PflegeABC Wiki
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19. Okt 2021: Erste Berichte von den Auswirkungen der Kontakte mit einer ungeimpften Pflegerin in einem Pflegeheim in Norderstedt (Schleswig-Holstein) während der 3. bzw. der beginnenden 4. Covid-19-Welle in Deutschland.


Von insgesamt 76 Bewohnern der Einrichtung waren demnach 60 positiv auf Corona getestet worden. Nur drei der Infizierten seien nicht geimpft gewesen. Die Betroffenen hätten überwiegend keine bis leichte Symptome. Zwei Bewohner würden im Krankenhaus behandelt, allerdings nicht auf der Intensivstation. Von insgesamt 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seien 18 positiv getestet worden, mindestens acht waren nicht geimpft. Ein Angestellter kam demnach ins Krankenhaus.


Der schlesw.holst. Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) betont angesichts dieser Zahlen »dass die Coronaschutzimpfung wirkt«. Es ist eine gute Folge, dass man die Pflegeheim-BewohnerInnen durch die inzwischen erreichte hohe Impfquote vor einem schweren Verlauf der Krankheit schützen konnte.

Er sagte auch, es ärgere ihn »extrem«, dass in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Hospizen nach wie vor ungeimpftes Personal arbeite.

Weblink: https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/pflegeheim-in-schleswig-holstein-ungeimpfte-mitarbeiterin-verursachte-offenbar-corona-ausbruch-a-5a559a18-f71a-43a5-a358-a6fe310c403a

Andere betroffene Gesundheitseinrichtungen in der 4. Welle - Herbst 2021

  • Häufung von Coronainfizierten am Helios-Klinikum in Bad Saarow (Landkreis Oder-Spree). Ärzteblatt, 5. Oktober 2020 (nimmt keine neuen Patienten mehr auf. Aufnahmestopp erteilt. bislang 20 positive Fälle
  • Corona-Ausbruch in den Helios Kliniken Schwerin, Stand: 18.10.2021 14:22 Uhr (In den Helios Kliniken Schwerin haben sich mehrere Patienten und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben eines Sprechers handelt es sich um sieben Patientinnen und Patienten von 10 der Palliativstation sowie acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. NDR vom 18.10.
  • Bad Doberan, 19.10.2021. 98 Corona-Fälle registriert - sechs Bewohner starben. Dort sind 32 Beschäftigte infiziert - davon haben 18 laut Sozialministerium keinen Impfschutz. Wie das Virus in die Einrichtung kam, ist bisher unklar.
  • Salzwedel: 4 Tote In einem Altenheim in Salzwedel (Altmark), das grundlegende Schutzmaßnahmen gegen Corona nicht beachtet hat. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Mittwochsausgabe) und der Deutschlandfunk. Nach Angaben von Salzwedels Landrat Michael Ziche (CDU) wurden 35 der 45 Heiminsassen mit dem Virus infiziert. Die Hälfte des Pflegepersonals war laut Ziche ungeimpft, darunter der Chef der Einrichtung. "Der Heimleiter hat sich in der vergangenen Woche beim Pandemiestab gemeldet und angegeben, dass er sich mit dem Betrieb überfordert fühlt", sagte Ziche. "Unsere Mitarbeiter haben auch festgestellt, dass in dem Heim keinerlei Hygienemittel vorhanden waren." Auch ein Teil des Pflegepersonals habe sich infiziert - Deutschlandfunk: Vier Tote nach Corona-Ausbruch … vom 4. Nov. 21
  • Karl-Olga-Haus: <!—- Elf Bewohner mit Corona infiziert - trotz Impfung. Nachdem am Sonntag im Karl-Olga-Haus mehrere Corona-Schnelltests positiv ausfielen, ist ein Besuchsverbot ausgesprochen worden. Besuche sind in den nächsten zwei Wochen nur in Ausnahmefällen möglich, wie etwa zur Sterbebegleitung. (Fr.hafen) 08.11.2021, Die Stadtverwaltung reagiert prompt und spricht ein zweiwöchiges Besuchsverbot für das Alten- und Pflegeheim aus. Auch sechs MitarbeiterInnen sind positiv getestet worden. Bericht in SZ und -->suedkurier.de: Wie die Stadt mitteilt, sind alle Betroffenen „ohne Symptome und haben einen mindestens doppelten Impfschutz“. Wochenbl: Im städtischen Alten- und Pflegeheim Karl-Olga-Haus gelten nach dem Auftreten mehrerer Corona-Infektionen strenge Besuchsregeln. Die infizierten Bewohnerinnen und Bewohner sind geimpft und zeigen bisher höchstens leichte Symptome. Noch liegen nicht für alle Verdachtsfälle die Ergebnisse von PCR-Tests vor: Von inzwischen 15 im Schnelltest positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern wurden sieben durch PCR-Test bestätigt. Alle 15 Bewohnerinnen und Bewohner sind mindestens doppelt geimpft, eine Person hat bereits die dritte Impfung. Bei allen positiv Getesteten treten bisher höchstens leichte Symptome auf.<!—- Seit etwa einem Monat werden im Karl-Olga-Haus über die Hausärzte die Auffrischimpfungen erteilt. Das Karl-Olga-Haus hat derzeit 94 Bewohnerinnen und Bewohner, die regelmäßig getestet werden. Positive Schnelltests wurden mit PCR-Tests durch den jeweiligen Hausarzt geprüft. Bei den Mitarbeitenden wurden im Schnelltest bisher elf Personen positiv getestet, darunter acht geimpfte und eine genesene. Für fünf im Schnelltest positiv Getestete fehlt noch das PCR-Ergebnis. Auch hier zeigt sich die Wirkung der Impfung: Die geimpften Mitarbeitenden zeigen kaum Symptome, die nicht geimpften zeigen mehr Symptome. Derzeit gibt es aber keine schweren Verläufe. Insgesamt arbeiten im Karl-Olga-Haus 115 Personen. Das Personal wird täglich mit Schnelltest getestet, auch geimpfte und genesene Mitarbeitende. Positive Schnelltests werden mit PCR-Test überprüft. Das Besuchsverbot wurde inzwischen aufgehoben, es gelten aber strenge Besuchsregelungen: Besuche sind möglich werktags zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 16 Uhr. Das Tragen einer FFP2-Maske ist für Besucherinnen und Besucher Pflicht. Für den Zutritt ist außerdem ein 3G-Nachweis erforderlich. Bei Geimpften und Genesenen bittet das Karl-Olga-Haus zusätzlich um einen Schnelltest, der vor dem Besuch gemacht werden sollte. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Testnachweis bringen, also mindestens einen negativen Antigen-Schnelltest der maximal 24 Stunden alt sein darf. Zum besseren Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner bittet das Karl-Olga-Haus nicht geimpfte und nicht genesene Personen, einen PCR-Test vorzulegen, der maximal 48 Stunden alt sein darf. Der 3G-Nachweis gilt für alle Personen ab sechs Jahren, ausgenommen Schülerinnen und Schüler bis 12 Jahre, die in der Schule getestet werden. Am Eingang finden Nachweiskontrollen statt. —-> (ak. Pressemitteilung: Stadt Friedrichshafen 10.11. )
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