covid-Infektion im Rastatter Haus Paulus, von Kursana GmbH in Berlin betrieben, wurden 52 Senioren infiziert. Von den 13 verstorbenen Senioren waren acht ungeimpft, zwei einmal geimpft, drei Personen zweifach geimpft. Eine Booster-Impfung hatte keiner der Verstorbenen. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs waren in Rastatt 85 Prozent der rund 90 Bewohner grundimmunisiert, aber nur zwei Drittel geboostert.

Ebenso in Gaggenau infizierten sich im Haus Franziskus sechs Senioren, 97 Prozent der Heimbewohner waren damals grundimmunisiert und 76 Prozent schon geboostert. Im Heim leben rund 100 Senioren. Auch der Verstorbene war nach Informationen der Zeitung geboostert. In beiden Heimen hatten sich zudem mehrere Mitarbeiter angesteckt.

Der Leiter des Amts für öffentliche Ordnung im Landratsamt Rastatt, zuständig für die Heimaufsicht, verwies darauf, dass es in drei der bestehenden fünf Wohnbereiche im Haus Paulus in Rastatt eine gute Booster-Quote gegeben habe, in zwei Wohnbereichen, wo der Schwerpunkt des Ausbruchs war, aber nur eine Quote von deutlich unter 50 Prozent.

Das Pflegeheim Wolfsburg

wir trauern um 47 Tote



und so weiter

Während viele Orte Deutschlands bisher von schweren Corona-Ausbrüchen verschont geblieben sind, wütet das Virus in Alten- und Pflegeheimen besonders heftig. Diese Einrichtungen sind bundesweit die wahren Brennpunkte der Pandemie, denn die Alten und oftmals Kranken haben dem Virus wenig entgegenzusetzen. Keine gesellschaftliche Gruppe ist der Krankheit Covid-19 so ausgeliefert wie diese.

Im Wolfsburger Hanns-Lilje-Heim sind 43 der 165 Bewohner gestorben. Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus sind es bereits 22 Tote unter den etwa hundert Bewohnern. Im hessischen Niederaula starben 16 von 160 Bewohnern im örtlichen Kreisaltenheim, und in einem Heim bei Oldenburg sind 41 von 50 Bewohnern infiziert.

Die Heimleitungen sagen allerorts, dass sie überfordert seien

Und woran liegt das? 

Insgesamt sind laut Robert-Koch-Institut bisher fast 1500 Bewohner von Alten- und Pflegeheimen mit einer Corona-Infektion gestorben, das ist annähernd ein Drittel aller Corona-Toten in Deutschland. 

  • Corona in Altenheimen : Die Brennpunkte der Pandemie. SZ vom 22. April 2020
  • Nursing Homes With Safety Problems Deploy Trump-Connected Lobbyists  - 62.000 Tote bis Aug. 20 [https://www.nytimes.com/2020/08/16/business/nursing-home-safety-trump.html?action=click&module=Top%20Stories&pgtype=Homepage Bericht in der NY Times]

Okt. 20, bei Karlsruhe

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Marxzell (Landkreis Karlsruhe) hat sich die Zahl der Infizierten auf 29 erhöht. Ein weiterer Bewohner sei positiv getestet worden, so das Landratsamt Karlsruhe am Montag.  Damit haben sich in dem bislang betroffenen Wohnbereich in der "Albtal-Klinik" bis auf eine Ausnahme alle dort untergebrachten Senioren angesteckt.

Die anderen Wohnbereiche sind den bisherigen Erkenntnissen zufolge weiterhin nicht betroffen. Ein Bewohner sei im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, so das Karlsruher Landratsamt. Die Zahl der infizierten Mitarbeiter lag unverändert bei zehn.

Alle 98 Bewohner sowie die 70 Mitarbeiter werden derzeit getestet.

… und in Vechta

In einem Pflege- und Altenheim haben sich / wurden 31 Bewohner und 19 Pflegekräfte mit C19 infiziert. "Wir haben Infektionen in allen Bereichen, das ist erstaunlich", sagte Landrat Herbert Winkel auf einer Pressekonferenz am Freitag, 2. Okt..

Eine Mitarbeiterin und eine Bewohnerin des Heims St. Hedwig wurden am Mittwoch (30.9.) bereits positiv auf das Coronavirus getestet, laut Winkel, worauf ein Besuchsverbot und eine Quarantäne angeordnet wurden. Trotz dieser Maßnahmen verbreitet sich das Virus in der Einrichtung weiter aus. "Wir wissen nicht, wie das Virus ins Heim gekommen ist", so Winkel gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die Einrichtung ist in drei Bereiche aufgeteilt, in allen sei es zu Infektionen gekommen. „Es sind Mitarbeiterinnen in der Nacht, in der Aufnahme, in den drei Bereichen und so genannte Altersbegleiter infiziert"

Zum Vergleich die Zahlen in den USA

Wir sprechen hier von über 57 000 Toten! (Stand Anfang Juli 2020) Dabei machen diese Personen in Pflegeheimen bei den Infiziertenzahlen nur 9 Prozent aus. Was davon liegt an der Multimorbidität und was an den Mängeln der Schutzmaßnahmen? Was an unterlassener medizinischer Versorgung / Therapieansätzen (care)?
At least 57,000 residents and workers have died from the coronavirus at nursing homes.
20 und mehr C-19-Todesfälle in US-Nursing Homes

Oktober 2020

Im Oktober kam es in mehreren Pflegeheimen in Baden-Württemberg zu größeren Coronavirus-Ausbrüchen, unter anderem in Mössingen (Kreis Tübingen), Laichingen (Alb-Donau-Kreis), Bammental (Rhein-Neckar-Kreis), Heidelberg (mind. drei Todesfälle) oder Marxzell (Kreis Karlsruhe). Auch mit Todesfällen.

