PflegeABC Wiki
Advertisement

Pflegeskandal ist ein Schlagwort, das in den Medienberichten für die Vernachlässigung, Misshandlung oder die wiederholte Verletzung der Berufspflichten von Pflegepersonal und deren administrativer Leitung (PDL, Heimleitung, Klinikdirektion) gegenüber Patienten und pflegebedürftigen Personen ebenso wie systematisch herbeigeführte Schädigungen von Patienten in Kliniken/Krankenhäusern, Altenheimen bzw. von Kunden in der ambulanten Pflege/bei Sozialstationen benutzt wird.


Das Wort wird bisher überhaupt nicht bei Problemen in der privaten Pflege durch Angehörige zuhause verwendet.

Siehe dazu auch bei:

  • Sklavinnen, die uns pflegen. Daniel Drepper in Die Zeit, Aug. 2016: Beleidigt, geschlagen, keine Freizeit: Hunderttausende Osteuropäerinnen versorgen in deutschen Haushalten Menschen. Das ist meist mit dem Vorwurf Schwarzarbeit verboten, wird aber selten verfolgt. Wird Geld "gespart" oder geht es ums Daheimbleiben im hohen Alter?


Siehe auch: Heimaufsicht,, Fehlerberichtssystem, Whistleblower (und wenn ja - bei wem?), Lernen_aus_kritischen_Ereignissen (anonymes System mit Beratung beim KDA


• … aktuelle Skandale in der Presse oder tv!



  • Verdacht auf Körperverletzung bei 88 Bewohnern in der Seniorenresidenz Schliersee. Dort sind Bewohnerinnen und -er offenbar über Jahre vernachlässigt worden. Die Staatsanwaltschaft München II (zuständig für den Landkreis) ermittelt wegen Körperverletzungsdelikten bei 88 Personen und prüft 17 Todesfälle. Senioren könnten verhungert sein. Extrem dünn, nur noch Haut und Knochen war die alte Frau. Ihren Anblick wird Andrea Würtz nie vergessen und wie diese Frau zu ihr sagte, dass sie so friere. Die Hände waren mit Stuhlgang verdreckt, die Füße wundgelegen. Im vergangenen Jahr war Andrea Würtz für das Gesundheitsamt Miesbach oft in der Seniorenresidenz Schliersee. Sie sagt: "Ich hätte diese Frau am liebsten mit beiden Händen aus dem Heim getragen, so schlimm fand ich das." (Bericht bei BR24 vom 24. März 2021)
  • Ein kleines privates Altenpflegeheim in Mönchengladbach verliert die Betriebserlaubnis: Die städtische Heimaufsicht ordnet seine Schließung an. 47 alte Frauen und Männer, die im Alten- und Pflegeheim in Mönchengladbach leben, müssen die Einrichtung in der kommenden Woche verlassen. Die städtische Heimaufsicht kritisiert gravierende Mängel in der Pflege. Angehörige müssen nun binnen weniger Tage Ersatz finden. Von Dieter Weber. rp-online.de vom 7.9.18


  • Südafrika, 2016/2017: Fast 100 psychisch Kranke starben in Südafrika nach Verlegung in billigere Heime. Um Kosten zu sparen, hat eine Provinzregierung in Südafrika eine Klinik für psychisch Kranke schließen lassen, die Patienten wurden zu billigeren Anbietern verlegt. Diese hatten kein Personal und keine Lizenz für die Behandlung und waren völlig überfordert …
  • Pflegeskandal in Elversberg, 2012: Im Awo-Seniorenheim Elversberg, Saarland, sollen zwei Pfleger Bewohner längere Zeit gequält haben. Zwei Opfer starben offenbar an den Folgen der Misshandlungen. Den Pflegern und ihren Vorgesetzten wurde fristlos gekündigt.

Hebamme wegen Mordversuchen verurteilt (2016, 1. Instanz)

  • München - Verdacht gegen Pfleger: Kriminalpolizei ermittelt im Klinikum Bogenhausen Verdacht gegen Pfleger: eine 95jährige Patientin hatte bei ihrem Aufenthalt mehrere Verletzungen erlitten, die ihre Angehörigen sich nicht erklären können. Von Martin Bernstein mehr ... SZ







Dahinvegetieren im Altenheim — Tag für Tag ein Skandal

Die Wochenzeitung DIE ZEIT beleuchtet mit einer Reportage das (politisch gewollte ? ! ) Dahinvegetieren im Altenheim. Denn nicht nur Flüchtlinge gelten im "modernen" Deutschland als zu vernachlässigende Untermenschen, sondern natürlich auch alle unproduktiven Zellhaufen wie Erwerbslose und Alte. Das haben SPD und GRÜNE unmissverständlich klar gemacht, als sie ihre Hartz-Gesetze durchdrückten und dafür breiten Applaus von CDU/CSU und FDP im Bundesrat bekamen. Eine Mitmenschlichkeit, die auch heute noch von über 80 Prozent aller Wähler bejubelt und wiedergewählt wird - und bei der man sich trotzdem für zivilisiert hält.

  • 653 Leser haben an der Umfrage von ZEIT und ZEIT ONLINE zum Pflege-Alltag in Deutschland teilgenommen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer gab an, einen pflegebedürftigen Angehörigen zu haben. Sogar 25 Heimleiter nahmen an der anonymen Umfrage teil. (DIE ZEIT Nº [[1]]. Juni 2014)
  • ANNE KUNZE, MARLIES UKEN: Der Pflege-Aufstand, in Die Zeit.de/2014/24 vom 5.Juni 2014. Sehr empfohlen zum Lesen !


  • Pflegeskandale (Kopie des Artikels bei Wikipedia, wikipedia.org/wiki/Pflegeskandal)


Der Begriff

In Schlagzeilen von Zeitungen und Medien wird das Wort nicht einheitlich verwendet. Es kann sich dabei um Einzeltaten oder um einen wiederholt auftretenden gravierenden Mangel in einer Institution handeln. Dabei wird in vielen Artikeln damit gleichzeitig die Vorstellung verbunden, dass die jeweilige Institution nicht alles ihr Mögliche getan hat, um diese massiven Pflegefehler bzw. die Straftaten zu verhindern.[1] Es geht bei diesem Begriff also um das Zusammentreffen von individuellem und kollektivem Fehlverhalten, das in der Öffentlichkeit Zweifel auslöst, ob die pflegerische Einrichtung nicht gerade das Gegenteil der Fürsorglichkeit bewirkt, die von ihr erwartet und von ihr in der Regel auch geleistet wird.

Besonders chronisch Kranke und Senioren fallen derartigen Missständen leicht zum Opfer, da sie in einem besonders ausgeprägten Abhängigkeitsverhältnis zum Pflegepersonal stehen. Wenn sie auf sich allein gestellt sind und keine Angehörige oder Betreuer für sie aktiv werden, könnten Vernachlässigung oder gar Straftaten ihnen gegenüber unentdeckt bleiben. Sie selbst rufen meist nicht die Polizei und klagen nur selten vor Gericht. An Demenz erkrankte Personen, die seit dem Jahr 2000 über sechzig Prozent der Bewohnerschaft von Pflegeheimen ausmachen, stehen einem eventuellen Fehlverhalten der pflegenden Institution und des Personals besonders hilflos gegenüber. Kaum ein Jahr vergeht, ohne dass nicht irgendwo im deutschen Sprachraum über mindestens einen Fall von massiven „Mängeln“ oder gar Verbrechen in einem Altenheim, einer Klinik berichtet wird.[2][3][4] Dagegen war es im September 2007 eine Ausnahme in der Presselandschaft, dass und wie über strukturelle Mängel in einer größeren Zahl von Pflegeheimen oder ambulanten Diensten berichtet und diskutiert wurde (Bericht des MDK über Pflegequalität als Auslöser).

