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Ein transurethraler Dauerkatheter (Lage in der Harnröhre) wird nötig, wenn aus medizinischer Sicht eine Dauerableitung bzw.kontrollierte Dauerableitung des Urins aus der Blase erforderlich ist.

Die Indikation zu einem transurethralen Dauerkatheter sollte sehr genau geprüft werden, da die Komplikationsrate gegenüber dem intermittierenden Katheterismus oder einem suprapubischen Katheter doch erhöht ist. Ein transurethraler Dauerkatheter wird auch nach bestimmten Operationen gelegt . Folgende Indikationen sprechen für einen transurethralen Dauerkatheter, wenn die voraussichtliche Dauer 3 bis 5 Tage Liegezeit nicht überschreitet:

  • Postoperativ z.B. nach gynäkologischen Eingriffen, nach Rektumamputation, nach Eingriffen an der Harnröhre und Blase
  • zur Flüssigkeitsbilanzierung bei intensivmedizinisch betreuten Patienten und Komapatienten
  • bei wiederholter akuter Harnverhaltung
  • bei diagnostischen Maßnahmen z.B. Urodynamik
  • bei großer Restharnbildung infolge neurologischer Störungen
  • kurzfristig bei Vorliegen eines Dekubitus
  • Harninkontinenz ist keine Indikation für einen Dauerkatheter - dabei wird er meistens aus Zeitgründen seitens des Pflegepersonals gelegt und stellt einen schweren Pflegefehler dar!
  • Makrohämaturie

Kontraindikationen

Unter bestimmten Voraussetzungen darf kein transurethraler Dauerkatheter gelegt werden, da es sonst zu Komplikationen kommen könnte, die weitere medizinische Eingriffe erfordern würden. Folgende Kontraindikationen sind bekannt:

  • Harnröhrenstriktur
  • Urethritis
  • Prostatitis
  • Epididymitis
  • Harnröhrenriß

Vor- und Nachteile

Wie beim suprapubischen Katheter hat auch der transurethrale Dauerkatheter Vor- und Nachteile. Hier muss der Arzt genau abwägen, was für den Patienten besser ist bzw. wo die zu erwartenden Risiken geringer sind.

Vorteile des transurethralen Dauerkatheters
  • wenig Kontraindikationen
  • keine Zusatzmaßnahmen erforderlich (z.B. Blasenauffüllung, Punktion)
  • große Auswahl an passenden Kathetern verfügbar
  • bei technischen Schwierigkeiten Reinsertion unter gleichen Bedingungen möglich
  • begrenzte Verletzungsmöglichkeiten
  • Möglichkeit zur Dauerspülbehandlung
  • einfache Entnahme von sterilem Urin möglich


Nachteile des transurethralen Dauerkatheters
  • Harnröhrenläsionen durch Via falsa (Spätfolge: Striktur)
  • postinstrumentelle Urithitis (Spätfolge: Striktur)
  • Infektion des Urogenitaltraktes
  • deszendierende Prostatitis und Epididymitis oder aszendierende Pyelonephritis, Urosepsis
  • hohe Rate von *Harnwegsinfektionen
  • Restharnprüfung bei liegendem Katheter nicht möglich
  • stärkere subjektive Patientenbelästigung
  • höherer Aufwand im Rahmen der Katheterhygiene

