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Pandemie bedeutet: zeitlich, aber nicht örtlich begrenztes (weltweites) Auftreten einer Infektionskrankheit (Grippe, SARS)


WHO-Phasen des Warnsystems[1]

Das WHO-Warnsystem umfasst sechs Stufen: In den ersten drei dominieren Infektionen unter Tieren, dabei sind nur wenige Menschen betroffen. Erst ab Stufe 4 warnt die WHO, weil es zu "anhaltender Übertragung von Mensch zu Mensch" kommt. Stufen 5 und 6 sind durch "weitverbreitete menschliche Infektionen" mit zunehmend vielen Ländern bzw. Kontinenten gekennzeichnet.

Die Stufe 6 ist die höchste, die Stufe 1 die niedrigste Warnstufe:

Stufe 6
Die Pandemiephase. Die Zahl der Infektionen nehmen weiter zu, die gesamte Bevölkerung ist betroffen.
Stufe 5
Infektionen häufen sich. Übertragungen von Mensch zu Mensch bleiben jedoch örtlich begrenzt. Das Virus passt sich immer besser an den Menschen an, es besteht ein großes Pandemie-Risiko.
Stufe 4
Vereinzelt wird das Virus von Mensch zu Mensch übertragen. Die Infektionen sind örtlich begrenzt, was den Schluss erlaubt, dass das Virus nicht gut auf den Wirt Mensch angepasst ist.
Stufe 3
Die Alarmphase beginnt. Einzelne Menschen infizieren sich mit dem neuen Virus-Subtyp. Übertragungen von Mensch zu Mensch gibt es keine oder nur selten im Falle engen Kontakts.
Stufe 2
Wie in Stufe 1, allerdings besteht ein substantielles Risiko, dass Menschen erkranken.
Stufe 1
Keine neuen Influenza-Viren-Subtypen bei Menschen. Es können jedoch Viren unter Tieren kursieren, das Ansteckungsrisiko für Menschen ist aber gering.

Medien

Siehe auch:

Literatur

  • R. Fock, H. Bergmann u. a. (Mitarb. von Robert Koch-Institut,Berlin ; versch. Institute des Sanitätsdienstes der Bundeswehr; Ministerium für Arbeit,Soziales und Gesundheit,Mainz ; div. Gesundheitsamtern; Hessisches Sozialministerium,Wiesbaden): Management und Kontrolle einer Influenzapandemie. Konzeptionelle Überlegungen für einen deutschen Influenzapandemieplan. In: Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2001 · 44:969–980 ( Springer-Verlag , Berlin)
  • Vasold - Geschichte der Seuchen


Film

  • Die Geschichte der Epidemien  - Eine Folge aus der Reihe "Mit offenen Karten"  arte (2020). Pandemien, also Epidemien, die weltweit auftreten, hat es in der Vergangenheit schon mehrfach gegeben. Die lange Geschichte lässt sich besonders gut mit Weltkarten erzählen. Die Analyse ihres Ausbruchs und ihrer geografischen Ausbreitung liefert wertvolle Aufschlüsse auch über die Entwicklung der menschlichen und geopolitischen Beziehungen, denn das Krisenmanagement offenbart die Schwächen – aber auch die Stärken – der betroffenen Staaten. Von den Masern bis zur ersten Covid-19 - Welle 2020. (Moderation: Emily Aubry; Wissenschaftliche Leitung: Guillaume Fourmont; Buch und Regie: Judith Rueff. F/D, 13 Min. Link bei bpb
  • Simone Jung: Pandemien - Lernen wir dazu? "Mensch gegen Virus - von der Spanischen Grippe bis Corona." 44 Min. Doku & Reportage ∙ hr-fernsehen, 2020. ("Mutter der modernen Pandemien" wird die Spanische Grippe genannt. Sie forderte 1918/19 mehr Tote als der Erste Weltkrieg. Damals wussten die Menschen nur sehr wenig über die Grippe. Erst 1997 gelang es, den genetischen Code der Spanischen Grippe zu entschlüsseln. In der ard-mediathek

Siehe auch

Weblinks

Um die Ausbreitung einer Seuche zu prognostizieren, muss man wissen, wie sich Menschen bewegen. Anhand der Bewegung von Geldnoten in den USA aufgrund eines Internet-Spiels stellen Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, der Universität Göttingen und der University of California in Santa Barbara in der aktuellen Ausgabe des Fachblatts "Nature" Gesetzmäßigkeiten für das menschliche Reiseverhalten vor. Artikel dazu in Spiegel-online vom 26.1.06.

Quellen


  Siehe näher zu diesen Begriffen auch unter >



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