Prophylaxe:
( = griech. Vorbeugung): Der Begriff wird für vorbeugende pflegerische Maßnahmen verwendet.
Zum Teil beruht ihr Einsatz auf dem Wissen beruflicher Praxis und zum Teil auf der systematischen Erfassung definierter Risiken mit entsprechenden Skalen.
So sollen z.B. Maßnahmen der Dekubituspropylaxe ein Wundliegen verhindern. In der Medizin entspricht ihr der Begriff der Prävention bzw. Sekundärprävention.
Als Grundprinzipien professioneller Pflege sind Prophylaxen mit Beginn jeder pflegerischen Ausbildung fester Bestandteil der täglichen Berufspraxis
Pflegerisiken, Risikokriterien[]
Risikokriterien sind nach Definition des Medizinischen Dienstes solche Kriterien, deren Nichterfüllung deutliche Auswirkungen auf die Gesundheit bzw. Lebensqualität haben kann.
Liste[]
- Sturzprophylaxe
- Dekubitusprophylaxe
- Kontrakturenprophylaxe
- Intertrigoprophylaxe
- Thromboseprophylaxe
- Soor- und Parotitisprophylaxe
- Aspirationsprophylaxe
- Dehydrationsprophylaxe
- Obstipationsprophylaxe
- Pneumonieprophylaxe
- Zystitisprophylaxe
Oft wird auch nach Krankheiten und der Gefahr der Wiedererkrankung unterschieden
wie
- Tetanusprophylaxe
- bei Impfungen
- Reinfarktprophylaxe
(aber das sind erstmal nicht die pflegerischen Prophylaxen in der täglichen pfleg. Grundversorgung)
- Dehydratation / Exsikkose
- Dekubitus
- Deprivation / Hospitalismus (im psych. Sinn)
- Folgen der Harninkontinenz
- Infektionen
- Intertrigo / Dermatitis / Mykose
- Kontrakturen (Gelenkversteifung)
- Malnutrition (Mangelernährung)
- Mundkrankheiten
- Obstipation (Verstopfung)
- Verwirrtheit
- Zystitis und andere Harnwegsinfekte
Wiederholungsfragen[]
z B. solltest du wissen:
Mögl. Fragen zu einer Prophylaxe
- Definition/Bei welchen Komplikationen können welche pflegerischen Prophylaxen vorbeugen (Namen oder Technik, verschiedenen Methoden, meist mehrere Angaben möglich)?
- Indikation / wann liegt welcher Bedarf vor (Assessment, Risikoskala) ?
- Durchführung, mögl. Probleme bei der D.
- Methode/Technik beschreiben
- dazu gehört: erforderliches Material, ein oder zwei Pfleg.kräfte, Zeitaufwand grob, Vorbereitung, evtl. sp. Lagerung der betroffenen Person; Kooperationsmöglichkeiten der gepflegten Person, wichtige Schritte in der Reihenfolge ? Abschluss
- Wie, warum wirkt sie?
- Welchen anderen Risiken beugt diese Form der Pr. gleichzeitig vor (Wechselwirkungen)?
- Besp. Kontrakturenpr. beugt auch Deku. vor.Über welche Kompetenzen muß die Pflegekraft bei den Prophylaxe entsprechend den Natinalen Expertenstandard verfügen? Stellen Sie fünf Kompetenzen mit ihrer Zielrichtung kurz vor.
- Besp. Kontrakturenpr. beugt auch Deku. vor.Über welche Kompetenzen muß die Pflegekraft bei den Prophylaxe entsprechend den Natinalen Expertenstandard verfügen? Stellen Sie fünf Kompetenzen mit ihrer Zielrichtung kurz vor.
Dazu mögl. Lösungen:
a) - f)
Zum Nachschlagen evtl. hier
Weblinks[]
Literatur[]
- Ulrich Kamphausen: Prophylaxen in der Pflege: Anregungen für kreatives Handeln (Pflegekompakt) 2019
- Susanne Lunk: PflegeWissen - Prophylaxen in der Pflege. Urban & Fischer; 3. Auflage 2018. In der Reihe PflegeWissen. Auch unter: Prophylaxen für Pflegeberufe. isbn 978-3-437-27742-9. Auch als Kindle-Version.