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Die Förderung der Harnkontinenz kann eine Aufgabe der Medizin (Urologie, u. a.) oder der pflegerischen Versorgung von Personen mit einer Inkontinenz-Gefährdung sein. Denn damit wird das Selbstwertgefühl der Person und deren Teilnahme am sozialen Leben gefördert.

Im Rahmen der Pflege wird von einer selbstbestimmten Alltagsaktivität (ATL Ausscheiden) gesprochen. Oft handelt es sich jedoch um eine Sekundärprävention nach einem Krankheitsereignis zur Verhütung der weiteren Verschlechterung des Krankheitsbildes Inkontinenz (Urin) bzw. der weiteren Abhängigkeit von Pflegepersonen. Es geht darum, den Alltag lebenswerter zu machen.


Inkontinenz:

Meist geht es bei diesem Begriff um die Ausscheidung von Harn oder Stuhlgang

  • Unwillkürlicher / unkontrollierter Urinverlust. Siehe auch: Niere, Lähmungen
  • … Ausscheidungen von Stuhlgang (Faeces)

Inkontinenz ist auch ein verbreitetes Alterssyndrom (Thema der Geriatrie)



Aus dem Lat.: incontinentia = „Nichtverhalten [als Unvermögen]“ – in-/… = „un-“, „nicht-/…“ sowiecontinentia = „Zurückhalten“, „Selbstbeherrschung“) bezeichnet das Unvermögen bzw. die Unfähigkeit, etwas zurückzuhalten.


Die Ursachen können sehr verschieden sein. Deshalb ist ein fachlich versierte Diagnostik notwendig, um Therapiemöglichkeiten nicht zu übersehen?


Als Harninkontinenz bezeichnet man den ungewollten Abgang von Urin zwischen den Toilettengängen. Harninkontinenz ist in erster Linie ein Symptom, dem sehr unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen können.

siehe auch: Stuhlinkontinenz


  • Einteilung der Harninkontinenz-Formen

Nach der Unterteilung der International Continence Society kann man 5 / 6 verschiedene Symptomformen der Harninkontinenz unterscheiden:

  • Dranginkontinenz: Der Harnverlust tritt durch einen starken, nicht zu unterdrückenden Harndrang - kurze Zeitspanne zwischen Harndrang und Harnabgang (Beispiele: Medikamente, Blasenentzündung, vergrößerte Prostata-Drüse verringert das Blasenvolumen). Früher, englisch, auch als sog. Urge-Inkontinenz beschrieben.
  • Stressinkontinenz: Harnverlust unter körperlicher Anstrengung (also eine körperliche Belastung der unteren Bauchregion, z.B. Treppensteigen, Husten bei verringerter Muskelspannung. Husten, plötzl. Bewegungen, beim Zähneputzen).
  • Unbewusste Inkontinenz: Harnverlust, der nicht wahrgenommen wird und auch nicht mit Harndrang einhergeht (vielleicht bei Formen eines Demenz-Leidens)
  • Post-miktionelles Tröpfeln: Nachtröpfeln von Urin nach der willentlichen Blasenentleerung. (Restharn ? )
  • Kontinuierlicher Harnverlust: Ständiger Verlust von Urin (Defekt des Schließmuskels oder der neuronalen Steuerung - zB bei fortgeschr. Demenz).


  • Es existieren auch Mischfomen: Mischinkontinenz


Der Begriff "Stressinkontinenz" wird sowohl zur Symptombeschreibung als auch als Diagnose verwendet.

Funktionale_Inkontinenz betrifft Probleme außerhalb des Urogenitaltraktes. Die Harninkontinenz lässt sich evtl. anhand des abgehenden Urinvolumens in verschiedene Schweregrade einteilen.


Siehe auch / erforderliche Vorkenntnisse

Kontinenzwoche

In einer Juni-Woche wird auf die Erhaltung der Kontinenz eingegangen. Viele Beiträge dazu, was als Prophylaxe möglich ist. Wie eine Harninkontinenz behandelt werden kann / sollte, um wieder die volle Kontrolle über die Ausscheidung zu erlangen.

Expertenstandards dazu ?

Der Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege befasst sich mit Struktur-, Prozess- und Ergebniskriterierien im Zusammenhang mit Harninkontinenz bei der Versorgung erwachsener PatientInnen und BewohnerInnen in Pflegeeinrichtungen. Er richtet sich an Pflegefachpersonal.

Davon zu unterscheiden sind Richtlinien für Ärzte und Anleitungen für "Laien" = nicht fachlich vorbereitete Personen (egal ob als Betroffene oder Angehörige von Betroffenen).

Siehe auch

  • Miktionstagebuch, Miktionsprotokoll
  • Trinkprotokoll, Trinkzettel
  • Flüssigkeitsprotokoll


SERVICES Attends Inkontinenz-Produkte gratis & unverbindlich testen KOSTENLOS TESTEN Unabhängig von der Art der Inkontinenz ist das Trinkprotokoll für Senioren ein wichtiger Bestandteil eines Miktionstagebuchs. In der stationären Altenpflege ist ein Trinkprotokoll selbstverständlich in den Tagesablauf eingebunden. Denn weil das Durstgefühl im zunehmenden Alter erfahrungsgemäß nachlässt, führen Mitarbeiter im Altenheim häufig ein Trinkprotokoll für die Bewohner.

Fragebögen, Ink.-Tagebuch

Literatur

  • Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege. Entwicklung - Konsentierung - Implementierung (April 2007).
Hrsg.: Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), ISBN 3-00-017143-6
  • A. Hartwanger: (Pflegediagnose) Urinausscheidung verändert. In: Menschen pflegen. Der Praxisbegleiter für Pflegeprofis. Herausgeber: A. Heuwinkel-Otter, A. Nümann-Dulke, N. Matschenko; Springer-Verlag, Heidelberg, 2009 (oder entspr. Abschnitt in anderen Pflegelehrbüchern)

Zur Anatomie etc (Buchbeispiele):

  • Adolf Faller: Der Körper des Menschen - Einführung in Bau und Funktion. Thieme; 15. Auflage – 2008. 844 Seiten. ISBN 978-3-13-329715-8.
  • Renate Huch, Klaus D. Jürgens: Mensch, Körper, Krankheit. (Mit Zugang zum Internet-Portal mensch-koerper-krankheit.de). Urban & Fischer Verlag; 2007 — 5. Auflage. 520 Seiten. ISBN 3-437-26791-4

Weblinks


>Weiteres




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