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( Stand: ca. Febr. 2022‎ - maßgeblich ist die jeweilige Quellenangabe )


Eine höhere Letalität und lange Beatmungsdauer sind bei COVID-19 ein wichtiger Unterschied zur Grippe & Co. Aufgrund des höheren Anteils beatmungspflichtiger Patienten und der langen Beatmungsdauer muss man sich auf eine höhere Zahl von Beatmungsplätzen einstellen, als dies selbst bei einer angenommenen gleichen Anzahl schwerer Erkrankungen während einer Grippewelle vergangener Saisons erforderlich war.

(Link)


… aber schreib mich nicht auf die Liste deiner Kontakte …

Was ist eine Dunkelziffer ? Das Beispiel oben ist ein Originalzitat aus meiner Familie. Das berichtet mir heute am Telefon eine Nichte, die nach leichten Symptomen positiv getestet worden ist. Der Originalton stammt aus mehreren Telefongesprächen mit ihren Freundinnen/Freunden, denen sie berichtet, dass sie positiv getestet wurde, nachdem sie ja auch sie in den letzten Tagen getroffen hatte.

( j a, auf eure nächste Frage - und dann? Ja, sie hat sie nicht auf die Liste geschrieben.)

heute hat Wieler vom RKI übrigens in der Pressekonferenz berichtet, dass sie mittlerweile von einem Dunkelziffer-Faktor x4 oder x5 zu den Positiv-Getestetenzahlen ausgehen.

Wisst ihr, wie es dazu kommen kann? Was ist schon eine Dunkelziffer? Warum ist die Verbreitung des Virus nach dem Sommer 2020 auch eine Folge solcher Dunkelziffern?


Das mühsame Geschäft: erklären, erklären …

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und im Feb./März 2022 - werden heiß diskutiert. Welche Vorsichts-Maßnahmen brauchen wir jetzt in D nicht mehr?

Brauchen wir die Masken nicht mehr? Was kann ohne Risiko entfallen? Was ist damit gemeint? Hier eine Auswahl:




Verlaufsformen, Phasen

Welche möglichen Krankheitsverläufe bei der neuen Krankheit COVID-19 << Link   gibt es, vom ersten Kontakt mit dem Virus bis hin zu Genesung oder Tod? Ein knappster Überblick

Phase eins: Die Infektion

Phase zwei: Der Beginn der Erkrankung (nach 5, 6 Tagen; Erste C19-Symptome)

Phase drei: evtl. Lungenentzündung - Die Zeit der Entscheidung (nach weiteren 4 Tagen)

Phase vier: Die Genesung (nach Schweregrad der Ph. 3 ein bis drei Wochen; bzw. evtl. Spätfolgen, Langzeitfolgen)

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>>> grafik

Auffällige Unterschiede in der Symptomatik (NYT vom 20.1020)

Die Kurvenhöhe abflachen

Zunächst für Leute, die English können, der Hinweis auf einige anschauliche bewegliche Bilder, bei der washingtonpost.com, zum künftigen Verlauf je nach Umfang der Präventionsmaßnahmen:

Welchen Effekt die Eingriffe in unser Sozialleben auf die Verbreitung des Virus haben könnten, das kann jeder Interessierte zum Bspl. mit einem Simulator im Internet selbst ausprobieren. Entwickelt haben das Programm die Epidemiologen Martin Eichner (Uni Tübingen und Epimos GmbH) und Markus Schwehm (ExploSYS GmbH) zusammen mit Gesundheitsbehörden in Baden-Württemberg. Es basiert auf einem klassischen Modellansatz zur Beschreibung der Ausbreitung ansteckender Krankheiten. Im Simulator lassen sich verschiedene Parameter einstellen, neben der Größe der simulierten Bevölkerung zum Beispiel auch die Anzahl der eingeschleppten Fälle und – besonders wichtig - der Faktor, wie viele Gesunde ein an Covid-19 Erkrankter infizieren kann. Außerdem lässt sich das Ausmaß der für alle Menschen geltenden Social-Distancing-Maßnahmen in der Gesellschaft ebenso wählen wie die Effektivität der Isolation von Kranken. Spielt man damit verschiedene Szenarien durch, zeigt sich: wenn die Reduktion von Kontakten zu schnell endet, zum Beispiel schon nach 30 Tagen, wird der Beginn der Epidemie eigentlich nur etwas nach hinten verschoben. Sie folgt trotzdem.

  • covidsim.eu

Mit, en: Flatten the Curve, sind die Einschränkungen des Alltags-Lebens gemeint, die helfen sollen, die Anstiegs-Kurve der neu Erkrankten „abzuflachen“. Sonst würde ohne Schutzmaßnahmen die Zahl der Infektionen rasant hoch ansteigen.


  •  Verdoppelungszeit - z Bspl die Zahl der Toten  (BRD zuletzt in 13 Tagen - das war die Zahl am 24. Apr 20)
zum Bspl die Zahl der Infizierten (in der BRD seit Beginn zuletzt auf 155.596 bestätigte Infektionen - dabei verdoppelte sich diese Zahl zuletzt in 23 Tagen)
An dieser Zahl lässt sich (nur) in der Anfangszeit einer Epidemie erkennen, wie aggressiv der Krankheitserreger in der Bevölkerung wirkt beziehungsweise ob Präventionsmaßnahmen bereits zu einer Verlangsamung der Verbreitung geführt haben.



Ein Wörterbuch für einige wichtige Fachbegriffe (Terminologie) in der Epidemiologie am Beispiel der Covid-19-Epidemie in D im Jahr 2020




Ansteckung - Infektionskrankheit 

Von einem Krankheitsausbruch spricht man im Allgemeinen, wenn die Anzahl von Personen mit einer bestimmten Infektions­krankheit in einer bestimmten Region und/oder einem bestimmten Zeitraum die erwartete Anzahl dieser Erkrankungen übersteigt. Wie viele Erkrankungen in einer bestimmten Region oder in einem bestimmten Zeitraum "normaler­weise" zu erwarten sind, kann über die regel­mäßige Erfassung und Überwachung (Surveillance) von meldepflichtigen Infektions­krankheiten ermittelt werden.  

