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Hospize sind stationäre Einrichtungen, deren Ziel es ist, eine menschenwürdige Begleitung beim Sterbevorgang zu ermöglichen.





Ein neuer Zeitungsbeitrag dazu:

mit Link Manchmal wird nicht mehr alles gutein Besuch im Hospiz.

Es gibt Themen, über die Menschen nicht gerne sprechen. Tod und Sterben gehören definitiv dazu. Die Autorin hat sich an einen Ort begeben, wo das Verdrängen nur schwer möglich ist – ein Hospiz. Simone Mauer, 28.7.17, ze.tt eine Ausgabe von Zeit.Online.de





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viet nam — a way to nursinggerman

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Geschichte

Im Jahre 1967[1] wurde das St. Christopher's Hospice in Sydenham (bei London) gegründet. Von dort nahm die heutige Hospizbewegung ihren Anfang. Die Geschichte der Hospize reicht allerdings weiter zurück.

Ein Hospital oder Hospitium war im Mittelalter Name von kirchlichen oder klösterlichen Herbergen für Pilger (Pilgerherberge), Bedürftige (Armenhaus), Fremde (Asyl, vergl. Hotel) oder Kranke, und geht so dann später auf den Begriff über, der sich zum heutigen Krankenhaus wandelt.

Der ursprüngliche Gedanke der „Beherbergung“ wurde im 19. Jahrhundert wiederaufgegriffen. Schon 1842 gründete Madame Jeanne Garnier in Lyon (Frankreich) ein Hospiz, das sich speziell der Pflege Sterbender widmete. 1879 öffneten die irischen Schwestern der Nächstenliebe das Our Lady's Hospice for the Care of the Dying in Dublin. Es gab weitere Hospize, die als Vorläufer zu der Gründung in Sydenham gelten können.

Die moderne Hospizbewegung und die Palliativmedizin entstanden dagegen in den 1960er Jahren in England und gehen wesentlich auf Cicely Saunders zurück. Im von ihr gegründeten St.Christopher's werden etwa 2000 Patienten und ihre Angehörigen pro Jahr betreut. Die internationale Hospizarbeit wurde nachhaltig durch die Arbeit von Elisabeth Kübler-Ross beeinflusst. In Deutschland hat u. a. Christoph Student viel zur Entwicklung der Hospizbewegung beigetragen. Das erste stationäre Hospiz in Deutschland wurde 1986 in Aachen gegründet (Haus Hörn). In der Folge entstanden weitere stationäre Hospize, zumeist gegründet von Bürgerinitiativen, Vereinen und kirchlichen Einrichtungen; anfangs fast ausschließlich durch Spendengelder finanziert und durch ehrenamtliche Mitarbeit unterstützt.

Unter dem Namen Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz (BAG Hospiz) wurde der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) 1992 vom Krankenhausseelsorger Heinrich Pera in Halle (Saale) gegründet. Ziel ist die Verbreitung der Hospizbewegung und die Zusammenführung der daran Interessierten sowie gemeinsame Entwicklung von Leitlinien und Empfehlungen für die ambulante und stationäre Hospizarbeit. Verbandsmitglieder des DHPV führten mehrfach Gespräche mit Vertretern der Krankenkassen und Ministerien sowie Bundestagsabgeordneten, um eine gesetzliche Grundlage zur Finanzierung der Hospizarbeit zu schaffen. Das gelang im Dezember 1996 mit der Zustimmung des Deutschen Bundestages zum § 39a des SGB V, dessen praktische Umsetzung in der Rahmenvereinbarung zwischen BAG und Krankenkassen festgeschrieben wurde. 2007 kam es zur Namensänderung von BAG Hospiz zu DHPV. Der Verband hat zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und der Bundesärztekammer eine Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen erarbeitet. Sie wurde am 17. August 2010 verabschiedet.[2]