28. Oktober 2020 Coronavirus-Ausbruch in Herzogenrath : Seniorenheim mit 34 Infizierten und drei Todesfällen. 28.10.20 Bei: https://www.aachener-nachrichten.de/lokales

… ein Bericht

Im ersten Moment waren wir natürlich schockiert. Das doch bei uns. Das muss jede/jeder erst einmal verarbeiten. Wir gingen rasch an die Arbeit und organisierten uns. Die Notfallplanung, die wir im Vorfeld festgelegt hatten, war sehr hilfreich. Sie musste aber an die Situation angepasst werden. Die Theorie auf dem Papier und die Realität, die täglichen Abläufe sind doch nicht immer gleich.

Die Einrichtung war binnen eines Tages umstrukturiert, und wir hatten im Haus eine Corona-Station mit 19 Betten eingerichtet. Die Station war völlig autark und vom Rest des Hauses abgeschottet, inklusive separater Eingänge, Hygieneschleusen, Umkleiden und mehr.

Wir haben es alle so erlebt, dass wir uns absolut auf einander verlassen konnten. Bei der Umsetzung des Notfallkonzepts haben alle mit angepackt, ob aus der Beschäftigung, Reinigung, Pflege, Haustechnik oder Küche. Jeder war engagiert und äußerst hilfsbereit.

Es war eine äußerst aufreibende Zeit. Pflege, Trauer/Seelsorge/psychische Unterstützung, dazwischen Reihentestungen, ein stark erhöhtes Dokumentationsaufkommen. Die Gespräche mit Ämtern, Angehörigen sowie Ärzten forderten Zeit und ständiges Umschalten. Die Einhaltung der Hygienerichtlinien.

Auch wenn sich ein Großteil der Angehörigen kooperativ und bemüht verhält, haben wir in Einzelfällen immer wieder mit absolutem Unverständnis für unsere restriktiven Besuchsregelungen zu tun gehabt. Teilweise setzen sich Angehörige ohne Rücksicht über das Versuchsverbot hinweg – auch das haben wir schon erlebt.


Und schließlich: wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler, evtl. auch uns. Wir überprüfen zum Beispiel, ob wir -nach der Einweisung durch einen Arzt- dann die Tests immer fachgerecht ausgeführt haben.

Hinzu kam die Ungewissheit bei ausstehenden Tests, die mitunter ca. eine Woche auf sich warten ließen. Die Mitarbeiter sind insgesamt immer wieder über ihre Grenzen hinausgegangen. Auch einige KollegInnen befanden sich in Quarantäne. Mehrarbeit, Doppelschichten, einspringen – das alles war selbstverständlich. Am Ende jedes Tages waren alle erschöpft, und trotzdem stand jedEr am nächsten Tag wieder pünktlich auf der Matte. 

Schlagzeile am 9. Jan. 2021

November 2020

4.11.: Im Pflegeheim St. Monika in Stuttgart (größtes Heim in S) haben sich 18 Bewohner und 16 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Sieben Bewohner befinden sich im Krankenhaus, teilte die Caritas mit. (Sankt Monika Pflegeheim, Caritasverband für Stuttgart e.V.) 40 Mitarbeiter deshalb in Quarantäne. Eine Bewohnerin ist verstorben.

10.11: Im Alten- und Pflegeheim "Haus Don Bosco" in Konstanz sind 21 Bewohnerinnen und Bewohner (von 57) sowie zwölf Pflegekräfte mit Corona infiziert. swr-Meldung am 10. Nov. 20

90 Corona-Fälle + 4 bzw. am Ende des Ausbruchs 16 Tote in einem Seniorenheim

Großer Covid-19-Ausbruch im Altenpflegeheim im Nordwesten von BaWü – Zwei Bewohner starben in Klinik – Dutzende Testergebnisse standen zunächst noch aus ……


Es ist der bisher größte Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim der dicht besiedelten Region. Im Neckargemünder Hof … darunter seien 73 BewohnerInnen und 17 MitarbeiterInnen, wobei noch neun Testergebnisse ausständen. … 4 Tote in Klinik - Derzeit sind 7 der positiv getesteten Bewohner im Krankenhaus … Von 91 Senioren sind letztlich 16 infizierte Bewohnerinnen verstorben. Über den „Patient 0“ dieses Ausbruchs gibt es keine Klarheit. Evtl. war es ja auch ein Mitarbeitender.

