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Professor Dr. Karl Lauterbach (55) ist ein Vizevorsitzender der SPD-Fraktion im Dt. Bundestag. Der Arzt und Gesundheitsökonom wirkt seit Jahren an der deutschen Gesundheitspolitik mit. Das einstige CDU-Mitglied wechselte 2001 zur SPD, für die er seit 2005 im Bundestag sitzt. Zwölf Jahre lang war er zudem Mitglied im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG. Der geschiedene Vater von vier Kindern war mit Angela Spelsberg, der Leiterin des Aachener Tumorzentrums, verheiratet.

Er erklärt seine Ablehnung der Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Krankenkassen dazu zu zwingen, die Beiträge zu senken und Reserven abzubauen, so:

Wir haben einen Kassen-Wettbewerb. Wer zu einer günstigeren Kasse wechseln will, kann dies bereits tun. Die Unterschiede von Kasse zu Kasse liegen bei 1,7 Beitragspunkten. Da gibt es relativ kleine Unterschiede.
Wenn wir jetzt die Reserven abschmelzen, ist das das falsche Signal. Wir haben noch sehr viele gesundheitspolitische Vorhaben aus der vergangenen Legislaturperiode, die noch nicht umgesetzt und nicht finanziert sind.
Etwa die bessere Versorgung durch Notdienste oder Ärzte auf dem Land.
Dazu kommt das teuerste Programm, das wir jemals für die Pflege gemacht haben. Wir werden nicht nur für 8000 zusätzliche Pflegekräfte sorgen. Die Krankenhäuser bekommen künftig die Kosten der Pflegekräfte erstattet und sollen keine Verluste dadurch machen, wenn sie mehr Pflegekräfte einstellen. Das wird deutlich die Kosten in der Pflege erhöhen. Dafür brauchen die Kassen ausreichende Mittel.

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  • Über den Arzt und Gesundheitsökonom, Politiker der SPD und seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages K. Lauterbach Bei Wikipedia (Stand 3.3.21; dort auch eine Liste seiner Veröffentlichungen)
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