Zeitgleich auftretende Erkrankungen können einem Krankheits­ausbruch zugeordnet werden, wenn zum Beispiel mehrere Personen gemeinsam an einer Veranstaltung mit Verköstigung teilgenommen oder in einem Restaurant gegessen haben und anschließend etwa zeitgleich erkrankt sind. 

Seit 2001 wurde die Erfassung von Ausbrüchen in Deutschland zunehmend in den regulären Übermittlungsweg der Meldedaten vom Gesundheitsamt zum Robert Koch-Institut (RKI) integriert. Das Infektionsschutz­gesetz (IfSG) sieht in § 6 vor, dass z.B.Lebensmittel­vergiftungen oder infektiöse Gastro­enteritiden gemeldet werden, wenn bei zwei oder mehr Personen mit einer gleichartigen Erkrankung eine gemeinsame Ursache wahrscheinlich ist oder vermutet wird. Damit stehen Ausbruchs­daten im Rahmen der Überwachung meldepflichtiger Krank­heiten bundesweit zur Verfügung. 

Dem RKI werden jährlich ca. 10.000 Ausbrüche übermittelt. Bei der Mehrzahl der übermittelten Ausbrüche sind weniger als fünf Personen betroffen. 

Ansteckung: Als Wissenschaftler 2020 die Anfänge der Covid-19-Epidemie verfolgten, konnten sie recht schnell einen Schluss ziehen: Jeder Mensch, der mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert ist, steckt durchschnittlich etwa zwei bis drei andere Menschen an. Diese Größe heißt Basisreproduktionszahl - R0

Ist R0 größer als eins, wird sich der Erreger immer stärker ausbreiten. Ist die Zahl genau eins, wird die Zahl von Infizierten im Verlauf der Epidemie konstant bleiben. Erst wenn R0 kleiner eins ist, ebbt der Ausbruch ab. Ziel aller Maßnahmen im Kampf gegen jede Epidemie/Pandemie ist es, R0 unter den Zahlenwert eins zu drücken. Im Moment passiert das hauptsächlich durch den Versuch, Kontakte zwischen Menschen einzuschränken, so dass ein Erkrankter (durchschnittlich) gar nicht erst die Chance hat, auf zwei bis drei neue Opfer zu treffen.

Auf längere Sicht passiert dies auch von allein, sofern immer mehr Menschen nach einer Erkrankung immun sind und der Anteil der Immunen in der Bevölkerung wächst (was allerdings im Fall von Covid-19 noch nicht ganz klar ist). Dann findet das Virus immer weniger Menschen, in deren Körpern es sich vermehren kann, und die Neuinfektionen nehmen ab. Eine einfache Formel ergibt, wie groß diese so genannte Herdenimmunität  in der Bevölkerung sein muss und somit die Ansteckungen sinken: (R0 minus 1)/R0 (Rechenformel). Für Covid-19 heißt dies: Erst wenn mindestens zwischen 50 und 66 Prozent aller Menschen infiziert sind, ebbt der Ausbruch zwangsläufig von alleine ab. Die Keime finden in ihrer Umgebung (der Herde) keine Opfer mehr, die noch nicht immun sind. Die Herdenimmunität kann auch durch Impfungen erreicht werden, sofern es einen Impfstoff gibt. Sie hält an, solange keine ungeschützten Menschen durch Geburten oder Zuwanderung in diese Bevölkerung kommen.


Die Reproduktionszahl R beziffert, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt, wenn es bis dahin noch keinen Schutz vor dem Virus gibt, etwa in Form von Abstandsregeln, Immunität oder durch einen Impfstoff.

Bei Sars-CoV-2 liegt diese Reproduktionszahl zwischen zwei und drei. Statistisch gesehen gibt demnach jeder Infizierte das Virus an zwei bis drei andere Menschen weiter, wenn z. Bspl. nicht einmal Kontaktbeschränkungen existieren. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Durchschnittszahl. Einzelne Personen wirken anscheinend auch als Superspreader. Dies versucht der Dispersionsfaktor oder Streuparameter k zu erfassen. Er beschreibt, wie stark sich eine Krankheit an einem bestimmten Ort häuft und somit, wie stark die Zahl der Menschen variiert, die eine infizierte Person ansteckt. 

Fallzahlen 

Warum es verschiedene Fallzahlen zu einem Zeitpunkt gibt, liegt an den unterschiedlichen Vergleichs-Zeitpunkten, der Meldekette zwischen den Gesundheitsämtern und den Redaktionen bzw. dem RKI. Dessen Hinweise dazu folgen hier: Fallzahlen in Deutschland - Die RKI-Tabelle wird montags bis freitags aktualisiert. Die aktuellen COVID-19-Meldedaten nach Bundesland und bis auf Kreisebene sind täglich, auch am Wochenende, dem Dashboard zu entnehmen.

Die "Differenz zum Vortag" bezieht sich auf Fälle, die dem RKI am Vortag übermittelt worden sind (bis 0.00 Uhr), diese Fälle wurden am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen beim Gesundheitsamt elektronisch erfasst.

Bei den "Fällen in den letzten 7 Tagen" und der "7-Tage-Inzidenz" liegt das Meldedatum beim Gesundheitsamt zugrunde, also das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat (also nicht das Datum, an dem ein Fall ins RKI übermittelt wird).

"Todesfälle" ist die Zahl, wie sie dem RKI übermittelt wurde, die Differenz der Todesfälle zum Vortag ist im Dashboard unter corona.rki.de veröffentlicht.