Seit 16.12. sind wieder Besuche möglich, von anfangs 73 positiv getesteten Bewohnern gelten nur noch fünf als infiziert. Nach zwischenzeitlich 19 Fällen beim Personal seien nun alle wieder im Einsatz. 14 sind ohne Symptome.


Zur Zahl der Besuche: Die Angehörigen der anderen können seit 14.12. jetzt immer montags und donnerstags für einen Schnelltest zu uns kommen“, sagte die Geschäftsführerin weiter. In dieser ersten Woche der Rückkehr zur „Normalität“ hätten 23 Angehörige dieses Angebot genutzt, alle seien negativ getestet worden. Dies berechtige sie nun innerhalb der nächsten Tage dazu, ihre Verwandten endlich wieder zu besuchen. Sieben BesucherInnen waren bisher da.

Kontakte im PH ermöglichen - ist auch anders machbar

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Symbiolfoto  von: AdobeStock/Michael Peschetnikow


Person im Bett telefoniert mit Videotelefonie (zB facetime)


Heim bei Osnabrück

Testung am 2. Feb. 21 7.: (dpa) - In einem Alten- und Pflegeheim in Belm im Landkreis Osnabrück hat es nach einer zweiten Impfung einen Ausbruch der britischen Corona-Variante gegeben. Bei 14 Senioren sei das Virus B.1.1.7. nachgewiesen worden - Alle Bewohner waren am 25. Januar zum zweiten Mal geimpft worden seien, teilte der Landkreis am Sonntag mit. Das Heim, alle Mitarbeiter und deren Familien wurden unter Quarantäne gestellt. Bisher gebe es nur asymptomatische oder leichte Verläufe der Erkrankung bei den Bewohnern, was eine positive Wirkung der Impfung sein könne, sagte der Pressesprecher des Landkreises Osnabrück, Burkhard Riepenhoff, mit Verweis auf Angaben des zuständigen Amtsarztes. Geimpft worden sei mit dem Produkt von Biontech/Pfizer. Wann und bei wem sich die Bewohner genau infiziert haben, sei unklar. Aufgefallen sei der positive Befund bei den täglichen Schnelltests von Mitarbeiterinnen am 2. Februar. Bei einer kompletten Testung auch der Bewohner und der Typisierung der Viren seien dann in 14 Fällen die britischen Variante zum Ende der vergangenen Woche nachgewiesen worden.

Todeszahlen in der zweiten Welle

Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes sind in Baden-Württemberg von September bis Mitte Februar 2.287 Menschen bei Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen an oder mit Covid-19 gestorben. Der Anteil von Pflegeheimbewohnern an allen in dieser Zeit im Zusammenhang mit Corona Verstorbenen beträgt damit knapp 40 Prozent.

Ein Sprecher des Sozialministerium erklärte dazu vorab, es sei generell schwierig, grundlegende Zusammenhänge zwischen einzelnen Maßnahmen und dem generellen Infektionsgeschehen in Alten- und Pflegeheimen herzustellen. Alles in allem sei der Schutz in den Alten- und Pflegeheimen aber konsequent aufrecht erhalten worden. Der Zutritt von Besuchern und externen Personen zu stationären Einrichtungen sei nur nach vorherigem negativem Antigentest und mit einer FFP2-Maske zulässig.


Berichte

siehe den Link zum Artikel

  • Dr. Sarah Fischer und Dr. Daniel Englisch arbeiten als Ärzte auf Intensivstationen - sie im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus in Speyer, er im Klinikum Ludwigsburg. Sie berichten vom Jahreswechsel 20/21.]

ak.


  • Willi Haentjes in der Bild-Zeitung veröffentlicht am 09.01.2021 - 09:44 Uhr Dieser Text ist nicht aus Trauer entstanden, sondern aus Wut. Mein Onkel Peter wurde … Link


Pflegeheim im US-Bundesstaat Kentucky

Eine weitere, ebenfalls am Mittwoch veröffentlichte Studie der CDCuntersuchte die Situation in 78 Pflegeeinrichtungen in Chicago. Von 627 Corona-Infektionen waren es nur 22 mit vollem Impfschutz. Von den Geimpften entwickelte nur ein Drittel Symptome. Dennoch kamen zwei der infizierten Bewohner ins Krankenhaus, einer starb. Die Studie zeigt laut CDC, wie wichtig es sei, unabhängig von den Impfungen Hygienemaßnahmen und Coronatests in Pflegeheimen aufrechtzuerhalten.

Siehe auch

www

Dezember 2020:

  • RNZ, jan 22: Wurden die Heimbewohner verunsichert? Sozialausschuss des Landtags befasste sich mit Corona-Todesfällen in Pflegeheimen im Kreis Rastatt – Impfquote sehr unterschiedlich.
  • Jan. 2022, HH-Harvestehude: Omikron im Altenheim: »Hier im Haus herrscht Totenstille« Eine Spiegel-Videoreportage von Benjamin Braden, Martin Jäschke und Eckhard Klein. Werbung und 7 Min. (48 von 150 PH in Hamburg sind zur Zeit von C-19- und Omicron-Infektionen betroffen)
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