Strukturelle Defizite

Es gibt strukturelle Defizite im Gesundheitswesen. Als Hauptursache dafür wird im Pflegebereich am häufigsten ein chronischer Personalmangel genannt: Während es in früheren Jahren zu wenige ausgebildete Pflegekräfte in Deutschland gab („Pflegenotstand“), so werden heute meist zu geringe Personalzuweisungen („Personalschlüssel“) als Folge einer unzureichenden allgemeinen Finanzierung des Gesundheitswesens für Mängel in der Pflege verantwortlich gemacht.[5] In diesen Bereich gehört auch die Diskussion um das Schlagwort Sozialabbau. Gelegentlich greift die Heimaufsicht bei bereits bekannten Mängeln aber zu spät ein.[6]

Darüber hinaus dürfen laut Heimgesetz in Pflegeheimen bis zur Hälfte der Mitarbeiter fachlich unausgebildete Pflegepersonen sein. Dies und die häufig geltend gemachte ungenügende fachliche Anleitung dieser Pflegehelfer durch ausgebildetes Personal führt nicht selten zu einer Verringerung der Qualität in der Pflege. Wenn beispielsweise in Pflegeheimen Menschen Druckgeschwüre ertragen müssen, die fachlich falscher Lagerung geschuldet sind („Dekubitus“), ist dafür möglicherweise die zeitliche und fachliche Überforderung des Personals die Ursache. Daher werden deswegen in der Regel nicht einzelne Pflegekräfte beschuldigt, sondern Juristen sprechen von einem Organisationsversagen, wenn die Institution zu geringe Vorsorge gegen derartige Fehlleistungen trifft.

Vergleichbar wurde in den vergangenen Jahren durch den medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK) in Berichten zur Pflegequalität bemängelt, dass zu viele Menschen in Pflegeheimen unterernährt seien oder zu wenige Getränke zugeführt bekämen.[7][8]

Immer wieder berichten Pflegekräfte oder Angehörige auch von alten Menschen, die mangels Personal viele Stunden in ihrem Kot und Urin liegen müssen, oder von Personen, die ohne richterlichen Beschluss in ihren Betten angebunden („fixiert“) werden, eine Handlungsweise, die juristisch gesehen den Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt. Da die jeweilige Heimleitung davon eigentlich Kenntnis haben muss, kann sie nicht ohne weiteres den einzelnen Pflegenden hierfür die juristische Schuld zuweisen. Die Heimleitungen werden deshalb selbst als ein Teil der strukturelle Defizite benannt, weil ihre Ausbildung und berufliche Erfahrung nur auf einem niedrigen Niveau vorgeschrieben ist.[9][10]

Kliniken und Pflegeeinrichtungen müssen wie Ärzte ihre pflegerischen Handlungen – und somit auch ihre Unterlassungen – dokumentieren, damit zunächst die Weiterbehandlung gesichert wird, aber auch damit spätere Kontrollen möglich sind. In den letzten zehn Jahren wurde allerdings wiederholt darüber diskutiert, ob diese Dokumentationspflicht sinnvoll ausgestaltet ist oder nicht. Es gab den Vorwurf, dass sie oder bestimmte Ausprägungen unnötig Arbeitskraft bindet.

Heime, die psychisch stark veränderte Personen pflegen wollen*, benötigen entsprechende Fachkräfte mit dieser Zusatzqualifikation. Es käme fast niemand, außer unserer Regierung, auf die Idee in einer Psychiatrie 50 Prozent unausgebildetes Personal einzusetzen! (* es ist bekannt, das sind die allermeisten APH. Das ist eine Folge des lobenswerten Ausbaus der Sozialstationen dank der Pflegeversicherung seit 1995.)

Individuelle Fehlhandlungen

Wenn eine Krankenschwester oder ein Altenpfleger Patienten bestiehlt, beschimpft oder gar misshandelt, ist das deren individuelles kriminelles Handeln. Es wurde nicht angeordnet oder auch nur geduldet. Unterlassene Hilfeleistung oder Diebstahl in Pflegeeinrichtungen ist aber nicht nur ein Aufklärungsproblem sondern bedeutet einen Vertrauensbruch zwischen gepflegter Person und der Institution. Überdeutlich wird dies bei jeder Form von Gewalt in der Pflege. Im Extremfall eines Mordes wird immer wieder der zwiespältige Begriff „Todesengel“ strapaziert. Es ist hier zu fragen, warum es in Einzelfällen immer wieder möglich ist, solche Taten unentdeckt über einen längeren Zeitraum in einer Institution zu vollbringen, in der viele Personen eng zusammenarbeiten.

Auf der Suche nach Täterprofilen ist die Kriminalistik und die Psychologie inzwischen so weit zu sagen, dass es "die" klar abgrenzbare Tätergruppe nicht gibt. Vorsorge kann also nicht über frühzeitige Identifizierung von Tätern erfolgen sondern nur über Prophylaxe bei potentiellen Opfern.[11][12] Das kann im Bereich der professionellen Pflege durch die Ausbildung, Fortbildung der Pflegenden oder z. B. der menschenwürdigen Gestaltung des Heimalltags geschehen.

Entgegen älteren Annahmen von geringerem Umfang fanden Roth und Hormolova 2004 für NRW, dass 1/4 bis 1/3 der Pflegekräfte in Heimen körperliche Misshandlungen für sich oder andere bestätigen. Unangemessene Freiheitseinschränkungen würden zwischen ca. 5 % bis 28 % der Pflegekräfte als eigene oder beobachtete Handlungen bejahen. Gewalthandlungen in der häuslichen Umgebung wurden deutlich weniger, zwischen 5 und 15 %, angegeben. Die Autoren schließen allerdings ein Dunkelfeld dabei nicht aus.

Die Anhörungspflicht des Richters bei freiheitsentziehenden Maßnahmen

Nach Pressemeldungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart vom 22. August 2008[13] und weiteren Meldungen vom 14. November 2008[14] ist ein Nürtinger Vormundschaftsrichter wegen Rechtsbeugung nach § 339 StGB zu dreieinhalb Jahren Haftstrafe verurteilt worden. Der Verurteilte habe in einer Vielzahl von Fällen gegen betreute in Senioren- und Pflegeheimen befindliche Personen ohne die gesetzliche Anhörung freiheitsentziehende Maßnahmen angeordnet. Dies kann aber in der Regel nicht ohne Kenntnis der verantwortlichen Pflegekräfte geschehen sein.

Die Grauzone Sterbehilfe

Die Selbsttötung wird in der Bundesrepublik nicht bestraft. Wer andere tötet, auch mit der im Strafverfahren vorgebrachten Entschuldigung es aus Mitleid getan zu haben, muss durch den Staatsanwalt und später durch das Gericht mit einer genauen Prüfung der Umstände und seiner Motive rechnen. Weil es in der Bundesrepublik keine rechtlichen Bestimmungen gibt, die Sterbehilfe in klar umrissenen Grenzen erlaubt, wird Ärzten oder Pflegekräften, die sich daran beteiligen, in der Öffentlichkeit fast regelmäßig dies als strafmildernd zugestanden.[15]

Dabei wird in der Presse oft der Unterschied zwischen einer Tötung einer dem Täter gut bekannten Person als Einzelhandlung einerseits und Serientaten oder Tötungen bzw. Morde von professionellen Pflegekräften, evtl. auch um andere strafbare Handlungen dieser Täter zu verdecken, andrerseits übersehen. Das Motiv Mitleid kann von einer professionellen Pflegekraft jedoch nicht bei „Opfern" geltend gemacht werden, die sie noch gar nicht persönlich kennen kann.