Außerdem stellt das RKI arbeitstäglich eine Gesamtübersicht der pro Tag ans RKI übermittelten Fälle und Todesfälle sowie die 7-Tage-Inzidenzen auf Kreisebene im Excelformat zur Verfügung. [1]

* Reproduktionsfaktor Ro unter 1  — die Ansteckungsrate - als ein Mittelwert

  Verdopplungszeit - die Zahl - in Tagen - ist ein wichtiges Maß für den Wachstumsprozess einer Epidemie. Sie gibt an, vor wie vielen Tagen die Zahl der bestätigten Fälle halb so hoch war wie aktuell. Je höher der Wert, desto langsamer war die Ausbreitung.

Sie sagt aber nicht, wie sich das Virus in den nächsten Tagen verbreiten wird. Wann es doppelt so viele Fälle geben wird, sagt der Wert nämlich nicht. Er beschreibt einmalig nur die vergangene Entwicklung - für eine Hochrechnung in die Zukunft taugt er nicht.


Die Dunkelziffer der Infizierten: Es gibt wahrscheinlich in der Realität mehr mit dem Virus infizierte Personen. Sie wurden noch nicht getestet und hatten bisher keine Symptome. Wir wissen bisher nicht, um etwa wie viel die Zahl der Infizierten höher liegt als die der bestätigten Fälle. Die Dunkelziffer ist oft nur ein Schätzgröße, um nicht zu vergessen, dass es diese Personen gibt: krank aber ohne Symptome. Die Schätzungen bei C19 schwanken derzeit zwischen den Faktoren 5 und 20. Um die Ziffer zu bestimmen, müsste man in einer umfangreichen, einer repräsentative Stichprobe/Studie in der Bevölkerung testen.

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Hospitalisierungen, Nowcast

Nicht alle, die sich mit dem Coronavirus infizieren, werden ernsthaft krank. Sie werden oft als "symptomfrei" bezeichnet. Sind sie nicht untersucht, getestet, zählen sie zur Dunkelziffer. Das Gegenteil in der Schwere des Krankheitsverlaufs: Als Indikator für schwerwiegende Erkrankungen dient die Zahl der Patientinnen und Patienten, die mit Covid-19 ins Krankenhaus aufgenommen werden. Diese Hospitalisierungsrate (auch: Hospitalisierungsinzidenz ) wird ebenso wie die gewöhnliche Inzidenz als Wert über sieben Tage je 100.000 Einwohner umgerechnet.

In der vierten Welle ab dem Herbst 2021, ist die Hospitalisierungsinzidenz auch für verschiedene Schutzmaßnahmen wie 2G-Regelungen maßgeblich; insbesondere die Behandlungen in den Internsivstationen. Dabei werden von den Behörden die tagesaktuellen Werte des RKI aus dem DIVI herangezogen. Diese Werte unterschätzen allerdings durch den Meldeverzug das Geschehen, weshalb an manchen Stellen/Publikationen zusätzlich die später eintreffenden Nachmeldungen einbezogen und für frühere Daten genannt werden. Auch eine Schätzung der noch zu erwartenden Nachmeldungen wird z. Bspl. von Statistikern der LMU München berechnet - der so genannte Nowcast.





Die Corona-Ampel - Grün, Gelb, Orange, Rot

Die Anfang September 20 von der österreichischen Bundesregierung eingeführte Corona-Ampel färbt die Gemeinden nach regionaler Risikoeinschätzung mit vier Farben (Grün, Gelb, Orange, Rot) ein. Dies ist von mehreren Faktoren abhängig, unter anderem der Verbreitung des Virus Sars-CoV-2 sowie der Auslastung der Gesundheitsversorgung. Details befinden sich unter corona-ampel.gv.at. 



Einzelhandel

Was heißt


Bundesnotbremse

Die Bundes-Notbremse bzw. Bundesnotbremse auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes. Sommer 2021.

Seuche, Epidemie, vom Ausbruch zur Pandemie

Von einem Ausbruch sprechen Wissenschaftler, wenn plötzlich mehr Menschen eine Erkrankung aufweisen, als man im Mittel erwarten würde. Das kann passieren, wenn ein bekanntes Leiden zunimmt - oder eine neue Erkrankung auftritt. In letzterem Fall liegt der Erwartungswert bei 0, weil es ja noch nie Fälle gab; streng genommen stellt somit ein einziger Erkrankter schon einen Ausbruch dar. In der Praxis wird ein Ausbruch oft erst erkannt, wenn es bereits mehrere Patienten gibt. Die Bezeichnung Epidemie ist wissenschaftlich gesehen ein Synonym (  =  gleiches Wort ) für Ausbruch. Da der Begriff aber im allgemeinen Sprachgebrauch mit eine gewisse Dramatik signalisiert, verwenden ihn auch viele Wissenschaftler nur für größere Ausbrüche.

Wenn sich die Epidemie auf mehrere Kontinente der Erde ausbreitet und evtl. alle Länder bedroht, spricht man in der Infektiologie von einer Pandemie. Pandemie bedeutet also: zeitlich, aber nicht örtlich begrenztes (weltweites) Auftreten einer Infektionskrankheit (Beispiele sind GrippeSARS). Dabei muss es aber nicht in allen Ländern zu einer Epidemie kommen. Es kann dabei in einzelnen Ländern (zunächst) bei wenigen Einzelfällen bleiben.

Allerdings gibt es keine allgemeingültige Definition, wie viele Kontinente wie stark betroffen sein müssen. Früher galt es als starkes Warnsignal, wenn die Weltgesundheitsorganisation WHO offiziell die Pandemie ausrief. Mittlerweile hat die WHO eine neue Regelung eingeführt. Sie ruft nun die Gesundheitliche Notlage internationaler Tragweite aus. Dies ist für alle Ausbrüche unabhängig von deren Ausdehnung möglich. Als die WHO Covid-19 schließlich zur Pandemie erklärte, bedeutete dies wenig mehr als die Anerkennung der Realität: Das Virus hat sich binnen zweier Monate über den gesamten Globus verbreitet.

