PflegeABC Wiki
Advertisement


der / die / das Demografie (richtig: die D. oder: Demographie) ....

Die Demografie, das sind die Zahlen über die Bevölkerungszusammensetzung. Werden Prognosen über die Zukunft angestellt, spricht man auch von der demografischen Entwicklung der Bevölkerung.


Ende 2017 waren 17,7 Millionen Menschen in Deutschland 65 Jahre alt oder älter. Das ist mehr als jeder Fünfte. Und es werden mehr – eine Berechnung des Statistischen Bundesamtes geht davon aus, dass der Anteil der Senioren im Jahr 2060 bei 31 Prozent liegen wird – das wäre fast jeder Dritte.


Die Schreckensmeldungen dazu lauten etwa: Deutschland stirbt aus. Die Alten vermehren sich. Die Jungen werden immer weniger. Oder quasi in entgegengesetzte Richtung: "Deutschland wird überschwemmt … " (ein fremdenfeindlicher Spruch)


Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gibt es viele Landstriche, in denen der Anteil der Über-60jährigen Personen an der Gesamtbevölkerung bis 2030 um deutlich mehr als 25 Prozent ansteigt. .... Denn dort ist deren Anteil bisher relativ niedrig. Dagegen wird in den Teilen Sachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts, wo der Anteil der Älteren heute schon sehr hoch ist, der Anstieg weniger stark ausfallen. ....

Z. B. werden 2030 etwa in Münster 34,7 Prozent der Menschen über 60 sein (+44,1 Prozent), in Augsburg 33,7 Prozent (+35,9 Prozent), in Trier 35,8 Prozent (+35,1 Prozent).

Den geringsten Anstieg erwarten die Experten für Hamburg (auf 28 Prozent) und die Region München (auf 28,9 Prozent).


Parallel zu der relativen Alterung der Gesellschaft schrumpft Deutschlands Wohnbevölkerung in geringem Maß noch weiter.

(Zahlen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag)


Diese Seite braucht Informationen. 
Du kannst uns helfen, indem du einen Satz oder ein Bild einfügst!



Für weitere Informationen siehe evtl. 

  • bei Wikipedia den Artikel Demografie — dazu hier eine Kurzfassung

Weniger Jugendliche

Es gibt gleichzeitig immer weniger Jugendliche in Deutschland. Bei Zwei-Kind-Familien kann man inzwischen schon fast von einer kinderreichen Familie sprechen.


Wie heißt es so schön falsch und doch zugleich im Kern richtig:

Die Alten vermehren sich und die Jungen nehmen ab


Beispiele

Bericht aus Stuttgart, 29. Januar 2018

Jüngste Bevölkerung in Heidelberg (40,1), älteste lebt in Baden-Baden

Baden-Württemberg: Einwohner waren Ende 2016 im Schnitt rund 43  Jahre alt Die Bevölkerung Baden-Württembergs war nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Ende des Jahres 2016 im Durchschnitt 43,3  Jahre alt. Damit ist das Durchschnittsalter gegenüber 1970 um mehr als acht  Jahre angestiegen. Dagegen hat sich diese Kenngröße in den letzten Jahren aufgrund der starken Zuwanderung insbesondere von jüngeren Menschen nicht mehr weiter erhöht.

Zwischen den 44  Stadt- und Landkreisen des Landes zeigen sich bezüglich der Altersstruktur der Bevölkerung deutliche Unterschiede. Heidelberg wies zuletzt mit durchschnittlich 40,1  Jahren die jüngste Bevölkerung auf, was sicherlich vor allem auf den hohen Anteil von Studierenden zurückzuführen ist. Am ältesten ist die Bevölkerung in Baden-Baden mit im Schnitt 47,4  Jahren.

Werden die 1 101  Gemeinden des Landes betrachtet, sind die Unterschiede noch größer: In immerhin fünf ausschließlich kleineren Kommunen liegt das Durchschnittsalter bei unter 39  Jahren. Die landesweit jüngste Bevölkerung lebt in Bubsheim im Landkreis Tuttlingen (38,4 Jahre). Es folgen Riedhausen sowie Horgenzell im Landkreis Ravensburg, Allmannsweiler im Landkreis Biberach sowie Wörnersberg im Landkreis Freudenstadt.

Auf der anderen Seite wird das hohe Durchschnittsalter der Bevölkerung in der Stadt Baden-Baden noch von 18 überwiegend kleineren Kommunen übertroffen. Am höchsten lag es zuletzt im Erholungsort Ibach, der kleinsten Gemeinde im Landkreis Waldshut, mit 52,2 Jahren, gefolgt von Untermarchtal mit 51,2 Jahren (Alb-Donau-Kreis); das Ergebnis Untermarchtals wird sicherlich ganz entscheidend von den dort ansässigen Klosterbewohnern bestimmt. Am dritt- bzw. viertältesten ist die Bevölkerung in dem vom Kurbetrieb geprägten Badenweiler (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) und in der Exklave Büsingen am Hochrhein (Landkreis Konstanz).

Die Gründe für das regional sehr unterschiedliche Durchschnittsalter der Bevölkerung sind vielfältig. Neben den bereits genannten Sondereinflüssen wie ein hoher Studentenanteil, der Sitz eines Klosters oder die Prägung einer Kommune durch einen Kurbetrieb, wird die Altersstruktur der Bevölkerung insbesondere durch die Höhe der Geburtenrate bestimmt, aber auch dadurch, ob in den vergangenen Jahren viele Familien mit Kindern zu- oder weggezogen sind.