Mängel bei der Aufsicht über die Heime

Der „Medizinische Dienst der Krankenversicherungen“ legt bei hilfsbedürftigen Älteren die Pflegestufe fest und prüft zudem die Qualität von Heimen neben der so genannten staatlichen „Heimaufsicht“, von der evtl. jahrelang nichts zu hören ist. Werden dabei erhebliche Missstände festgestellt und deren Abhilfe vom Heimbetreiber verlangt, erfährt die Öffentlichkeit oder Angehörige von dort gepflegten Personen zunächst gar nichts davon. Die Prüfer durften ihre Berichte laut Gesetz bislang nicht veröffentlichen. Erst mit der Einführung der Transparenzberichte und der damit einhergehenden Benotung nach dem "Schulnotenprinzip" wurden diese Feststellungen der Öffentlichkeit zumindest teilweise zugänglich. Die Heime dürfen zu den Berichten der Heimaufsicht/MDKStellung nehmen. So bleiben die einzelnen Berichte nicht mehr länger nur vertraulich zwischen den Pflegekassen, der Kreisbehörde, dem Heimverband und dem Heimbetreiber.

Immer noch sind die meisten regulären Besuche vom Medizinischen Dienst und Heimaufsicht angekündigte Begehungen von Stationen, auf denen oft tagelang vom Personal in zusätzlichen Überstunden „klar Schiff“ gemacht wird (in 72 bis 87 Prozent). Dokumentationen können ergänzt, Speisenvorräte auf Hygienemängel überprüft, Medikamentenschränke und Rezepte miteinander abgeglichen werden.[16]

Pflegemitarbeiter, die sich bei Missständen an diese Aufsicht wenden, müssen nicht nur mit dem Verlust ihres jetzigen Arbeitsplatzes rechnen, sondern Angst haben, als „schwarze Schafe“ keine neue Beschäftigung zu finden.[17] Das geht soweit, dass selbst Juristen in Bezug auf die Pflege beklagen, dass es für „Whistleblower“ im Vergleich zu den USA nur geringen Rechtsschutz gibt.

Da in der Bundesrepublik eine Leichenuntersuchung nur als Ausnahmefall vorgenommen wird, gibt es keine wissenschaftlich überprüfbaren Zahlen über die Häufigkeit von kriminellen Handlungen direkt vor dem Tod einer in Institutionen gepflegten Person.

DerHeimbeirats/-fürsprechers nach dem deutschen Heimgesetz ist nicht so unabhängig wie ein Ombudsmann in anderen Ländern, da in der Regel eine ihm nahestehende Person im Heim lebt oder gelebt hat.[18] Ein weiterer Vorschlag betrifft deshalb die Schaffung eines bundesweiten Angebots von anbieterunabhängigen Beratungs- und Krisentelefonen für ältere Menschen.[19] Es gibt sie bislang lediglich in Bonn, München, Kiel und Berlin, zum Teil als Hilfsangebot von Vereinen und teilweise unterstützt durch das Sozialministerium eines Landes.[20][21][22]

Bekannte Skandale in den vergangenen Jahren

11 der folgenden 14 aufgezählten Skandalfälle seit 1989 führten zum Tod von Patienten. Diese Anzahl schwerster Gewaltausübung erscheint hier möglicherweise deshalb niedrig, weil Fälle mit geringerer Schädigung von der (überregionalen) Presse nicht als Skandal wahrgenommen werden. Es ist zu vermuten, aber nicht nachgewiesen, dass es im gleichen Zeitraum auch zu anderen gewaltsamen Übergriffen gekommen ist oder schwere Schädigungen aufgrund von fehlerhaftem pflegerischen Handeln eingetreten sind. Einen Beweis für oder gegen diese Annahme einer Grauzone kann aus methodischen Gründen nicht angetreten werden.

  • 1989: Die Verurteilung der Krankenschwester M. R. zu elf Jahren Freiheitsstrafe wegen Totschlags in fünf Fällen, fahrlässiger Tötung und Tötung auf Verlangen in je einem Fall 1989 durch das Landgericht Wuppertal. Als ihr Prozess begann, ging die Anklage davon aus, dass die Frau, die seit Oktober 1978 Krankenschwester und später Vertreterin des Oberpflegers auf der chirurgischen Intensivstation der St.-A.-Kliniken in Wuppertal gewesen war, in zwei Jahren 17 Patienten jeweils kurz nach ihrer Verlegung auf die Intensivstation getötet habe.
  • In Wien wurde 1991 ein Prozess gegen vier Hilfspflegerinnen (in der Presse Todesengel von Lainz genannt) mit harten Urteilen wegen vielfachen Mordes beendet.
  • 1992 wird in Mosbach (Baden-Württemberg) ein Altenpfleger (Heimleiter) wegen körperlicher Misshandlung als vorsätzliche Körperverletzung in 15 Fällen und einer fahrlässigen Tötung mit einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt. Zur Anzeige kam es nicht durch Personal oder Ärzte, die Zeugen einzelner oder mehrerer Taten waren.
  • Im Juli 1993 wurde der Krankenpfleger W. L., der im Jahr 1990 in Gütersloh zehn alte, schwerkranke Patienten durch Luftinjektionen getötet hat, vom Landgericht Bielefeld wegen Totschlags zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
  • 1994 - Eine Krankenschwester hatte in einer Klinik im mittelfränkischen Treuchtlingen einer todkranken Frau ein Beruhigungsmittel gespritzt. Kurz nach der Injektion war die 85-Jährige gestorben. „Das Gericht hat keine Zweifel, dass die Angeklagte eine ähnliche Tat nicht mehr begehen wird“ laut Urteilsbegründung. Durch die Presse auch als Ansbacher „Todesspritzenprozess“ bezeichnet.
  • Ein Pfleger in einer Bundeswehrklinik in Berlin wird 1996 wegen fünffachen Totschlags an schwerst kranken Patienten angeklagt. Er gibt zunächst „eine Art Sterbehilfe“ als Motiv an. Später widerruft er sein Geständnis und wird freigesprochen.
  • Das Luzerner Kriminalgericht verurteilte einen 36-jährigen Krankenpfleger zu lebenslänglichem Zuchthaus wegen Mordes in 22 Fällen, Mordversuchs in drei Fällen und unvollendeten Mordversuchs in zwei Fällen an demenzkranken Menschen im Alter von 66 bis 95 Jahren in Innerschweizer Pflegeheimen zwischen 1995 und 2001. Die Aufdeckung der Tat erfolgte, nachdem die Heimleitung eines Betagtenzentrums nach auffälliger Häufung von Todesfällen die Untersuchungsbehörden eingeschaltet hatte.
  • 1999 - ein Pflegeskandal in München[23]
  • 2001 - Ein ehemaliger Altenpfleger (O. D.) gesteht in Bremerhaven den Mord an fünf alten Frauen, um ihnen Geld zu rauben. Was sie nicht wussten: der hilfsbereit wirkende Pfleger war bereits vor längerem fristlos entlassen worden, weil er Geld unterschlagen hatte. Am 5. Juni 2001 begann die Serie von Morden. Am 14. Juni schließlich erstickte er Anneliese K., 89, und fuhr von dort direkt zur 82-jährigen Martha N. Sie verliert während des Überfalls das Bewusstsein. Er raubt ihr 3.700 Mark und flieht. Sie wird kurz darauf von ihrem Sohn gefunden und kann der Polizei erklären, wer sie beraubt hat. Der Täter wird kurz darauf festgenommen. Das Landgericht Bremen verurteilte ihn zu lebenslanger Haft unter Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Gutachterin sieht als Hauptgrund: „Er hat die Tötung der alten Frauen als neue Erwerbsquelle für sich erkannt.“ Denn er hatte in einer Prostituierten für sich eine Bezugsperson gefunden, die er mit immer mehr Geld beeindrucken wollte.[24]
  • 2003 - Wegen Totschlags in einem Fall sowie versuchten Mordes mit gefährlicher Körperverletzung in sechs Fällen wird eine Karlsruher Altenpflegerin zu 15 Jahren Haft verurteilt. Das Landgericht sieht es als erwiesen an, dass die Verurteilte über Jahre hinweg Patientinnen im Alter zwischen 81 und 94 Jahren ohne medizinische Notwendigkeit in hohen Dosen Insulin verabreicht hat.
  • Im Sommer 2003 - Pflegeskandal Lainz (Nr. 2) bei Wien[25]
  • 2004 - Das Verfahren gegen den „Krankenpfleger von Sonthofen“, Namenskürzel S. L. – 27 Jahre, begann am 6. Februar und endete am 20. November 2006 vor der 1. Großen Strafkammer am Landgericht Kempten mit einem Urteil in 1. Instanz. Es geht darin um die größte bekannt gewordene Serientötung der BRD. Aufgrund ihrer Ermittlungen wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, zwischen dem 2. Februar 2003 und dem 10. Juli 2004 insgesamt 29 Patienten – zwölf Männer und 17 Frauen im Alter zwischen 40 und 94 Jahren – in einem Krankenhaus in Sonthofen getötet zu haben. Nur für einen Teil der Tötungen liegt ein Geständnis vor. Das Landgericht Kempten hat den sogenannten Todespfleger wegen mehrfachen Mordes und Totschlags zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht sah eine besondere Schwere der Schuld als erwiesen an.
  • Pflegeskandal 2004 in Schleswig-Holstein bei einem landesweit tätigen Träger, dessen Präsidium deswegen zurücktritt. „Nach den Negativ-Schlagzeilen der vergangenen Wochen sollen verschiedene Einrichtungen neue Träger erhalten.“
  • 2005 - Unter dem Verdacht, sechs Patienten getötet zu haben, ist in Bonn eine unausgebildete Pflegeassistentin verhaftet worden. Die Frau war aufgefallen, weil sie in den vergangenen Monaten während ihrer Dienstzeit in einem Pflegeheim bei Bonn in vier Fällen gemeldet hatte, die Patientin sei in ihrem Beisein eines natürlichen Todes gestorben. Das Landgericht Bonn verkündete am 22. Februar 2006 das Urteil. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil wegen vierfachen Mordes, vierfachen Totschlags und einer Tötung auf Verlangen und verhängte als Strafe lebenslängliche Haft. Die besondere Schwere der Schuld wurde festgestellt und das Berufsverbot auf Lebenszeit ausgesprochen.

