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Knochenfraß ist ein etwas älterer Name für die Knochen-Krankheit Osteoporose. Aber dieses Wort beschreibt sehr bildhaft, was bei der Osteoporose passiert: der ganz normale Abbau der Knochensubstanz läuft weiter während der ebenfalls normale ständige Neuaufbau von Knochen-Zellen verlangsamt ist. Dadurch wird der Knochen spröde, brüchig. Dies führt insgesamt zu einer Verminderung von Knochengrundsubstanz, die Rinde des Knochens wird schmaler, die Knochenbälkchen (-->Spongiosa) im Kocheninneren werden dünner und spärlicher. Auswirkungen hat das in der erhöhten Bruchgefahr der am meisten belasteten Knochen, also an den Beinen und der Wirbelsäule.

Eigentlich sind Abbau und Neuaufbau normal und gleich schnell. Wenn aber der Abbau "schneller" wird, weil … siehe Ursachen … kann es zum "spontanen", das heißt plötzlichen und ohne äußere Ursache, Zusammenbruch eines Knochens kommen. Das Wörtchen schneller ist eigentlich das falsche Wort. Aber so wird es von vielen Betroffenen wahrgenommen. Deshalb kam es wahrscheinlich auch zum Namen Knochenfrass. Osteoporose wird auch als Knochenschwund bezeichnet. Die Folgen für den verletzten Menschen sind die gleichen wie bei einer Fraktur, Knochenbruch.

Besondere Risiken bestehen bei der Osteoporose, wenn es zusätzlich öfter zu Sturz kommt. Beispielsweise, weil Kraft zum Aufstehen aus dem Bett fehlt oder das Gleichgewicht gestört ist. All das gehört ja zu einem der bedeutsamen Alterssyndrome. Denn dabei kann eine scheinbar kleiner Ursache wie das Stolpern über einer Teppichkante zu dann wahrgenommenen massiven Einschränkungen der Beweglichkeit und weiteren Folgen führen.

Therapieansätze: Prävention z B mit Medikamenten, Schutzkleidung (zum Bspl. für die Wirbelsäule oder die Füße oder Polster gegen die Oberschenkelknochenbrüche), Gymnastik zum Muskelaufbau und GleichgewichtstrainingHeilung der Frakturen durch Schiene oder OP. Wiederholte Prüfung der Knochendichte, z B am Oberschenkel.



Mögl. Ursachen

Die Knochenmasse nimmt etwa in den ersten drei Lebensjahrzehnten zu (in der Jugend wird Knochen aufgebaut) und sie erreicht dann einen Höhepunkt. Sie fällt in den späteren Lebensjahren langsam wieder ab. Die Osteoporose entsteht meist aus einer unzureichenden Knochenbildung in jungen Jahren und/oder einem beschleunigten Abbau in späterer Zeit. Ursachen dafür können sein:

  • Immobilisation (eingeschränkte Bewegung, Bewegungsmangel = fehlende Mobilität)
  • Hormonell: Hyperkortisolismus (Cushing-Syndrom), Hypogonadismus, Hyperparathyreoidismus, Hyperthyreose, die schwangerschaftsassoziierte Osteoporose
  • Gastroenterologische Ursachen: Malnutrition - mangelhafte Ernährung, Anorexia nervosa (Magersucht), Malabsorption, renale Osteopathie (Nieren)
  • Medikamentös: wie zB die Langzeittherapie mit Kortikosteroiden (Cortisol)


Weblinks:

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