1995 wurde die Deutsche Hospiz Stiftung als Interessenvertretung für Schwerstkranke und Sterbende gegründet. Seit 2012 nennt sie sich Deutsche Stiftung Patientenschutz. Die Stiftung betreibt selbst keine Hospizeinrichtungen, sondern setzt sich, wie auch die DGP und der DHPV, für Selbstbestimmung und Fürsorge am Lebensende ein und vertritt bundesweit die Interessen der Schwerstkranken und Pflegebedürftigen gegenüber Politik, Krankenkassen und Leistungserbringern. Wie auch die anderen Hospiz- und Palliativverbände arbeitet die Stiftung auf gesellschaftlicher Ebene an der Verbesserung der Situation für Schwerstkranke. Hospiz als Lebenshaltung soll für jeden der jährlich rund 800.000 Sterbenden in Deutschland Realität werden, lautet die Kernforderung. Dazu sei es notwendig, den Hospizgedanken überall dort zu verwirklichen, wo Menschen sterben - sei es in Pflegeheimen, in Krankenhäusern oder zu Hause.

Hospize sind heute in der Regel Leistungserbringer des Gesundheitswesens und werden - auch aufgrund der stetigen politischen Arbeit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, der Deutschen Stiftung Patientenschutz und des DHPV - größtenteils über die Krankenkassen finanziert. Bislang zahlten Hospizpatienten einen Eigenanteil von durchschnittlich sieben Prozent zu, was durch Beschluss des Deutschen Bundestages vom 18. Juni 2009 entfällt. Seit dem 1. August 2009 tragen die Krankenkassen 90 Prozent der zuschussfähigen Kosten (Tagespflegesatz).[3] Zehn Prozent des Pflegesatzes müssen stationäre Hospize weiterhin selbst aufbringen,[4] wozu größtenteils Spendengelder verwendet werden. Auch dann werden Spendenmittel eingesetzt, wenn Patienten aufgenommen werden, die aus verschiedensten Gründen nicht krankenversichert sind (z. B. Personen ohne festen Wohnsitz).[5][6] Die gesetzlich verankerten 10 Prozent Eigenanteil der Stationären Hospize werden regelmäßig als unrealistisch bewertet. Tatsächlich würden Hospize teils 30 Prozent der Kosten tragen, was in den wenig erfolgreichen Verhandlungen mit den Krankenkassen um die tagesbezogenen Bedarfssätze begründet ist.[7]

Die ersten österreichischen Initiativen starteten Ende der 1970er Jahre unter der Schirmherrschaft der Caritas Socialis, die für ihre Initiativen für das erste stationäre Hospiz in Österreich (CS Hospiz Rennweg) 1998 mit dem Fürst Liechtenstein-Preis ausgezeichnet wurde.

(Dieser Abschnitt stammt aus der Wikipedia - Versionsgeschichte bis 13. Jan. 2014)

Das neue Hospizgesetz 2015

  • Mehr Geld für stationäre Hospize
  • Auch bei Verwaltungs- und Betriebskosten sollen die Kassen künftig einen höheren Anteil übernehmen.
  • Mehr Kooperation zwischen Pflegeheimen und Medizinern
  • Leichterer Zugang zu ambulanter Sterbebegleitung

Hospiztag

Am 10. Oktober begehen die einschlägigen Verbände jeweils den so genannten Welthospiztag. 

Siehe auch

Film

Das Hospiz aus einem anderen Blickwinkel:

  • Der Geschmack von Leben — Die Köchin, das Hospiz und ein gutes Ende. 30 Min. 2019, ZDF, Aufnahmen aus Baden-Baden im Sommer 2018