Peak kommt aus dem Englischen (gesprochen piiik) und bedeutet „Gipfel, Spitze, Scheitelwert“. In der Messtechnik bezeichnet man mit Peak einen signifikanten Spitzenwert. Im Rahmen einer Epidemie oder Pandemie steht er für die Maximalzahl an Personen, die gleichzeitig krank sein werden. Es handelt sich also um den Höhepunkt der Ansteckungswelle. Auch nach einem „Peak“ wird die Gesamtzahl der Infizierten weiter steigen, aber nicht mehr so schnell. Die Kurve der Neuinfektionen geht ab diesem Zeitpunkt wieder nach unten. Ziel der Maßnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung in Deutschland ist es, dass der „Peak“ bei einer möglichst geringen Zahl an Infizierten erreicht wird.

Als "Mitigation" wird die Eindämmung bezeichnet, also der Versuch, die Fallzahlen lediglich langsamer ansteigen zu lassen, so dass das Gesundheitssystem genügend Zeit für die Vorbereitungen zur Behandlung Kranker hat.

übrigens eine Bemerkung aus Berlin "Ich bin ein entschiedener Anhänger der Suppression, auch wenn dieser Weg deutlich teurer ist", sagte Seehofer damals (März 20). "Aber er rettet am meisten Leben."

Latenzzeit - Zeitraum zwischen dem Tag, an dem die Person dem Virus ausgesetzt war und sich angesteckt hat bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Angesteckte infektiös wird, also weitere Menschen anstecken könnte.


Zum Verlauf der Infektion

Wenn ein Coronavirus (davon gibt es viele verschiedene) einen Menschen infiziert, setzt dessen Körper seine Abwehrmechanismen in Gang, die schließlich in die ersten Symptome münden: in der Regel Husten und Fieber. Diese Spanne zwischen Ansteckung und ersten Symptomen wird Inkubationszeit genannt. Bei Sars-CoV-2 dauert sie ein bis 14 Tage, im Mittel aber fünf Tage. Daraus leitet sich die Regelung ab, Erkrankte und Verdachtsfälle zwei Wochen lang zu isolieren.

Um der Gegenwehr des jeweiligen Immunsystems einer Person zu entkommen, versuchen Krankheitserreger, möglichst schnell weitere Menschen zu infizieren. Vielen Erregern gelingt dies nicht sofort; es gibt eine gewisse Latenzzeit, während der ein infizierter Mensch andere noch nicht anstecken kann (vom lateinischen Wort für verborgen, versteckt). Die Latenzzeit ist nicht zwangsläufig identisch mit der Inkubationszeit (Dauer, bis erste Symptome auftreten). Wie lange sie im Falle einer Sars-CoV-2-Infektion dauert, ist noch nicht bekannt. Vermutet werden meist vier, fünf Tage, aber auch 10 Tage könnte es dauern.

Es gibt erste Hinweise, dass Infizierte das Virus bereits vor oder unmittelbar zu Beginn der ersten, kaum spürbaren Symptome weitergeben.

Es gibt auch Berichte, dass nachweislich Infizierte überhaupt keine Symptome entwickeln und trotzdem andere anstecken.

Beide Phänomene erschweren die Eindämmung der Pandemie. Sie erhöhen die Dunkelziffer der nicht erkannten Infizierten. Experten gehen allerdings bislang davon aus, dass vor allem bereits Erkrankte das Virus übertragen. Das RKI rechnet mit einer Dunkelziffer von fünfzig Prozent bei den Infizierten.

Zahlen zur Bewertung der Schwere der auftretenden Krankheitsverläufe; auch genannt

  • Schwereprofil: der tagesaktuelle Anteil leichter, mittel-/schwerer, klinisch kritischer und tödlicher Krankheitsverläufe in Deutschland bzw. in den Bundesländern

Die Letalitätsrate – gibt den prozentualen Anteil der Infizierten an, die ihre Erkrankung nicht überleben. Von letal = tödlich.

1. Welle

2. Welle

3. Welle (Frühjahr/Sommer 2021)

4. Welle (mit der Delta-Variante, Sept/Dez 21)

5. Welle (mit der Omicron-Variante; Jan/März 22)

Kennzahlen bei Tests

Die kumulative Inzidenz ist das Risiko einer Person, sich an einem Ort mit Sars-CoV-2 zu infizieren. Sie ist z. B. in einem Staat in der Hauptstadt sechs Mal so hoch wie im Landesdurchschnitt.


Die Rate positiver Tests aller Testungen (die Positivrate; nach der selben Methode) liegt derzeit bei X,xx%, z. B. 22 Prozent. Laut WHO zeigt eine Positivrate über fünf Prozent an, dass ein Land zu wenig testet. 

Die 7-Tage-Inzidenz nennt die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Durchschnitt gemittelt von sieben Tagen. Dabei gibt es noch kleine Unterschiede, ab welchem Tag gerechnet wird (wegen den Verzögerungen bei den im RKI eingehenden Meldungen; dem Meldeverzug). 


Die Anzahl unerkannter Infizierter in einer Population heißt Untererfassung und wird geschätzt.

Die Wirksamkeit der Teststrategie lässt sich am sinkenden Positivenanteil bei gleichzeitig anhaltend hohen Fallzahlen der Tests beurteilen.

Die Betroffenen

So wie chinesische Forscher es darstellen, begann alles am 29. Dezember 2019. In der chinesischen Stadt Wuhan wurden vier untypische Lungenentzündungen bemerkt. Die ersten Patienten, die in einem Ausbruch entdeckt werden, bezeichnet man als Indexfälle. Eher unwissenschaftlich wird ein Indexfall bisweilen auch Patient 0  genannt (gesprochen Patient Null). Er ist aber nicht zwangsläufig der allererste Erkrankte eines Ausbruchs. Dieser wird als Primärfall bezeichnet - und bleibt häufig unbekannt.

