PflegeABC Wiki
Advertisement


Das mittlere Sterbealter ?

Krebsleiden können aber müssen nicht eine Alterskrankheit sein. Das Vorkommen bösartiger Tumore nimmt mit dem Alter zu. Dadurch wird nicht jede Krebsart auch gleich zu einer Alterskrankheit. Dabei können diese prinzipiell an allen Organen auftreten. Bei den über 65jährigen Männern entfallen annähernd 24 v. H. aller Neuerkrankungen auf den Lungenkrebs (gefolgt von Prostatakrebs), während die Frauen dieser Altersgruppe mit 16, 5 v. H. über eine ausgeprägte Disposition für den Brustkrebs verfügen und nun auch verstärkt an Lungenkrebs erkranken.

Angesichts der höheren Anzahl der Raucherinnen in den nächsten 20 Jahren wird sich das fortsetzen.

Nach dem derzeitigen Wissensstand ist die Mehrzahl chronischer Lebererkrankungen und -tumore durch vernünftigen Umgang mit Alkohol "verhütbar".


Wenn alle Krebskrankheiten zusammen betrachtet werden, bietet sich in allen Altersgruppen bis in die Gegenwart hinein ein eher ungünstiges Bild. Für Männer ist die Mortalitätsrate an Krebskrankheiten auch in den letzten Jahren in fast allen Altersgruppen noch angestiegen, bei Frauen ist nur ein leichter Rückgang festzustellen, und dies auch erst in den letzten Jahren und nicht in allen Altersgruppen.

Günstig haben sich bei einigen Krebskrankheiten aber das mittlere Sterbealter (z. B. für Darmkrebs) sowie auch das mittlere Erkrankungsalter entwickelt. Der Zugewinn ist also bei einigen Krebskrankheiten auch mit einem Zugewinn an Jahren ohne Krebskrankheiten verbunden. Eine Bilanz über alle Krebskrankheiten im Hinblick auf die Entwicklung des mittleren Erkrankungsalters muß aber noch gezogen werden. Geschlechts- und vergleichsunabhängig zeigt sich vor allem in der Gruppe der über 75jährigen in den letzten 30 Jahren ein kontinuierlicher Anstieg der Mortalität bei Krebserkrankungen, während die Todesursache Krebs in der Altersgruppe der 65- bis 75jährigen nahezu unverändert geblieben ist.

Die bösartigen Neubildungen haben folglich auch deshalb an Häufigkeit zugenommen, weil immer mehr Menschen ein Alter erreichen, das Krebserkrankungen überhaupt die Chance gibt, klinisch manifest zu werden. Allerdings bleibt die Aussage unsicher, da auch die vermehrte Inanspruchnahme verbesserter Diagnosemethoden bei Hochbetagten mit häufigerer Sicherung einer Tumordiagnose die Verschiebung vorgetäuscht haben könnte. Ein großer Anteil weist Ansatzpunkte für eine Prävention auf. Im höheren Lebensalter besteht diese vorwiegend in der Früherkennung einer bösartigen Neubildung.


Für einige häufige Krebserkrankungen ist auch die Ernährung offensichtlich von ursächlicher Bedeutung.

Aus epidemiologischen Studien ist zumindest bekannt, dass hoher Fleisch-, Fett- und Zuckerkonsum bei gleichzeitigem niedrigen Verzehr von Getreideprodukten, Kartoffeln, Gemüse, Salat und Obst mit dem Auftreten mehrerer Krebsformen zusammentrifft. Insbesondere trifft das für Brustkrebs bei Frauen und Darmkrebs zu. Umgekehrt hat vitaminreiche und ballaststoffreiche Kost offenbar bei diesen Krebskrankheiten einen präventiven Effekt. Vergleiche > KID, Krebssterblichkeit

Advertisement