Folgen von einzelnen Pflegeskandalen

Nach einem Skandal stellt sich immer auch die Frage, wieweit danach für die Zukunft ähnlichen Schadenssituationen vorgebeugt wurde bzw. werden konnte. Skandale üben so auch eine Präventivwirkung aus. In der Pflege gab und gibt es nach den oben geschilderten Skandalen einzelne Veränderungen der Regeln zur Heimaufsicht und der Pflegegesetze, die inzwischen weitere Dokumentationspflichten im Rahmen der Qualitätssicherung vorsehen als früher.

Im April 1999 wurde in Bonn die erste verbandsübergreifende Initiative gegen Gewalt in Pflegeeinrichtungen in Deutschland gegründet, die mit einem gemeinsamen Memorandum „Menschenwürde in der stationären Altenpflege - (K)ein Problem. Memorandum 1999“ 15 Verbesserungen in der Alltagsarbeit von Pflegeheimen aber auch bei der Pflegeforschung und von politischen Instanzen einforderte. Träger waren u. a. der Sozialverband Reichsbund e.V., Bonn und das Kuratorium Deutsche Altershilfe. Köln.[26] Dies Initiative wies auch auf den in Deutschland bestehenden Forschungsbedarf zu dem Thema hin, der bisher nur in den USA seit 1988 durch eine staatlich geleitete Institution nachgegangen wird.[27]

In dem Fall Lainz II (Österreich) kam es nach der Einführung einer weiteren Kontrollinstanz mit einigem zeitlichen Abstand aber auch wieder zu deren Abschaffung (Pflegeombudsmann Wien). Teilweise auf privater Basis kam es seither fast bundesweit zur Einführung von Beschwerdestellen und Nottelefonen.

Seit dem Frühjahr 2001 muss sich die Bundesrepublik Deutschland wegen der Missstände vor der UNO verantworten.[28]

2006 kam es zum ersten World Elder Abuse Awareness Day (15. Juni, erster Mahntag gegen Missbrauch und Gewalt an älteren Personen).

  • Siehe dazu auch: Pflegefehler und deren juristischen Bearbeitung im Sinne des Zivil- bzw. Strafrechts

Skandal versus Skandalisierung

Ein Skandal (aus dem Französ. bzw. Griech. skandalon Fallstrick, Stolperstein. Dagegen verharmlosend: Affäre) ist das beabsichtigte oder irrtümliche Fehlverhalten (in diesen Fällen) einer regional oder überregional angesehenen Institutionen, das öffentlich bekannt wird und in der Gegenwart meist mittels der Medien öffentlich gemacht wird und hohes Aufsehen in der Bevölkerung eines Landes erregt.

Das Fehlverhalten der einzelnen Pflegepersonen wird in den genannten Fällen jeweils -zunächst- dem Krankenhaus / der Pflegeeinrichtung zugeschrieben. Dabei wurde der Anteil des Organisationsverschuldens der Institution nicht im Einzelnen nachgewiesen. Dies liegt an der Besonderheit des Strafrechts, das nur den jeweils Angeklagten verurteilt oder freispricht. Die nicht angeklagte Institution muss dann keine Beweise vorbringen. Nur in einem Fall in der Schweiz kam es neben dem Täter auch zu einer Verurteilung der Person, der Fehler bei der Aufsichtspflicht nachgewiesen wurden.

Aber in der Öffentlichkeit wird wie bei der juristischen Beweislastumkehr von eine Pflegeeinrichtung Vorkehrungen erwartet, dass von ihr und ihren Beschäftigten keine massive Schädigung der zur Pflege anvertrauten Patienten, alten oder behinderten Menschen ausgehen kann. Dieser Nachweis ist in den genannten Fällen (Urteile bzw. auf vielen Erhebungen beruhenden MDK-Gutachten) logischerweise nicht möglich.

Der Presse und anderen Medien kann daher nicht der Vorwurf einer Skandalisierung gemacht werden. Davon würde gesprochen, wenn offensichtlich ist, dass jemand (in diesen Fällen also z. B. der Fernsehjournalist) der einen Zustand oder eine Tat anklagt, dies nur zu seinem eigenen Vorteil tut. Allerdings könnte auch die Verknüpfung von Missständen mit weiteren Themen im Sinne einer Auflagensteigerung/Quotenverbesserung durchaus gezielt erfolgen. Dies konnte bei den genannten Skandalen aber nicht als Publikationsstrategie nachgewiesen oder als Vorwurf gegen einzelne Medien erhoben werden. Die Fälle wurden jeweils in vielen Medien mit ungefähr gleichlautender Kommentierung berichtet. In der Mehrzahl handelte es sich ja auch um Straftaten oder grobe Vertragsverletzungen.