In China wurde der Erkrankungsbeginn nachträglich auf den 8. Dezember 2019 datiert. Ob es zuvor weitere Fälle gab, ist genau genommen ungewiss. Es wirkt manchmal herzlos, wenn Wissenschaftler die Erkrankten und deren dramatische Schicksale als Fall  bezeichnen. Damit aber wird ausgedrückt, dass die Personen einer bestimmten Falldefinition entsprechen. Sie ist das Herzstück aller Statistiken. Nur wer ihre Kriterien erfüllt, wird erfasst.


Als bestätigter Covid-19-Fall gilt nach der Definition des Robert-Koch-Instituts, wer mit einem Labortest positiv auf das Virus getestet wurde - unabhängig von seinen Symptomen.

Im Laufe von Ausbrüchen wird die Falldefinition einer Erkrankung manchmal geändert, etwa wenn ein Test verfügbar wird. Oder er wird wegen zu vieler unklarer Verdachtsfälle nicht mehr angewendet. Das erschwert die Auswertung von Statistiken.

Genesung kann bedeuten: keine Weitergabe mehr von Viren, das Verlassen der Krankhausbehandlung oder Quarantäne nach erfolgreicher Behandlung.


Als Ansteckungsverdächtig gilt eine Person, von der anzunehmen ist, dass sie Krankheitserreger aufgenommen hat, ohne selbst krank, krankheitsverdächtig oder Aus- scheider zu sein.

Ausscheider: Eine Person, die meldepflichtige Krankheitserreger ausscheidet und dadurch eine Ansteckungsquelle für die Allgemeinheit sein kann, ohne krank oder krankheitsverdächtig zu sein.

Kontaktpersonenmanagement, Kontakt-Tracing. Die Nachverfolgung evtl. Kontaktpersonen.


Andere Erreger SARS-CoV und MERS-CoV (auch Coronaviren-Viren) haben in der Vergangenheit zu großen Seuchen-Ausbrüchen geführt.

COVID-19 ist seit 2020 der Name einer Krankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst wird.



positiv getestet = er/sie hat das Virus wahrscheinlich = erkrankt


negativ getestet = er/sie hat das Virus wahrscheinlich nicht = gesund

Eine Person gilt nach der Statistik als gesundet

Eine Person gilt als gesundet und wird aus der 14-tägigen häuslichen Quarantäne entlassen, wenn sie 48 Stunden (an Tag 13 und 14 der häuslichen Quarantäne) symptomfrei war. Ein erneuter Test findet bei Personen in häuslicher Quarantäne nicht statt.

Was sind ....

Alpha, Beta, Gamma – Virusvarianten werden umbenannt. - nun griechische Buchstaben für die verschiedenen Varianten:

community transmission

The WHO's guidelines say the same: "community transmission is evidenced by the inability to relate confirmed cases through chains of transmission for a large number of cases". Der Übertragungsweg vieler bestätigter Fälle lässt sich nicht mehr zur evtl. symptomfreien Inf.quelle zuückverfolgen. Damit wird deren Isolierung unmöglich. Und die Ausbreitung erfolgt rascher.

- Community transmission is evidenced by the inability to relate confirmed cases through chains of transmission for a large number of cases, or by increasing positive tests through sentinel samples (routine systematic testing of respiratory samples from established laboratories).
- Local transmission indicates locations where the source of infection is within the reporting location.
 
- Imported cases only indicates locations where all cases have been acquired outside the location of reporting.
- Under investigation indicates locations where type of transmission has not been determined for any cases.
 
- Interrupted transmission indicates locations where interruption of transmission has been demonstrated (details to be determined)

weitere Übertragungswege

  • Aerosol, -e - Schwebepartikel, Nebel-artig, die Viren "hängen" an der feuchten Ausatemluft, nicht nur desdirekten Gegenüber, fliegen auch bis zu 2 m weit in ungelüfteten Räumen
  • Tröpfcheninfektion - der klassische Weitergabe-Weg (Spuke, feuchte Aussprache)
  • Körperkontakt - ebenfalls eine klassische Infektionsmethode mit Krankheitserregern (wie Bazillen, Viren). Dagegen hilft Distanz (eine der AHA-Regeln)when the source of infection can't be traced in a large number of cases, it's safe to define it as C.T.

Sperrstunde

Ein die Gastronomie betreffende Öffnungssperre aber einer festgelegten Uhrzeit; z. B. 21 oder 22 Uhr. Wenn sich viele Menschen in einem geschlossenen Raum aufhalten und dabei keine Maske aufhaben, hat der Corona-Virus mit den Aerosolen leichtes Spiel: im Restaurant, in einer Bar oder einer Kneipe. Will man das Virus also ausbremsen, erst recht die hochansteckende Omicron-Variante, muss man die Kontakte dort zumindest reduzieren. Und wenn man die Lokale nicht ganz zumachen möchte, dann schließt man sie eben ein wenig früher als sonst, also etwa um 23 Uhr. Ob das geklappt hat, ist umstritten. Ein anderer Weg dazu ist, man beschränkt die Anzahl der Leute, die reindürfen.

Diskothek

Diskotheken und Clubs sind solche Virenschleudermaschinen. Sie bieten einfach beste Bedingungen für einen Virus: Eng an eng bewegen sich die Menschen, tanzen, brüllen sich an, weil die Musik so laut ist. Vor jedem Luftholen sind Tausende Viren in deiner Ausatemluft. Eine Kontaktbörse für Omikron.

Fu.C3.9Fball-Stadion

Die Menschen müssen Abstand halten, um sich nicht anzustecken, drinnen und draußen leider auch. Wenn jemand lautstark seinen Verein anfeuert, hat auch der direkt daneben stehende Kumpel etwas von den eventuell nicht nur bierdunst-, sondern auch den virenhaltigen Aerosolen, die dabei ins Stadion ausgestoßen werden. Und was man ebenfalls bedenken muss: zu den Großveranstaltungen müssen Leute erst mal gelangen. Viele sitzen oder stehen dann zusammen in öffentlichen Verkehrsmitteln, häufig dicht gedrängt. Die Anzahl der Zuschauer sollte vorerst begrenzt bleiben.