Infektionsgefahr

Die Infektionsgefahr durch einen liegenden transurethralen Dauerkatheter ist relativ hoch, pro Tag nimmt das Risiko um 5-10 Prozent zu. Nach 14 Tagen findet man auch bei geschlossenen Systemen bei fast allen Patienten eine Bakteriurie. Die Infektionsgefahr hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Vom Patienten ausgehend
Beim Patienten sind die Infektionsquellen die keimbesiedelte Perianalregion, der Genitalbereich, der Unterbauch (besonders die Schamhaare) und die Hände des Patienten. Mit zunehmender Liegedauer des Katheters nimmt die Keimaszension über die mukopurolente Membran des Urethralschleimes zu. Das Infektionsrisiko wird durch verschiedene Faktoren zusätzlich erhöht wie z.B. Manipulation des Patienten am Ableitungssystem, Obstruktionen im Harntrakt, Immunsuppression, Diabetes mellitus, Polytrauma, Immobilität, Lebensalter, Stuhlinkontinenz.
Vom Personal ausgehend
Ein unzureichender Ausbildungsstand des Personals kann häufig die Ursache unsachgemäßer Manipulationen am Katheter oder Harnableitungssystem und einer mangelhaften Grundpflege des Patienten und des Katheters sein. Eine ungezielte Antibiotikatherapie kann zur Keimselektion und damit zu therapieresistenten nosokomialen Harnwegsinfekten führen.
Harnableitungssystem
Beim Dauerkatheter muß ein "geschlossenes Ableitungssystem" verwendet werden. Dieses ist dadurch charakterisiert, daß es während der Ableitung das Lumen der Harndrainage vor Kontaminationen von außen weitestgehend schützt. Im Handel sind verschiedene "geschlossene Systeme" erhältlich, die den grundlegenden Anforderungen entsprechen. Es sollten Systeme zur Anwendung kommen, die auch die hygienischen Anforderungen an die Harnprobenentnahmestelle für bakteriologische Untersuchungen, Rückflußsperre (Tropfkammer), Luftausgleichsventil, ggf. Ablaßstutzen und -verschluß erfüllen. Jeder Wechsel sowie das Ablassen des Urins erfordert ein aseptisches Vorgehen, um eine Infektion des Patienten sowie Kontamination des Personals und der Umgebung mit Gefährdung anderer Patienten zu verhindern. Das Ableitungssystem muss spätestens nach 14 Tagen gewechselt werden. Hier müssen die Vorgaben des Medizinproduktegesetz befolgt werden. Ein geschlossenes Harnableitungssystem ist kein Ersatz für verantwortungsvolle Katheterpflege und Genitalhygiene.
Katheterpflege
Die Urethramündung, Katheter und Genitalregion sind täglich mit Wasser und Seife zu reinigen. Eine prophylaktische chemische Antiseptik ist nicht unbedingt erforderlich, da die Effektivität dieser Maßnahme nicht belegt ist. Das Drainagesystem darf nur unter aseptischen Bedingungen geöffnet werden. Es dürfen keine routinemäßigen Blasenspülungen vorgenommen werden, es sei denn, der Arzt hat dies ausdrücklich angeordnet. Eine ausreichende Diurese (Ausspüleffekt) ist unbedingt erforderlich, bei Inkrustationsneigung empfiehlt sich die Ansäuerung des Harns.
Material
Das Kathetermaterial sollte biostabil und biokompatibel sein. Bei Dauerkathetern sollten deshalb Silikonkatheter verwendet werden. Die Anwendung von jodhaltigen Lösungen wie z.B. Braunol® zur Haut- und Schleimhautdesinfektion ist nicht zu empfehlen, da das Kathetermaterial bei langen Liegezeiten dadurch beschädigt werden könnte, alternativ ist hier z.B. Octenisept® zu verwenden.

Antibiotikaprophylaxe sinnvoll?

Jede Katheterisierung beinhaltet ein Infektionsrisiko. In Abhängigkeit vom Zustand des Patienten beträgt das Risiko bei einer einmaligen Katheterisierung einen Harnwegsinfekt zu bekommen bei jungen Frauen etwa 1 Prozent und bei älteren, bettlägrigen hospitalisierten Patienten bis zu 20 Prozent. Bei einem transurethralen Dauerkatheter mit offenen System liegt das Risiko der Infektion nach 4 Tagen bei fast 100 Prozent. Selbst bei geschlossenen Systemen kommt es pro Dauerkathetertag in 4-10 Prozent der Fälle selbst bei Antibiotikaprophylaxe zu einem Infekt. Das bedeutet, dass bei etwa fünftägiger Katheterlage schon die Hälfte der Patienten das Risiko haben trotz Antibiotikaprophylaxe infiziert zu werden. Bei guter Drainage (geschlossenes System) bleibt der größte Teil der katheterassoziierten Infektionen asymtomatisch. Ein besonderes Risiko haben Patienten die in Hinblick auf Bakteriämie gefährdet sind.