Abgrenzung des Begriffs von der Gewaltanwendung durch Patienten

Die Abgrenzung des Begriffs „Pflegeskandal" oder des Begriffs „Gewalt in der Pflege" von Formen der Gewaltanwendung, die von Patienten ausgehen, ist sinnvoll. Es gibt Störungen des Verhaltens von Patienten, die mit Aggressionen oder Gewalttätigkeiten des Patienten / der gepflegten Person einhergehen. Zum Teil liegt das an psychotischen oder schizoiden Erkrankungen. Bei dementen Personen können regressive Entwicklungen auch zu überschießender Gewaltausübung gegen Pflegepersonal beitragen. Dem allen liegen Situations- und Personenverkennung im Rahmen von wahnhaftem Erleben und Halluzinationen der Patienten zugrunde. Die Fremdgefährdung oder gar das gewalttätige Verhalten kann auch andere Patienten / Mitbewohnerinnen im Pflegeheim etc. betreffen. Sie sind, soweit das vorab bekannt ist, vor solchen Gefährdungen und Schäden zu schützen.

Es kommt nicht nur zu verbal von der Norm abweichendem Verhalten sondern kann bis zu gezielten Angriffen auf Gesundheit und Leben der professionellen Pflegekräfte gehen. Im Rahmen einer psychiatrischen Krankenversorgung ist der Umgang des Pflegepersonals damit zu trainieren und isolierte Situationen mit solchen Patienten sind strikt zu vermeiden. Das frühzeitige Erkennen von Auslösern aggressiven Verhaltens gehört zu den notwendigen Kenntnissen der Pflegekräfte.[29] Aber diese Gewaltausübungen sind mit den Begriffen „Pflegeskandal" oder „Gewalt in der Pflege" regelmäßig nicht abgedeckt. Sie sollten zur Eindeutigkeit der Verhaltensbeschreibungen damit begrifflich auch nicht vermengt werden.

Der Arbeitgeber von Pflegepersonal ist verpflichtet, alles zum Schutz seiner Mitarbeiter vor solchen Angriffen frühzeitig zu veranlassen. Der notwendige Selbstschutz der in der Pflege Mitarbeitenden darf aber wiederum nicht zu unkontrollierter Machtausübung und versteckten Gewaltformen führen. Die Gabe von Psychopharmaka anstelle von Fixierungen bedarf derselben richterlichen Überprüfung wie jede Freiheitseinschränkung. Notwehrsituationen sind in der Pflege sehr selten und mit dem hier Beschriebenen nicht gemeint.

Würde Gewaltanwendung, die von Patienten ausgeht, unter dem Begriff Pflegeskandal behandelt oder publiziert, käme es zu einer Verschleierung der an sich ungleichen Lebens- und Machtposition von Pflegenden und gepflegten Personen in einer Institution. Dieses Verhältnis ist normalerweise von einem Hierarchiegefälle zu Ungunsten der Kunden / Patienten geprägt. Nur in Ausnahmefällen werden alte Menschen als Pflegebedürftige die professionell Pflegenden systematisch aus einer Machtposition heraus misshandeln. Mit dem Begriff Pflegeskandal wird aber die Besonderheit der Institution und der dort üblicherweise herrschenden Abhängigkeiten vorausgesetzt.

Anonymisierte Fehlerberichtssysteme befinden sich im Aufbau

Berichte über einzelne massive Pflegefehler erfolgen entweder im einrichtungsinternen Dokumentations- und Berichtssystem oder über eine Meldung an eine externe Stelle - z. B. an die Polizei oder die Heimaufsicht. Damit wird im günstigen Fall die Regulierung eines Schadens möglich. Im ungünstigen Fall kommt es zu einem Verschweigen. Auch sollte die einzelne Einrichtung Vorkehrungen gegen Wiederholungen treffen. Wie erfolgreich das geschieht, kann nur einrichtungsintern beurteilt werden.

Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) bietet seit 2007 Pflegenden zusätzlich ein Fehlerberichtssystem an, das positive Impulse für die Entwicklung der Qualität der Altenpflege geben möchte (vom engl. Begriff Critical Incident Reporting System abgeleitet). Es bietet die Möglichkeit anonym - das heißt, ohne dass eine Rückverfolgung möglich ist - kritische Ereignisse aus der Praxis der Altenpflege auch über die Einrichtungsgrenze hinweg zu berichten.[30] Damit werden wichtige Informationen über den eigentlichen Fehler, die sonst nur einer einzigen Person oder Pflegeeinrichtung zugänglich sind, vielen/allen Benutzerinnen und Nutzern des Systems und durch Weitergabe auch deren Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung gestellt.

Häufigen Fehler sollte dann ein Handlungsverfahren entgegengesetzt werden können, das erfolgreich den Fehler vermeiden hilft. Das gilt aber auch für gravierende Ereignisse, die für Einzelne oder einzelne Einrichtungen selten sind - es wird möglich sich mit deren Rahmenbedingungen und einer Prävention vertraut zu machen. Solche Systeme sind im technischen Bereich, z. B. der Luftfahrt, bereits seit längerem erfolgreich eingeführt.

Neben der Schilderung des jeweiligen Vorfalls kann auch eine Stellungnahme der (KDA-)Pflegeexperten damit verbunden werden.[31] Allfällig abgegebene Berichte hier ersetzen jedoch keine einrichtungsinterne Pflicht- oder Schadensmeldung und ersetzen auch nicht die Anzeige strafbarer Handlungen gegenüber dem Justizwesen.

Überforderung - Feuerwehr gerufen

In einem Pflegeheim fehlten die PflegerInnen, um 21 alte Menschen zu versorgen. Die einzige Pflegehelferin rief die Feuerwehr.

Betrug durch falsche Abrechnungen

  • Pflegemafia, zu den Ermittlungen in Augsburg und München, 2019

Medien

Siehe auch

  • Fixieren, Festbinden, auch durch Beruhigungsmittel in der Pflege
  • Häusliche Gewalt, Gerontologie
  • Gewaltprävention - Deeskalation
  • Patientenrechte, Patientenverfügung, Pflegefall, PEG-Sonde, Pflegeombudsmann in Wien bzw. Wiener Patientenanwalt
  • Ethisch akzeptierte Sterbebegleitung im Gegensatz zur umstrittenen Sterbehilfe
  • Im so genannten HIV-Prozess in Libyen waren fünf bulgarische Krankenschwestern und ein palästinensische Arzt seit 2000 angeklagt, 426 Kinder in Banghazi vorsätzlich mit HIV infiziert zu haben. Nach Todesstrafen wurden sie 2007 zu lebenslänglicher Haft begnadigt und an Bulgarien zur Haftverbüssung ausgeliefert. Dort wurden sie vollkommen begnadigt und freigelassen.
  • Im englisch- bzw. französischsprachigen Raum sind die einschlägigen Begriffe oft mit der Gruppe der hochaltrigen Personen verbunden: Elder abuse, Maltraitance des personnes âgées (Interwikis siehe linke Spalte).