Quarantäne bei Einreise

  • Quarantäne
  • [[Häusliche Quarantäne bei Covid-19]; so auch >| Quarantäne nach Reisen, nach der Rückkehr ins Heimatland

Dunkelziffer

Derzeit infizieren sich so viele Menschen, dass die Gesundheitsämter es nicht schaffen, die meisten Infizierte früh zu erkennen und zu isolieren, bevor sie weitere Menschen anstecken.

Rund zehn Prozent der durchgeführten Tests sind positiv. Dieser hohe Wert der erkannten Infizierten sei ein klarer Hinweis, dass die Testkapazitäten nicht ausreichten, um alle, wo es sinnvoll erscheint, und damit auch relativ unbegründete Verdachtsfälle zu prüfen. Die dann ja auch mehrheitlich von den Tests als negativ bestätigt werden. Aber die Infizierten werden früher erkannt. Beispiele die MitarbeiterInnen in Pflegeheimen, Kliniken, Lehrer, Schlachthöfen.

»Das heißt, es gibt eine hohe Dunkelziffer ungetesteter Personen, die positiv sind. Und damit gibt es viele Infektionsketten, die erst gar nicht eingedämmt werden können.

Inzidenzwert

Der 7-Tage-Inzidenzwert (des rki) gibt die durchschnittliche Tages-Zahl von innerhalb der letzten sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen umgerechnet auf 100.000 EinwohnerInnen an. In D wird ein Wert unter 50 pro Tag angestrebt, weil das etwa die Menge an neu infizierten Personen ist, für die die Gesundheitsämter noch die Nachverfolgung der gefährdeten anderen Personen täglich bewältigen können. (sie liegt unterhalb einer exponentiellen Verbreitung von Infektionen in der Bevölkerung).

Maßnahmen en - de

  • Ausgangssperre (Begriff aus Kriegszeiten, Diktaturen) - bzw. als nächtliche Ausgangssperre
  • Blase, Cloud - mehrere Personen, die längere Zeit gemeinsam ohne Außenkontakte verbringen (Beispiel: Fußballmannschaft im Training für ein Spiel)
  • lockdown - Ausgangsbeschränkungen für bestimmte Bevölkerg.teile —  Das Wort Lockdown bedeutet im Englischen einen "Zustand der weitgehenden Isolation, Eindämmung oder des eingeschränkten Zugangs, der normalerweise als Sicherheitsmaßnahme eingeführt wird". Nach Oxford English Dictionary.
  • shutdown - Ausgangssperre für fast alle (eine oft zeitlich auf die Nachtstunden begrenzte A.). Eigentlich ist der Begriff üblich in den USA, wenn das Parlament der Regierung Geldzuweisungen verweigert - Government shutdowns in the United States. Das Wort Shutdown bedeute im Kontinental-Englisch "die Schließung einer Fabrik, eines Geschäftes oder anderen Unternehmens, entweder für kurze Zeit oder für immer". Nach dem Wörterbuch Collins Dictionary.
  • engl: Quarantine - Isoliert, weggesperrt für befr. Dauer (engl: It is distinct from medical isolation (en:WP), in which those confirmed to be infected with a communicable disease are isolated from the healthy population. Quarantine considerations are often one aspect of border control (en:WP, Grenzregiment). Auf deutsch: Quarantäne.
  • Home office: von zu Hause aus via Telefon und Internet arbeiten. Ohne persönliche Anwesenheitszeiten in der Firma. Ist evtl. ein freiwilliger Teil der Ausgangsbeschränkungen.
  • gefährlich sind three C’sclosed spaces, crowded places and close contact — thought to increase the risk of exposure to an airborne dose of the disease.


Vergleiche im medizinischen Bereich den Begriff Isolation, -station, Isolationspflege

Mutationen, Varianten, falscher Begriff Mutante

Im Dezember 2020 wurde eine in England, dann ganz GB, sich in Europa

verbreitende Variante des Virus benannt, Virus-Variante B 1-1-6.


Eine Doppel-Mutante breitet sich in Indien aus. Stand: 25.03.2021 ( B.1.617 ab Juni: Delta-Variante

In Indien breitet sich zur Zeit eine Kombination der britischen und der südafrikanischen Variante des Coronavirus aus. Sie soll noch ansteckender und möglicherweise auch resistent gegen die meisten Impfstoffe sein. (weiter dort: Virus-Varianten)

Wie verbreitet sind die Mutation B.1.1.7Virusvariant]]en im Laufe der Zeit?


>> hier: Lücke Erschreckend ist das Tempo, mit der Sich z.B. die Delta-Variante oder die Omikron-Variante weltweit verbreiten konnten.