Patienten, die nur für mehrere Tage einen transurethralen Dauerkatheter benötigen, sollten keine Antibiotikaprophylaxe bekommen. Erst bei entsprechender Urinkultur mit antibiotischer Austestung erfolgt eine gezielte Therapie kurz bevor der Katheter gezogen wird. Patienten mit einem Langzeit-Dauerkatheter haben keine Chance keimfrei zu bleiben. Bei ihnen sollte darauf geachtet werden, dass keine Problemkeime auftauchen, wie etwa Proteus mirabillis, die Harnstoff spalten und dadurch Infektsteine produzieren können. Nur diese sollten eliminiert werden. Ferner sollten Behandlungen erfolgen, wenn eine Bakteriämie so massiv ist, dass der Patient davon Symptome bekommt.

Anwendung

Hier nun die Handlungskette. Sie beginnt wie immer mit der eigenen Vorbereitung (Kenntnisse rekapitulieren, Blick in die Doku der Person):

Um die subjektive Belästigung für den Patienten so gering wie möglich zu halten, ist eine gute Vorbereitung der Maßnahme unerlässlich. Zunächst werden alle erforderlichen Utensilien bereitgestellt und evt. der Patient schon eine gewisse Zeit vorher über die geplante Maßnahme informiert. Sollte sich dabei herausstellen, dass der Patient besonders ängstlich ist, kann auf Anordnung eines Arztes dem Patienten ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben werden.


Materialien

Die Zusammenstellung des Materials richtet sich nach der Durchführungstechnik und dem Inhalt des evtl. vorliegenden Kathetersets. Zur Sicherheit sollte zusätzliches steriles Material vorrätig sein, falls etwas unsteril wird.

Unsteril:
  • Händedesinfektionsmittel für die Pflegekraft
  • Schleimhautdesinfektionsmittel z.B. Octenisept® oder Braunol®
  • Wasserundurchlässige Schutzunterlage
  • Abwurf
Steril:
  • steriler Dauerkatheter nach Anordnung
  • steriles Ablaufsystem (Urinbeutel) nach Anordnung
  • Gleitmittel z.B. Instillagel®
  • Einschlagtuch ca. 50 x 60 cm als sterile Ablagefläche
  • steriles Schlitz– bzw. Lochtoch
  • sterile Handschuhe
  • evtl. anatomische Pinzette
  • 6 Stück Mulltupfer
  • Kompressen
  • Auffangschale mit min. 750 ml Volumen und großer und kleiner Kammer
  • Blockerspritze mit ca. 10 ml Aqua

Vorbereitung des Patienten

Ein Aufklärungsgespräch über den Sinn und Zweck dieser Maßnahme soll dem Patienten die Angst vor dem Katheter nehmen. Auch Kindern soll diese Maßnahme erklärt werden, sofern sie es ihrem Entwicklungsstand entsprechend verstehen können. Das Legen eines transurethralen Dauerkatheters darf nur mit Zustimmung des Patienten (evt. Einverständniserklärung) gemacht werden, außer es ist aus medizinischer Sicht notwendig, um dem Patienten vor Schaden zu bewahren. Auf alle Fälle ist die Intimsphäre des Patienten zu wahren, daher sollte das Legen eines transurethralen Dauerkatheters nicht im Krankenzimmer erfolgen, wenn andere Patienten oder Unbeteiligte zusehen könnten.

  • Schutzschürze oder Kittel zum Eigenschutz anziehen, Hände waschen und hygienische Händedesinfektion durchführen
  • Einverständnis des Patienten
  • Schutz der Intimsphäre
  • Unterkörper abdecken und entkleiden, aber Oberkörper zugedeckt lassen
  • Intimpflege durchführen
  • evtl. Gesäß leicht erhöht lagern
  • Einmalunterlage als Nässeschutz unter das Gesäß legen
  • nochmalige hygienische Händedesinfektion
  • Katheterset öffnen und eingeschlagenen Inhalt entnehmen bzw. alle sterilen Teile bereitlegen
  • Auffangschale mit dem Tupfer zwischen die aufgestellten Beine des Patienten an den Rand des sterilen Tuches stellen
  • Inneneinschlag zur sterilen Arbeitsfläche entfalten
  • Katheter auf sterile Arbeitsfläche ablegen
  • Schleimhautdesinfektionsmittel über die Tupfer gießen