Filme

  • Pflegeheim-Reportage bei Team Wallraff:
    • Die Reaktionen darauf im Internet 06.05.14 14:20 So reagierten die RTL-Zuschauer auf die Reportage Lies mehr über Pflegeheim-Reportage bei Team Wallraff: Die Reaktionen im Internet - RTL.de bei www.rtl.de
    • dort Video der Sendung auch in der Mediathek rtl-now
    • 2017: Team Wallraff'-Reporter prüfen nach: Nachhaltigkeits-Check in verschiedenen Branchen (im gleichen Haus in Kreuzberg. Inkl. Stellungnahme des Betreibers. Heimaufsicht teilt eigene Prüfung mit, die ordnungsrehtl. Maßnahmen habe. mehr dazu bei rtl.de 21:15 - 21:35 Reporterin arbeitet zwei Tage als Praktikantin. Zusätze. Interview mit ehemaligem Pfleger und dem Pflegeexperten Armin Rieger -Der Pflege-Aufstand: Ein Heimleiter entlarvt unser krankes System-.)
  • Thomas Reutter, Gottlob Schober: Der Pflegenotstand. auf: SWR. (Die Autoren sind den Anrufen des Bonner Notruftelefons nachgegangen. Erstsendung 24. Januar 2005)
  • Manfred Uhlig: Tote haben keine Lobby.[32] Zweiteiliger Film 2. Die Altenpflegerin. D, WDR, 45 Min. (Erstsendung 11. Januar 2006)
  • Norbert Siegmund: Schwester Tod - Mord auf der Intensivstation. 29 Min, D - RBB Erstausstrahlung 4. Juli 2007 21.45 - 22.15 Uhr. (Das Gerichtsverfahren gegen Krankenschwester der Charité 2007. Dokumentation und Feature, basierend im Wesentlichen auf Äußerungen von K. H. Beine.)

Bücher, Literatur

neu
  • Claus Fussek, Gottlob Schober: ''Es ist genug! Auch alte Menschen haben Rechte.'' 2013
  • Michael Graber-Dünow: Pflegeheime am Pranger. Wie schaffen wir eine bessere Altenhilfe? 2016
Prävention
  • Katharina Brandl: Möglichkeiten zur Gewaltprävention in der Altenpflege. Eine Herausforderung für die Ausbildung. Bonner Schriftenreihe "Gewalt im Alter", Band 12. Mabuse-Verlag, 2005, ISBN 3-938304-27-8.
  • Dieter Deiseroth: Nestbeschmutzung oder unverzichtbare Information: Welchen Nutzen bringt das Whistleblowing von Beschäftigten? In: ProAlter. 3/2006, Vorlage:ISSN, S. 16–23 (Whistleblowing, engl., entspricht etwa dem dt. Wort Verpfeifen, hat aber eine positive Konnotation i.S. von rechtzeitig alarmieren. Die dt. Sektion der Juristenvereinigung IALANA würdigt herausragend couragierte Persönlichkeiten mit dem Whistleblower-Preis. Printausgabe oder online)
  • Barbara Hiss u.a.: Fallgeschichten Gewalt. Anfänge erkennen, Alternativen entwickeln. Reihe Pflege im Vincentz Verlag, Hannover 1999, ISBN 3-87870-616-2.
  • Günther Roth, Garms-Homolová: Vorkommen, Ursachen und Vermeidung von Pflegemängeln. (Gutachten im Auftrag der Enquete-Kommission "Situation u. Zukunft der Pflege in NRW"), Berlin/ Göttingen 2004, (Dazu eine Kurzpräsentation, PDF)
Aggressionen, Macht und andere Emotionen als Konfliktstoff
  • Theo Kienzle, Barbara Paul-Ettlinger: Aggressionen in der Pflege. Umgangsstrategien für Pflegebedürftige und Pflegepersonal. Kohlhammer, Stuttgart 2000. Reihe Pflege kompakt, ISBN 3-17-015997-6.
  • Claudio Kürten, Klaus Dörner (Hrsg.): Erfolgreich behandeln - armselig sterben. Macht und Ohnmacht im Krankenhaus und Heim. 3. Auflage. Verlag Die Brücke, Neumünster 1999, ISBN 3-926200-71-5.
  • Cordula Schneider: Gewalt in Pflegeeinrichtungen. Erfahrungen von Pflegenden. Schlütersche, 2005, ISBN 3-89993-149-1.
Die Pflege alter Menschen in Institutionen als Problemsituation
  • Dieter Deiseroth: Bestandsaufnahme: Wo liegen gravierende Missstände im stationären Pflegebereich? In: ProAlter. 3/2006, S. 23–28.
  • Klaus Dörner: Tödliches Mitleid. Zur sozialen Frage der Unerträglichkeit des Lebens. 4. Auflage. Paranus Verlag, 2002, ISBN 3-926200-86-3.
  • Mervyn Eastman (1984): Old Age Abuse. Age Concern England, Mitcham Surrey 1984, ISBN 0-86242-030-X.
    • deutsch: Gewalt gegen alte Menschen. Lambertus-Verlag, Freiburg 1985, ISBN 3-7841-0285-9.
  • Claus Fussek, Sven Loerzer: Alt und abgeschoben. Der Pflegenotstand und die Würde des Menschen. 2. Auflage. Herder, Freiburg 2005, ISBN 3-451-28411-1 (Rezension Sven Lind vom 20. Dezember 2005 in socialnet)
  • Claus Fussek, Gottlob Schober: Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwürdiger Pflege Geschäfte gemacht werden. C. Bertelsmann, 2008, ISBN 978-3-570-01009-9.
  • Johannes Kemper: Alternde und ihre jüngeren Helfer. Vom Wandel therapeutischer Wirklichkeit. Unter Mitarbeit von Helga Geiger, Anette Helmrich, Josef Seyfried. 2. Auflage. Ernst Reinhardt Verlag, 2000, ISBN 3-497-01529-6.
  • U. Reus, H. Huber, U. Heine: Pflegebegutachtung und Dekubitus. Eine Datenerhebung aus der Pflegebegutachtung des Medizinischer Dienst der Krankenversicherung Westfalen-Lippe. (MDK WL) In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie. 38:3 2005, S. 210–217.
  • Annette Rehwald: Pflege im Schweinsgalopp: Die unerhörten Erlebnisse der Schwester Annette.
  • G. Roth, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.): Qualitätsmängel und Regelungsdefizite der Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege – Nationale und internationale Befunde. Forschungsbericht im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Institut für Gerontologie an der Universität Dortmund.
  • Markus Breitscheidel: Abgezockt und totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen. 2007 ISBN 3548369014
Patiententötungen durch Pflegepersonal
  • Karl H. Beine: Homicides of patients in hospitals and nursing homes: a comparative analysis of case series. In: International Journal of Law and Psychiatry. 26 (2003) S. 373–386 (engl., dt. Rezension)
  • Maisch Herbert: Patiententötungen. Dem Sterben nachgeholfen. Kindler, München 1997, ISBN 3-463-40254-8.
Sonstiges
  • Pflegekräfte am Limit "Erschöpft, überarbeitet und ausgelaugt". (Die Finanznot deutscher Kliniken bringt Pflegekräfte in Bedrängnis. Gerade nachts arbeiten sie oft allein auf Station. Ein unvertretbares Risiko für Patienten, wie eine Studie zeigt, die SPIEGEL ONLINE exklusiv vorliegt.) Von Kristina Gnirke und Isabell Hülsen in Spon vom 19.12.2016

Einzelnachweise zu Zitaten u.ä.