Tödlichkeit, Gefährdungen

Ein weiterer wichtiger Indikator für die Schwere eines Ausbruchs ist das Potenzial, die Fähigkeit eines Erregers, seine Opfer zu töten. Es lässt sich berechnen, indem man die Zahl der Verstorbenen durch die Zahl der Erkrankten oder Infizierten teilt. Diese Größe heißt Letalität. Sie sagt, wie groß das Sterberisiko für den einzelnen Erkrankten ist. (also nicht für alle in der Bevölkerung sondern nur unter den Infizierten) Fehlerquellen bei dieser Zahl. Man stößt mit der simplen Berechnung dieses Quotienten auf Probleme, wenn sich eine Epidemie rasant ausbreitet. Zum einen ist der Nenner nicht klar: Niemand weiß mit Sicherheit, wie viele Menschen aktuell mit Sars-Cov-2 infiziert sind (die Grundmenge für diese Berechnung). Zum anderen passen Zähler und Nenner zeitlich nicht richtig zusammen. Ein Teil der Menschen, die heute positiv getestet werden, sterben z. Bspl. erst in vier Wochen, jedenfalls später. Aber nicht gleichzeitig. Bei Covid-19 können zwischen Krankheitsausbruch und Ableben zwei bis acht Wochen vergehen. Diese Todesfälle fehlen also in der Berechnung der aktuellen Letalität. Auch die ohne Symptome Erkrankten fehlen als rechnerische Bezugsgröße! Eine bessere Abschätzung der Letalität erhält man, indem man (später einmal) abgeklungene, gut dokumentierte Ausbrüche an einzelnen Orten analysiert oder mathematische Modelle aufsetzt, die die bekannten, bzw. vermuteten Verzerrungen ausgleichen. Beide Ansätze sprechen derzeit dafür, dass die Letalität von Covid-19 bei etwa einem Prozent oder etwas darunter liegt. Auf ganz Deutschland hochgerechnet, könnte das schlimmste Szenario (worst case, gesprochen wörst Kehs) daher so aussehen: Ohne Eindämmungsmaßnahmen infizieren sich im Laufe weniger Monate zwei Drittel aller Deutschen, von denen jeder Hundertste stirbt. Das wären mehr als eine halbe Million Menschen. Ab April gibt es auch dazu eine Studie im Kreis Heinsberg. Ein gefährliches Denkmodell ist das einer künstlich hervorgerufene Herdenimmunität. Der Ansatz, junge Menschen absichtlich zu infizieren, ohne dass möglicherweise auftretende schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen behandelt werden kann. Wir wissen auch über die Entwicklung der Antikörperantwort über längere Zeiträume bei solchen Personen noch gar nichts. Eine andere Maßzahl der Sterblichkeit spiegelt die Belastung für die Gesellschaft wider: Man teilt die Zahl der Todesfälle durch die Gesamtbevölkerung. Diese Größe wird Mortalität genannt. Sie ist im Fall von Covid-19 in D noch gering, niedriger als bei einer Grippewelle, was mitunter den falschen, weil viel zu verfrühten, Eindruck erzeugt, Covid-19 sei weniger schlimm. Doch je mehr Menschen sich infizieren, desto stärker wird letztlich auch die Mortalität zunehmen.

Studien

Eine erste Studie in Deutschland war die (Link) kurz: Hamburger Autopsiestudie 2020. Zum besseren Verständnis der aktuellen Coronavirus-Krankheit COVID-19 führte das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) Obduktionen von COVID-19-Patienten durch. Die Auswertung der ersten zwölf Patienten – ihre Begleiterkrankungen, Krankheitsverläufe und die Todesursachen – hat die Forschergruppe nun im Fachmagazin „Annals of Internal Medicine“ veröffentlicht. Datenbanken zu klinischen Studien (Therapie-,  Prophylaxe- und Diagnostische Studien) laut RKI bei: DZIF, EMA, WHO (international) und Cochrane - Links

  • Tracking - Per GPS-Daten können Bewegungen von Menschen nachverfolgt werden. Ziel ist es weniger, herauszufinden, welche Mobilfunknutzer mit einander in Kontakt standen, sondern eher, ob sich die Menschen weniger bewegen und damit Maßnahmen wie die verschiedenen Formen der Kontaktsperre wirken. In Polen überwacht die Polizei mittels Mobilfunkdaten, ob sich erkrankte Personen wie vorgeschrieben in Quarantäne befinden. Eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie spielen sogenannte Fitnesstracker, mit denen auch körpereigene Funktionen gemessen werden können, also etwa Puls oder Temperatur. Auf diese sogenannten Vitaldaten setzt die Datenspende-App des Robert Koch-Instituts. Sie gilt grundsätzlich als gute Idee, ist aber wegen möglicher Mängel beim Datenschutz in die Kritik geraten.

Übersterblichkeit

Die Auswirkung einer Krankheit auf die Todeszahlen in der Bevölkerung, so dass ein Effekt dieser Krankheit über dem langjährigen Durchschnitt liegt.  Ein Beispiel:  Zur Übersterblichkeit in der Schweiz im Jahr 2020. In NZZ vom 29.9.20

Lockdown - ein Beispiel - die Meldungen aus Israel

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel ist so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das israelische Gesundheitsministerium teilte mit, am vergangenen Mittwoch seien 1758 Fälle gemeldet worden - ein Rekordwert. Getestet wurden am Mittwoch 24.892 Menschen, die Ansteckungsquote war mit rund sieben Prozent ebenfalls so hoch wie nie zuvor. Falls dieser Trend anhält, wird in Kürze mit einem neuen Lockdown gerechnet. (15.7.20) Im Gegensatz dazu stehen Exit- oder auch Ausstiegsstrategien, sie legen meist durch Politiker fest, unter welchen Bedingungen eine Situation verlassen werden kann. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie geht es also um den geplanten Ausstieg aus den verhängten Inf.schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit. Unter welchen Bedingungen kann das Leben, Handeln und Wirtschaften in Deutschland (oder anderswo) wieder zum Normalzustand zurückkehren? Und wann? Das wären auch Antworten auf die Frage: Welche Opfer an Krankeits- und Todeszahlen ist die Politik bereit dafür in Kauf zu nehmen?

Covid-19-Testverfahren, dort <<<

  • Die drei aktuell bekannten besorgniserregenden Virus-Varianten (Variants Of Concern, VOC) sind
    • Linie B.1.1.7 (vorherrschend im April 21; erstmals nachgewiesen in Großbritannien)
    • Linie B.1.351 (erstmals nachgewiesen in Südafrika)
    • Linie P.1 (erstmals nachgewiesen in Brasilien) Sie werden mit verstärkter Probensequenzierung und Datenerfassung im Deutschen elektronischen Sequenzdaten-Hub (DESH) (www.rki.de/covid-19-desh) analysiert und im Rahmen der Integrierten Molekularen Surveillance (IMS) intensiv beobachtet.