Durchführung beim männlichen Patienten

  • hygienische Händesdesinfektion
  • sterile Handschuhe anziehen
  • Genitalbereich mit nach unten geöffnetem Schlitztuch abdecken, daß es nur noch den Penis freiläßt
  • Mit einer Hand Penisschaft fassen, Vorhaut zurückschieben
  • Tupfer mit Pinzette entnehmen und die Eichel von der Harnröhrenmündung zum Kranz von oben nach unten desinfizieren
  • Für jede Wischbewegung einen neuen Tupfer nehmen
  • mit einem weiteren Tupfer Harnröhre desinfizieren
  • Desinfektionszeit beachten
  • Gleitmittel (Instillagel®) in die Harnröhre einspritzen und Penisschaft unterhalb der Eichel zudrücken oder Penisklemme ansetzen (Einwirkzeit beachten)
  • Harnröhrenmündung spreizen
  • Penis strecken und hochhalten, Katheter (evtl. mit 2. Pinzette oder mit Hilfe der Katheterhülle) einlegen
  • Bei geringem Widerstand nach ca. 10 cm Penis senken und Katheter weiterschieben (bei weiterem Widerstand oder verstärkten Schmerzen Vorgang abbrechen)
  • Penis wieder strecken, weiteres Vorschieben des Katheters bis Urin fließt
  • Bei Ablaufmengen über 500 ml Katheter zur Vermeidung eines Blasenkollaps zwischendurch abklemmen, Abklemmung nach 5 – 10 Minuten wieder lösen
  • der Dauerkatheter wird mit dem bereitgelegten Urinableitungssystem verbunden und sogleich geblockt (Blockerspritze)
  • Dauerkatheter leicht zum Blasenrand zurückziehen (Kontrolle der Blockung)
  • reponierte Vorhaut wieder über die Glans schieben, um einer Paraphimose vorzubeugen !!
  • Genitalbereich reinigen und abtrocknen und Handschuhe ausziehen
  • hygienische Händedesinfektion

Durchführung bei weiblichen Patientinnen

  • hygienische Händedesinfektion
  • sterile Handschuhe anziehen
  • Genitalbereich mit nach unten geöffnetem Schlitztuch abdecken
  • mit einer Hand Labien (äußere und innere Schamlippen) spreizen und Spreizhaltung beibehalten, bis der Katheter eingeführt ist
  • mit der Pinzette und je einen Tupfer erst äußere und dann innere Labien von der Symphyse (Schamfuge) in Richtung Anus desinfizieren
  • mit einem weiteren Tupfer Harnröhre desinfizieren
  • einen Tupfer auf den Vagina- Eingang legen und während des Katheterisierens dort belassen
  • Pinzette abwerfen
  • Desinfektionszeit beachten
  • evt. Gleitgel (Instillagel®) in die Harnröhre instillieren (Einwirkzeit beachten)
  • Katheter (evtl. mit 2. Pinzette oder mit Hilfe der Katheterhülle) in die Harnröhre einführen, bis Urin fließt (bei Widerstand oder verstärkten Schmerzen Vorgang abbrechen)
  • Bei Ablaufmengen über 500 ml Katheter zur Vermeidung eines Blasenkollaps zwischendurch abklemmen, Abklemmung nach 5 – 10 Minuten wieder lösen
  • der Dauerkatheter wird mit dem bereitgelegten Urinableitungssystem verbunden und sogleich geblockt (Blockerspritze)
  • Dauerkatheter leicht zum Blasenrand zurückziehen (Kontrolle der Blockung)
  • Tupfer nach der Überprüfung der Blockung wieder aus dem Scheidenausgang entnehemen
  • Genitalbereich reinigen und abtrocknen und Handschuhe ausziehen
  • hygienische Händedesinfektion

Nachbereitung

  • Patienten wieder ankleiden bzw. ankleiden lassen
  • Patienten bequem lagern
  • Arbeitsplatz aufräumen und gebrauchtes Arbeitsmaterial entsorgen
  • Dokumentation von Größe des Katheters, Menge der Blockungsflüssigkeit, Menge und Aussehen des abgelaufenen Urins, Datum und Unterschrift der Pflegekraft

Pflege des Katheters

Die Pflege eines transurethralen Dauerkatheters kann vom Pflegepersonal oder aber vom Patienten selbst übernommen werden. Wenn der Patient die Pflege seines Katheters übernimmt, dann ist er darin zu unterweisen, insbesondere über die hygienischen Aspekte, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten.