  1. So auch in einer Sammelrezension Holger Jenrich: Kritiker in der Kritik. In: Altenpflege Nr. 5/2007, S. 50–52.
  2. Erkens Fred (1998): Nachgefragt: Einfach einsperren? In Süddeutsche Zeitung vom 19. März 1998 (Soziologe, Leiter des Beratungsbüros Handeln statt Misshandeln in Bonn; Weitere Literatur seither bei HSM – siehe Weblinks)
  3. BAGSO-Positionspapier zu Gewalt gegen Ältere von 2002. Bagso ist ein dt. Dachverband vieler Seniorenverbände
  4. Siehe bei Literatur Eastman (Klassiker zu dem Thema; aus den USA), Fussek und Hiss
  5. Die Internationale Krankenhaus-Leistungsstudie ist Teil einer Zusammenarbeit zwischen den USA, Schottland, Kanada, England und Deutschland: Hunderte Patienten starben - weil Krankenschwestern fehlten. In: Spiegel Online vom 24. Oktober 2006 (Todesrate in Krankenhäusern mit zu wenig Pflegekräften um 26 Prozent erhöht; Original: International Journal of Nursing, 2006)
  6. Empörung über Mängel in Magdeburger Pflegeheim - Landtag kritisiert die Stadt Nach der angeordneten Schließung eines Magdeburger Altenpflegeheimes wegen schwerer Pflegemängel weist der Sozialausschuss des Parlaments darauf hin, dass die Magdeburger Stadtverwaltung für die skandalösen Zustände in dem Heim die Verantwortung trage. Nach: Naumburger Tageblatt vom 13. Februar 2008
  7. Siehe bei Literatur D. Deiseroth - Bestandsaufnahme, S. 24f.
  8. Verweis auf den MDK-Artikel, der die MDS-Site mit den Studien nennt.
  9. Siehe bei Literatur Fussek und Hiss
  10. Sigrid Pilz: Pflegenotstand bei Altenbetreuung. 23. Juni 2006
  11. Siehe bei Literatur Beine, Görgens
  12. Sigrid Pilz: Wege aus dem Pflegenotstand. 29. August 2006
  13. Hauptverfahren gegen Richter wegen Rechtsbeugung eröffnet. auf: lgstuttgart.de, 22. August 2008.
  14. Amtsrichter muss ins Gefängnis. auf: stuttgarter-zeitung.de, 14. November 2008.
  15. Ausführliche Literaturliste dazu bei den Weblinks: N3 u. a.
  16. Es liegen zwei bundesweite Berichtszusammenfassungen des MDS (nach § 118 Abs. 4 SGB XI) zur Qualität in der ambulanten und stationären Pflege vor:
    11. November 2004: 1. Bericht zur Pflegequalität.
    31. August 2007: 2. Pflegequalitätsbericht (Pressemeldung und Download als PDF-Datei, 4 MB)
  17. Siehe bei Literatur D. Deiseroth - Nestbeschmutzung, S. 22f.
  18. Siehe bei Literatur D. Deiseroth - Bestandsaufnahme, S. 27.
  19. Thomas Görgen: Beratungs- und Krisentelefone für ältere Menschen (Februar 2003). Publ. auch über die Broschürenstelle des BMFSFJ.
  20. Bonn, Handeln statt Misshandeln e. V.
  21. Krisentelefone, Beratungs- und Beschwerdestellen für alte Menschen Kiel, München u.a.
  22. Das Berliner Seniorentelefon
  23. Neuester Pflegeskandal in München zeigt: Die Situation der Senioren zu verbessern bleibt eine politische Daueraufgabe! Presseerklärung der Fraktion der csu-muenchen.de vom 4. März 1999. Original im Archiv
  24. Julia Jüttner: Der Fall Des "Oma-Mörders"– "Jungchen, nimm das Geld und geh!" In: spiegel.de vom 15. Dezember 2008
  25. Die Grünen Wien über den Pflegeskandal
  26. KDA: Aktion gegen Gewalt in der Pflege (KDA Hrsg.): Menschenwürde in der stationären Altenpflege - (K)ein Problem. Memorandum 1999]
  27. http://www.ncea.aoa.gov/ncearoot/Main_Site/index.aspx Das nat. Zentrum über Missbrauch an Älteren (National Center on Elder Abuse - NCEA; 1988 gegründet) der U.S.-Administration on Aging (AoA)
  28. Verhungern-im-Heim
  29. Barbara Höft, Landesärzte für Gerontopsychiatrie: Empfehlungen für Leistungsstandards in der gerontopsychiatrischen Pflege. Psychiatrie-Verlag, Bonn [- 2003 3|1999 - 2003 3]. A, ISBN 3-88414-318-2.
  30. Eine detaillierte Beschreibung des Systems gibt es unter Infos zum System. Eine Redaktion prüft vor der Veröffentlichung und kann Berichte nicht veröffentlichen, wenn der Bericht augenscheinlich mit der Absicht verfasst wurde, um Einzelnen oder die Altenpflege allgemein zu diffamieren oder sie zu schädigen. Es findet eine inhaltliche Anonymisierung der Personen und Einrichtungen statt, um die es geht.
  31. Bewohner werden im Nachtdienst gewaschen. Beispiel der Stellungnahme zur Frage des nächtlichen Waschens von Heimbewohnerinnen vom 11. Oktober 2007
  32. Sabine Rückert: Tote haben keine Lobby. Die Dunkelziffer der vertuschten Morde. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2000, ISBN 3-455-11287-0. Diente als Vorlage für Uhligs Film

Weblinks

aktuell:

  • bild.de/regional/hamburg: PFLEGE-SKANDAL! Behörde machtSeniorenheim dicht. Wegen gravierender Pflegemängel wurde das Seniorenwohnheim Röweland vom Bezirksamt Nord 2016 komplett geschlossen! 13 schwer pflegebedürftige Menschen mussten in andere Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser verlegt werden, weitere 130 Bewohner sollen folgen. Insbesondere schwerst pflegebedürftige Patienten wurden bei einer Kontrolle unversorgt vorgefunden. Katja Glahn vom Bezirksamt: „Es war nicht genügend und nicht ausreichend qualifiziertes Personal vorhanden“.



<small>Hinweise zu eigenen früheren Veröffentlichungen:

[Zu AutorInnen und Veränderungen des Original-Artikels siehe die Versionsgeschichte bis 21. Mär. 2014‎, 19:34 Uhr. Dortige Kategoriesierung: Medizinethik, Pflege, Kriminalität, Rechtspolitik, Sozialpolitik, Diskriminierung, Altersdiskriminierung ]


Ein ähnlicher Artikel im PW2.0 kann von den Autorinnen, die am meisten dazu beigetragen haben, nicht mehr aktualisiert oder verbessert werden. Alles im Dienste der angeblichen Information von Pflegenden für die Pflege. Oder so … (Link gefällig ? Seite des selbst ernannten Vereins zur Förderung freier Informationen für die Pflege e. V. hier …… ) [http://www.pflegewiki.de/wiki/Gewalt_in_Pflegebeziehungen Anfang des gesperrten Artikels "Gewalt in Pflegebeziehungen"] bei PW2.0: ''"Der Begriff Gewalt in der Pflege oder Gewalt in Pflegebeziehungen wird überwiegend benutzt, wenn Pflegende (egal ob pflegende Angehörige oder professionell Pflegende) mit körperlicher Gewaltanwendung oder massivem Zwang in einer Pflegesituation etwas gegen den Willen der betroffenen Person durchsetzen (wollen). Dies sind immer kriminelle Handlungen. Gewalt in Pflegebeziehungen wird seit einigen Jahren als ein Ausbildungsthema in der Pflege angesprochen. Bis 1995 wurde Gewaltausübung durch professionell Pflege ... tabuisiert.''