Impfstoffe und die Impfstoff-Tests

  • siehe den > Hauptartikel bei WP: SARS-CoV-2-Impfstoff Bereits unmittelbar nach Veröffentlichung der RNA-Sequenz des Virus wurde in mehreren Laboren mit der Impfstoffentwicklung begonnen.[2] Die internationale Impfstoffinitiative CEPI (Coalition for Epidemic Preparedness Innovations) plante, bis Mitte Juni 2020 erste Tests mit bis dahin entwickelten Impfstoffen durchzuführen. Dafür erhielten mehrere potentiell geeignete Unternehmen finanzielle Unterstützungen.[3] In Deutschland betraf dies u.&nbsp;a. die Tübinger Biotechnologiefirma Curevac, die zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut an der schnellen Impfstoffentwicklung arbeitete.[4] Das Robert Koch-Institut verwies darauf, dass derzeit klinische Studien mit Impfstoffen gegen MERS-CoV laufen würden.[5] Allerdings sind klinische Studien lediglich der erste Schritt, es würde bei erfolgreichem Studienverlauf voraussichtlich frühestens am Jahresende 2020 ein Impfstoff zur Verfügung stehen, der allerdings in einer ersten Phase sicher nicht für die gesamte Bevölkerung bereitgestellt werden könnte.[6] Ein aussichtsreicher Kandidat ist dabei der Impfstoff BNT162b2 von BioNTech/Pfizer. Nachdem der Impfstoff nicht sofort weltweit in ausreichender Menge vorhanden sein wird, erfordert die anfängliche Knappheit von COVID-19-Impfstoffe und begrenzten Impfkapazitäten Auswahlentscheidungen, eine Priorisierung der COVID-19-Impfmaßnahmen darüber, wer zuerst geimpft werden soll. Ebenso stellt die Logistik der Transport- und Lagerbedingungen des COVID-19-Impfstoffs eine große Herausforderung dar. (vorstehend eine Kopie vom 15.12. bei WP)

Untererfassung

Labore melden zwar neue Höchstwerte bei der Zahl der positiv ausgefallenen Tests. In vielen Bundesländern sei bereits mehr als jede zweite von allen ausgewerteten Proben positiv, hieß es etwa im Februar 2022 vom Laborverband ALM. Die Positivrate, die bundesweit auf einen Wert von rund 45 Prozent gestiegen ist, lässt darauf schließen, dass viele Infektionen derzeit gar nicht im Labor bestätigt werden und damit auch nicht in der offiziellen Statistik auftauchen. Das Ergebnis ist also durch die Untererfassung etwas verfälscht, zu niedrig.

Hilfen für Unternehmen =

Durch die finanziellen Hilfen für Unternehmen soll der Nachteil für Firmen ausgeglichen werden, der durch zeitweise Schließungen oder Beschäftigungsverbote im Rahmen der Schutzmaßnahmen für die gesamte Bevölkerung entstanden sind. Zur Bekämpfung der Coronakrise hat die Bundesregierung eine Vielzahl an Hilfsprogrammen aufgesetzt, darunter Soforthilfen, Überbrückungs- und Neustarthilfen sowie KfW-Kredite. Insgesamt wurden nach den jüngsten Angaben des Wirtschaftsministeriums bislang Hilfen für die Wirtschaft in Höhe von etwa 78 Milliarden Euro ausgezahlt und 55 Milliarden Euro in Form von Krediten gewährt (Stand Anfang Februar 2022).

Apps zur Erkennung gefährdeter Personen

Contact-Tracing, also der Austausch zwischen in der wechselseitigen Nähe befindlicher Smartphones mit Hilfe der Bluetooth-Technik. Auf diese Weise könnte später leichter nachvollzogen werden, mit wem ein Neuinfizierter in dem Zeitraum Kontakt gehabt hatte. Diese Personen könnten dann wiederum in Quarantäne gehen / geschickt werden.

Medien, Weblinks, Siehe auch



  • Die im Nov. 2020 geplanten nächsten Massnahmen gegen Covid-19 (Bund, Länder in De)
  • Falschinformationen zur COVID-19-Pandemie werden seit dem Ausbruch der Krankheit vor allem in sozialen Medien und in Leserkommentaren verbreitet. Sie bieten ein Mix an aus Falschmeldungen, Fake News, pseudowissenschaftliche Gesundheitstipps, absichtlicher, politisch motivierter Desinformation und Verschwörungstheorien zu allen Aspekten der Krankheit. Zu den Verursachern dieser Falschmeldungen gehören verschiedene …… (Wikipedia-Artikel)
Varianten98-2021.jpg
  • Habe ich mich jetzt auch angesteckt? ( Schnupfen, Kopfschmerzen, Kontaktperson, eine rote Warnung in der Corona-App: Wie wahrscheinlich eine Ansteckung ist – und was im Verdachtsfall zu tun ist. ) DZ vom 25. 1.2022
Anmerkungen
  1. Fundstelle: Beim rki so definiert - Stand vom 2. 12. 2021, 00:00 Uhr (online aktualisiert um 06:35 Uhr)
  2. Vorlage:Literatur
  3. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens Fischer_Spektrum_20200210 wurde kein Text angegeben.
  4. Ärzteblatt: „CureVac-Chef: Ab Herbst könnten Zehntausende Corona-Impfstoff erhalten“, Ärzteblatt, 21. März 2020, abgerufen am 6. August 2020
  5. Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens RKI_FAQ wurde kein Text angegeben.
  6. Sciencemediacenter Podium: Stephan Becker, Klaus Cichutek, Florian Krammer: Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus – Welche Hürden sind noch zu nehmen?(Audiofile + Transkript abrufbar), 6. März 2020, abgerufen am 6. August 2020


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