Der News-Dienst - Demografische Forschung aus Erster Hand

Auf der Homepage http://www.demografische-forschung.org/ zu finden. Themen z. B. der Ausgabe 4/2015 sind:

  • Rückgang bei Demenzerkrankungen
    • Die relative Häufigkeit der Demenzerkrankungen nimmt bei älteren Frauen jährlich um zwei Prozent ab.
    • Es werden zwei verschiedene Zahlen betrachtet: 1,4 Millionen demenzkranke Menschen gab es 2010 in Deutschland. Mit der steigenden Lebenserwartung könnte

sich diese Zahl in den nächsten 40 Jahren verdoppeln oder sogar verdreifachen. Genauer weiß man es eigentlich nicht.

Doch es gibt noch eine andere Zahl: Während die absoluten Zahlen Älterer steigen, geht der Anteil der Demenzkranken vor allem in der Altersgruppe der 75- bis 84-jährigen Frauen zurück

Demografischer Übergang

Als Demografischer Übergang' (englisch demographic transition oder demografische Transformation) wird ein typischer Verlauf der Bevölkerungsentwicklung von Staaten bzw. Gesellschaften in mehreren Phasen beschrieben: dabei sinkt zuerst die Sterberate und dann zeitlich versetzt die Geburtenrate.

Das Modell des demografischen Übergangs ist im wissenschaftlichen Sinn keine Theorie, sondern eine modellhafte Beschreibung der konkreten Bevölkerungsentwicklung in einem historischen Kontext. Es geht auf erste Ansätze von Warren S. Thompson (1929) und Frank W. Notestein (1945) zurück, später wurde es von anderen Autoren aufgegriffen und verfeinert. Das Modell hat Anwendung gefunden:

  • zur idealtypischen Beschreibung der Veränderungen von Mortalität und Fertilität in den westlichen Industrieländern (vor allem England und Schweden),
  • zur Typisierung verschiedener Länder hinsichtlich ihres Standes in der demografischen Entwicklung und
  • bei der Untersuchung der Ursachen des Transformationsprozesses

Demografischer Wandel

Im Gegensatz dazu kann der Begriff demografischer Wandel auf jede beliebige Veränderung der Bevölkerungsstruktur / in der demografischen Entwicklung eines Landes angewendet werden. Hier könnte man als Beispiele Japan und Deutschland nennen. Dort sinkt die Sterberate aufgrund u.a. des hohen medizinischen Standards genauso wie die Geburtenrate, dadurch sinkt die Einwohnerzahl und altert die Bevölkerung (das Durchschnittsalter in der Bevölkerung). Die Ursachen für beide Vorgänge können verschiedene Ursachen sein.

Statistik, das Medianalter

Nach einer neuen statistischen Analyse wird die deutsche Bevölkerung bis zum Jahr 2043 älter und dann wieder jünger. Das sogenannte Medianalter, das die Bevölkerung in eine jüngere und eine ältere Hälfte teilt, liegt demnach 2043 bei 46,5 Jahren. Bis 2098 soll das Medianalter dann auf 40,1 Jahre sinken.

Die Umkehr der Altersentwicklung liegt Experten zufolge auch daran, dass Menschen der geburtenstarken Jahrgänge aus den 1960er Jahren sterben (Wirtschaftswunderkinder) und somit aus der Statistik fallen.

Das Medianalter wird von Statistikern genutzt, um das Altern einer Gesellschaft zu beschreiben. Üblicherweise gelten Menschen ab einem Alter von 65 Jahren statistisch gesehen als alt. Allerdings steigt in vielen Ländern seit Jahrzehnten die Lebenserwartung an. Deshalb werden inzwischen Personen als alt definiert, die in ihrem Land noch eine durchschnittliche Lebenserwartung von 15 Jahren oder weniger haben. (Nach dieser Vorgabe galten 2013 Frauen und Männer in Deutschland als alt, wenn sie ein Alter von mindestens 72 Jahren erreicht hatten.)

Andere Medien, Weblinks

Erwerbstätigkeit im Alter und Armut

Der Anteil der arbeitenden Senioren ist bis 2017 deutlich gestiegen. Aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes geht hervor, dass 16,1 Prozent der 65- bis 69-Jährigen erwerbstätig waren. Vor zehn Jahren waren es lediglich 7,1 Prozent – also weniger als die Hälfte.

Zahl der Pflegebedürftigen in Zukunft

  • Simulation bis 2035 Die Entwicklung der Pflegefallzahlen in den Bundesländern. (Die Bevölkerungsalterung lässt einen weiteren Anstieg der Pflegefallzahlen erwarten: Wird allein die Auswirkung des demografischen Wandels auf die Pflegefallzahlen simuliert, nimmt die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2035 auf gut vier Millionen zu. Von SUSANNA KOCHSKÄMPER · IW-REPORT · 10. Sept. 2018    

Zeitungsberichte, Grafiken, Bilder

  • Heike Buchter: Kollaps im Hinterland - Demografie - Die Lebenserwartung in den USA sinkt. Eine Analyse. Die Zeit Nr. 10/2017, S. 31
  • [https://www.statistik-bw.de/BevoelkGebiet/GeburtSterben/01065234.tab?R=LA Gestorbene seit 1975 nach Altersgruppen und Geschlecht.] LA f Stat BaWü


Siehe auch


Weltbevölkerung


Zitat-Hinweise: Der evtl. entsprechende Pflegewiki.de-Vs.2-Artikel Demografie gehört zu den vielen Artikeln, die von den ursprünglichen Autorinnen bzw. CoautorInnen auf jener Seite nicht bearbeitet werden können. Der Artikel ist in der Folge seit 2010leider praktisch unverändert.
Evtl. InteressentInnen wenden sich bitte an den für jene Seite nur presserechtlich verantwortlichen Verein "für freie Information in der Pflege" (nicht für alle AutorInnen).  

Hier auf dieser Wikia-Seite ist nach Anmeldung immer eine Mitarbeit möglich.

Advertisement