Team Wallraff 2017 erneut im 'Pflegehaus Kreuzberg'

<script>(function(d, s, id) {

 var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];
 if (d.getElementById(id)) return;
 js = d.createElement(s); js.id = id;
 js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&version=v2.10";
 fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);

}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>


Google-Suche mit den Begriffen 'Team Wallraff' 'Pflegehaus Kreuzberg' Marseille Berlin

  • Im Anschluss an einen Fernsehbericht bei RTL am 28.8.17, ab 21:15 Uhr, bringt die Suche u.a. diese Treffer
  • Seit fünf Jahren leitet Günther Wallraff das RTL-Reportermagazin „Team Wallraff“. In unregelmäßigen Abständen haben sich die Journalisten in Unternehmen eingeschleust, um Missstände aufzudecken. In einem Seniorenheim in Berlin, einem Heim für Behinderte, bei einem Paketdienst und an einer Autobahnraststätte haben die Reporter noch einmal nach dem Rechten gesehen.
Der erste Fall ist wohl der skandalöseste des Abends. Vor drei Jahren schickte das Team Wallraff eine Reporterin als Pflegepraktikantin in das Pflegehaus Kreuzberg, ein Seniorenheim in Berlin. Das Personal war überfordert, die Zimmer waren verdreckt. Der Betreiber, die Marseille-Kliniken aus Hamburg, wehrt sich nach Angaben des TV-Teams bis heute juristisch gegen den Bericht aus 2014.
An den Zuständen aber hat sich nach den Bildern des Berichts bis heute nichts geändert. Diesmal schickt das Team eine Reporterin namens Laura für ein Pflegepraktikum in die selbe Einrichtung. An der Seite von Hilfspfleger Wolfgang sieht sie Unwürdiges. Die Frau L. ist über 80 Jahre alt, bettlägerig, aber geistig fit. Bäder auf den Zimmern der Bewohner gibt es nach wie vor nicht, und auch nicht genügend Personal. Pfleger Wolfgang schafft bei Frau L. nur Katzenwäsche, ein bisschen Seife auf den Waschlappen. O-Ton: „Im Intimbereich mal drüberfahren, damit es nicht nach Urin stinkt.“ Zudem hat Frau L. an diesem Tag Durchfall. Zum Waschen wird sie halb nackt auf einen Toilettenstuhl mit rostigen Rädern gesetzt und mit einem Handtuch bedeckt über den Gang zum Bad geschoben. Weil Wolfgang andere Patienten versorgen muss, bleibt Praktikantin Laura ganz schnell mit Frau L. allein. Niemand zeigt ihr, wie man eine Patientin duscht, nicht einmal genügend Handtücher gibt es. <|small>


Als Frau L. wieder im Bett liegt, sagt Laura, weil es erneut Durchfall gegeben hat: „Wir müssen sie noch mal sauber machen.“ „Jetzt machen wir erst mal das Essen“, antwortet Wolfgang und legt eine Decke über Frau L. „Sie liegt jetzt schon seit circa 45 Minuten in ihrem eigenen Kot“, berichtet die Reporterin.


Dabei scheint Hr. Wolfgang trotz der Überforderung noch um Menschlichkeit bemüht. Anders sein examinierter Kollege Jens. Er verrichtet seine Arbeit kaltherzig, ignoriert, dass Patienten schreien, und bemerkt trocken: „In anderen Einrichtungen kenne ich das so, dass jeder Bewohner einmal die Woche gewaschen wird. In diesem Haus einmal im Monat.“
Ein ehemaliger Mitarbeiter des Pflegehauses bestätigt dem Team im Studio-Interview: „Aufgrund des Personalmangels werden Bewohner nicht versorgt.“ Doch die Marseille-Kliniken dementieren auf die Anfragen der Redaktion hin die Zustände nach wie vor.<|small>
Allerdings hat mittlerweile auch die zuständige Aufsichtsbehörde, das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso, Berlin), „gravierende Mängel“ festgestellt und eine Untersuchung eingeleitet.


  • Team Wallraff: Undercover im Pflegehaus Kreuzberg der Marseille ...

www.rtl.de › ... ›

  • May 7, 2014 - Die „Team Wallraff“-Reporterin startet einen weiteren Versuch diesmal im Pflegehaus Kreuzberg in Berlin, eine Einrichtung der Marseille ...

Team Wallraff schleust sich in Berliner Pflegeheim ein und deckt ... www.huffingtonpost.de/.../team-wallraff-undercover-pflegehaus-he... T r…

  • Team Wallraff schleust sich in Berliner Pflegeheim ein und deckt abartige Zustände auf ... eine Reporterin in ein Pflegehaus in Berlin-Kreuzberg geschleust ... Die Marseille-Kliniken Hamburg, die das Heim betreiben, leiteten ...

Team Wallraff: „Sie liegt jetzt seit 45 Minuten im eigenen Kot“ - WELT https://www.welt.de › Panorama

  • Die Investigativjournalisten vom „Team Wallraff“ haben in den letzten Jahren ... in das Pflegehaus Kreuzberg, ein Seniorenheim in Berlin. ... Der Betreiber, die Marseille-Kliniken aus Hamburg, wehrt sich nach Angaben des ...

Undercover-Recherche: "Team Wallraff" findet verwahrloste Senioren ... www.n-tv.de › Panorama

  • May 6, 2014 - In seinem neuen Einsatz nimmt "Team Wallraff" zwei Heime mit Bestnoten ... besonders schlecht läuft, bekommt auch noch ein Beispiel aus Berlin zu sehen. Das Pflegehaus Kreuzberg der börsennotierten Marseille-Kliniken ...

Vorwurf: "Team Wallraff" stellt "Realität auf den Kopf" - Tagesspiegel www.tagesspiegel.de › Medien

  • Jun 12, 2015 - Heftige Vorwürfe gegen das Team Wallraff bei RTL. ... Startseite · Politik · Berlin · Wirtschaft · Sport · Kultur · Welt · Meinung · Medien ... Im Frühjahr 2014 hatte Wallraff eine Kreuzberger Einrichtung der Marseille-Kliniken im Visier. ... gewidmet: „Mitarbeiter aus Pflegehaus Kreuzberg fühlen sich hintergangen.
  • Nach Wallraff-Enthüllung: Jetzt reden die Pfleger | Berliner-Kurier.de

www.berliner-kurier.de › Berlin › Kiez und Stadt

  • Jun 15, 2015 - Team Wallraff suchte nach Problemen im deutschen Pflege-System. ... Das Urteil über das Pflegehaus Kreuzberg: Mängel bei der Hygiene und ... sich im vergangenen Dezember in die Einrichtung der Marseille Kliniken ein.
  • Pflegeheim Pflegehaus Berlin-Kreuzberg

www.pflegehaus-kreuzberg.de/

Der Pflegehaus liegt mitten im Zentrum der Stadt, umgeben von einem sehr schönen gepflegten Park.

  • Marseille-Kliniken AG zur RTL-Sendung "Team Wallraff" - Presseportal

www.presseportal.de/pm/7994/2729402

?? Neues auf der [http:www.presseportal.de/nr/7994 Newsroom Marseille-Kliniken AG / Presseseite der MK AG] ?? bis 31.8.17, 12 Uhr: nichts zum RTL-Bericht


  • May 6, 2014 - Hamburg/Berlin (ots) - Die Marseille-Kliniken AG, Betreiberin des ... "Team Wallraff": Besonderheiten des Pflegehauses Kreuzberg nicht ...
    • weiteres zum Bericht aus 2014


seltene Schließung von zwei Heimen, Landkreis Rostock, 2016

Der Landkreis Rostock hatte die beiden Heime des Pflegedienstes "Elisa" 2016 geschlossen, weil er die Bewohner gefährdet sah.

Dazu wurde ein Verfahren 2019 abgeschlossen: Ex-Pflegeheimleiterin-zu-2,5 Jahren Haftstrafe verurteilt (28. Aug. 2019, ndr)

Das Urteil war zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht rechtskräftig.




all das ist keine echte Hilfe

Stoppt die Abwärts-Spirale

25% mehr Personal und 10% mehr Lohn

Advertisement