  • jedes geschlossene Ableitungssystem muss spätestens nach 14 Tagen gewechselt werden, da die vom Hersteller angebrachte antibakterielle Beschichtung innen und der Bakterienfilter dann aufgebraucht sind.
  • bei den nicht geschlossenen Systemen gibt es zwei Varianten:
  • - unsterile Urinauffangbeutel
  • - sterile Urinauffangbeutel, aber ohne antibakterielle Beschichtung, ohne Bakterienfilter
  • erstere werden täglich gewechselt und sollten nur bedingt eingesetzt werden wegen der hohen Kontaminationsgefahr bei der ständigen Dekonnektierung vom Katheter
  • sterile, nicht beschichtete Systeme dürfen 3 Tage benutzt werden, in der Regel sind das Beinbeutel die idealerweise in der Nacht mit einem unsterilen Bettbeutel am Ablass verbunden werden. Der unsterile Bettbeutel wird dann am Morgen entsorgt.
  • täglich Katheter- und Intimpflege
  • ggf. Sekret am Katheter mit Desinfektionsmittel entfernen
  • Urinbeutel muss immer unterhalb des Blasenniveaus befestigt bzw. getragen werden, um Rückstau in die Blase zu vermeiden

Tipps & Tricks

  • Bei männlichen Patienten die Katheter-Größe nicht zu klein wählen, mindestens Ch.14. Zu dünne Katheter können vor der Prostata umschlagen! Wenn dann auch noch während des Legens ein wenig Urin abgeht und durch den Katheter fließt, kann der Katheter irrtümlich in der Harnröhre geblockt werden. Entblocken ist dann oft nicht mehr möglich, und der Katheter muß geblockt gezogen werden.
  • Zum Blocken des Katheters wird eine sterile 10%ige Glycerinlösung (z.B. Tyco Curity Glycoblock®) verwendet. Alternativ kann auch steriles Wasser verwendet werden. Eine Kochsalzlösung birgt die Gefahr, daß das Salz kristallisiert und der Ballon nicht mehr entblockt werden kann.
  • Nach dem Entblocken den Ballon nochmal mit etwa 2-5 ml Flüssigkeit füllen, damit es zu keiner Falten- und Wulstbildung kommt, dann lässt sich der Katheter leichter entfernen und bereitet dem Patienten weniger Unannehmlichkeiten.
  • Bei Frauen empfiehlt es sich ein kleines Kissen unter das Becken zu legen, um besser Einsicht nehmen zu können.
  • Vor dem Anziehen der sterilen Handschuhe müssen alle Materialien , die steril sein müssen, bereit liegen, am besten gedanklich den gesamten Vorgang noch einmal durchgehen.
  • Als geschlossenes System bezeichnet man die Verbindung von Katheter und Ablaufsystem. Das System darf niemals geöffnet werden. Spülungen oder das Abklemmen des Katheterschlauches sind absolut out weil sie zum Harnwegsinfekt führen.
  • Als günstig hat sich auch die vorbeugende Gabe von Extrakten der Cranberry, die amerikanische Preiselbeere erwiesen, da die so genannten Proanthocyane der Cranberry dem Anhaften der Bakterien an der Blasenschleimhaut entgegenwirken. ( ??? )

Siehe auch:

  • Intermittierender Katheterismus (zur einmaligen Blasenentleerung)
  • Intermittierender Selbstkatheterismus (ISK)
  • Dauerkatheter
  • Urinbeutel
  • Harninkontinenz

Weblinks

PS: Auch diese Seite wurde vor Jahren von den Admin-Jungs aus Witten zunächst zerstört. 


( Warum das Pflegewiki 2.0 gescheitert ist. Leider.Aber: die Bevormundung-Spiele aus Witten/Herdecke konnten nicht funktionieren. )

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