Literatur

  • Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V. (Hrsg.): Palliativstationen und Hospize in Deutschland. Belastungserleben, Bewältigungspotenzial und Religiosität der Pflegenden. Der Hospiz Verlag, Wuppertal 2004, ISBN 3-9808351-2-X.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V. (Hrsg.): Stationäre Hospizarbeit. Grundlagentexte und Forschungsergebnisse zur Hospiz- und Palliativarbeit, Teil 2. Der Hospiz Verlag, Wuppertal 2004, ISBN 3-9808351-8-9.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V. (Hrsg.): Ambulante Hospizarbeit. Grundlagentexte und Forschungsergebnisse zur Hospiz- und Palliativarbeit, Teil 1. Der Hospiz Verlag, Wuppertal 2004, ISBN 3-9808351-9-7.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V. (Hrsg.): Hospiz schafft Wissen. Der Hospiz Verlag, Wuppertal 2004, ISBN 3-9808351-6-2.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V. (Hrsg.): Helfen am Ende des Lebens. Hospizarbeit und Palliativ Care in Europa = Schriftenreihe der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz, Bd. VII. Der Hospiz Verlag, Wuppertal 2004, ISBN 3-9810020-0-8.
  • Ewers M, Schaeffer D (Hrsg.): Am Ende des Lebens. Versorgung und Pflege von Menschen in der letzten Lebensphase. Huber, Bern 2005, ISBN 978-3-456-84203-5.
  • Peter Godzik: Hospizlich engagiert. Erfahrungen und Impulse aus drei Jahrzehnten. Steinmann-Verlag, Rosengarten b. Hamburg 2011, ISBN 978-3-927043-44-2
  • Wolfram Höfling, Eugen Brysch (Hrsg.): Recht und Ethik der Palliativmedizin. Lit Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8258-0182-3.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V./ Deutscher Caritasverband e. V./ Diakonisches Werk der EKD e. V. (Hrsg.): SORGSAM. Qualitätshandbuch für stationäre Hospize. Der Hospiz Verlag, Wuppertal 2004, ISBN 3-9808351-5-4.
  • Franco Rest: Sterbebeistand - Sterbebegleitung - Sterbegeleit. Kohlhammer-Verlag: Stuttgart 1989, 5. überarbeitete Auflage 2006 ISBN 978-3-17-018917-1.
  • Franco Rest: Den Sterbenden beistehen. Ein Wegweiser für die Lebenden. Quelle & Meyer Verlag: Heidelberg-Wiesbaden 1981, 4. Auflage 1998 ISBN 978-3-494-01263-6.
  • Rochus Allert (u. a.): Erfolgsfaktoren für Hospize. Forschungsergebnisse zu Qualität und Kosten. (Hrsg. von: Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V.) = Schriftenreihe der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V., Bd. VIII. Der Hospiz Verlag, Wuppertal 2005, ISBN 3-9810020-2-4.
  • J.-C. Student (Hrsg.): Das Hospiz-Buch. 4. erweiterte Auflage, Lambertus Verlag, Freiburg 1999. ISBN: 978-3784111100. Neuere Titel von ihm (u.a.) siehe bei Palliativpflege !
  • J.-C. Student, A. Mühlum, U. Student: Soziale Arbeit in Hospiz und Palliative Care. Ernst Reinhardt UTB, München 2004.
  • J.-C. Student, A. Napiwotzky: Palliative Care. Thieme, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-142941-4.
  • Andreas Heller, Sabine Pleschberger, Michaela Fink, Reimer Gronemeyer: Die Geschichte der Hospizbewegung in Deutschland, der hospiz verlag, Ludwigsburg 2012, ISBN 978-3-941251-53-3.

Weblinks

  1. St Christopher's Hospice - History
  2. http://www.charta-zur-betreuung-sterbender.de/
  3. Neuordnung der Finanzierung der ambulanten und stationären Hospizarbeit gemäß § 39a Absatz 1 und 2 SGB V (PDF; 162 kB), abgerufen am 3. Oktober 2011
  4. Ergebnisse und Auswirkungen der Gesetzesänderungen §39a SGB V, S. 5
  5. http://www.hospiz.net/stamhole/pdf/stellung_neu_39a-sgb5.pdf. Abs. 3b
  6. Student, J.-C. (Hrsg.), Das Hospiz-Buch, Freiburg 1999, S. 204 ff.
  7. Hospiz in München. Süddt. Ztg. vom 4. Februar 2013
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