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Es gibt unterschiedliche Risikofaktoren für die eigene Gesundheit. Dies läßt sich aus Mortalitäts-Studien relativ relativ einfach über die Veränderung / Abschätzung der Folgen des Verhaltens belegen.


In der Diskussion darum wird immer wieder auf die Schwierigkeiten eines wissenschaftlich exakten Nachweises hingewiesen.


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Mehr und detailliert bei Wikipedia:


z.B. Risikofaktor Alkohol

  • Risikofaktor Alter (?? siehe unten - vergleiche die 5 großen i )
  • Risikofaktor Bluthochdruck (krankhafte Hypertonie)
  • Risikofaktor fettreiche oder zu umfangreiche Ernährung, erhöhtes Cholesterin - Mangel an Bewegung
  • Risikofaktor Übergewicht und Fettleibigkeit bzw. Bewegungsmangel
  • Risikofaktor Gene, Vererbung, auch: Familiäres Risiko
  • Risikofaktor Luftverschmutzung, insbesondere selbst produziert:
  • Risikofaktor Nikotin, Rauchen, Tabak
  • Risikofaktor Stress
  • Risikofaktor ungeschützter Geschlechtsverkehr
  • Risikofaktor Zuckerkrankheit - Diabetes (beide Typen), Compliance ??


  • Weitere (auch umstrittene) häufigere Risikofaktoren
    • Unfallrisiken im Haushalt und im Straßenverkehr
    • mangelnde Beachtung der Medikamenten-Interaktionen durch Verordnung. ÄrztInnen
    • Exsikkose durch fehlendes Durstgefühl

Häufige Risikofaktoren in Alter können sein …

  • Nachlassen der Sinnesorgane
  • Beeinträchtigung der Bewegung
  • Stürze mit folgenden Verletzungen (Schwindel, RR, Unsicherheit bei Treppen ……)
  • Starke (krankheitsbedingte) Abnahme der geistigen Fähigkeiten
  • Vorübergehende Abnahme der geistigen Fähigkeiten bei Delir
  • Einsamkeit, psychische Folgen der …
  • Langzeitfolgen von chronischen Erkrankungen
  • nicht erkannte Tumore
  • Multimorbidität (eine alterstypische Häufung und Interaktion)

Vermeidbare Krankheitsfälle, Studie 2018

Unter einem Risikofaktor versteht man in der Medizin also eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, eine bestimmte Krankheit zu erwerben, wenn bestimmte physiologische oder anatomische Eigenschaften, genetische Prädispositionen oder Umweltkonstellationen vorliegen. Die Eigenschaften selbst werden z. B. als Disposition bezeichnet, die Umwelteinflüsse als Exposition, die Häufigkeit als mathematischer Faktor ausgedrückt. Nur wenn der Risikofaktor zwischen 0 und 1 liegt, dann verkleinert sich die Erkrankungswahrscheinlichkeit.


Ohne solche Risikofaktoren würden allein in diesem Jahr (2018) bundesweit rund 165 000 Menschen weniger an Krebs erkranken (Von sonst 10 Betroffenen vier weniger). Ihre Hochrechnungen stellten die DKFZ-Fachleute aus Heidelberg im „Deutschen Ärzteblatt“ vor.

Die DKFZ-Fachleute um Hermann Brenner hatten sich näher mit ausgewählten bereits bekannten und häufig beobachtete Risikofaktoren für Krebs befasst. Eine Studie widmet sich Rauchen und Alkohol, die zweite Übergewicht, geringer körperlicher Aktivität und ungesunder Ernährung. In einer dritten Untersuchung geht es um den Einfluss von Infektionen und Umweltfaktoren wie Feinstaub.

Von 440 000 erwarteten Krebsneuerkrankungen in diesem Jahr bei 35- bis 84-Jährigen sind den DKFZ-Rechnungen zufolge geschätzt rund 165 000 (37,4 Prozent) den untersuchten Risikofaktoren zuzuschreiben. Weil weitere Faktoren wie UV-Strahlung nicht berücksichtigt wurden, dürfte der Anteil in Wirklichkeit sogar noch höher liegen, merken die Forscher an. Klar muss den Lesenden auch sein, dass selbst der vorbildlichste Lebensstil keinen totalen Schutz vor Krebs bietet. Die Ergebnisse im Einzelnen:

> Rauchen: Tabakkonsum macht der Hochrechnung zufolge den Großteil der vermeidbaren Fälle aus. Fast jede fünfte neu diagnostizierte Krebserkrankung in diesem Jahr wird demnach auf das Rauchen zurückzuführen sein. Von 440 000 zu erwartenden Neuerkrankungen hängen demnach geschätzt 85 000 mit Tabakkonsum zusammen.

> Alkohol: Von den erwarteten Neuerkrankungen werden in diesem Jahr rund 9600 (ca. zwei Prozent) auf hohen Alkoholkonsum zurückgehen. „Für Frauen gibt es zwar mehr alkoholassoziierte Krebsarten, doch insgesamt ist die Gesamtzahl der alkoholattributablen Krebsfälle bei Männern mehr als fünfmal so hoch wie bei Frauen“, schreiben die Forscher. Ein Grund ist demnach auch, dass Männer mehr Alkohol trinken als Frauen.

> Übergewicht und wenig Bewegung: Die Studie zeigt einen Zusammenhang von Übergewicht und geringer körperlicher Aktivität für das Auftreten von Krebs. Von den im Jahr 2018 zu erwartenden Neuerkrankungen werden demnach etwa 30 600 (ca. sieben Prozent) auf Übergewicht und etwa 27 100 (ca. sechs Prozent) auf geringe körperliche Aktivität zurückzuführen sein.

> Ernährung: Rund 14 500 (ca. drei Prozent) der erwarteten Erkrankungen werden den Forschern zufolge mit einer geringen Ballaststoffzufuhr zusammenhängen, rund 9500 (ca. zwei Prozent) mit geringer Obst- und Gemüsezufuhr, weitere etwa 9500 mit Wurstverzehr und rund 1700 (ca. 0,4 Prozent) mit hohem Verzehr von rotem Fleisch sowie rund 1200 (ca. 0,3 Prozent) mit hohem Salzkonsum.

> Infektionen: Für das Jahr 2018 werden nach Schätzungen der Forscher mehr als 17 600 Krebsfälle auf Infektionen zurückzuführen sein, das entspricht rund vier Prozent aller Neuerkrankungen. Das Bakterium Helicobacter pylori und humane Papillomaviren tragen demnach am meisten zu diesen Krebsfällen bei.

> Umweltfaktoren: Mehr als 5400 Krebsfälle werden auf Umweltfaktoren zurückgehen. Der umweltbedingte Risikofaktor mit dem größten Anteil ist demnach das radioaktive Gas Radon in Innenräumen, gefolgt von Feinstaub, Solariennutzung und Passivrauchen.

„Die Quantifizierung von vermeidbaren Krebserkrankungen kann der Gesundheitspolitik und der Bevölkerung das Setzen von Prioritäten erleichtern.“

Notwendig sei z. B. ein komplettes Werbeverbot für Tabakprodukte. „Dies gilt umso mehr, als Rauchen ja weitere Erkrankungen verursacht, die für die Betroffenen nicht weniger bedeutsam sind als eine der Krebsformen.

Medien, Weblinks

Literatur

Siehe auch

  • Diskussion zum Artikel über bekannte Risikofaktoren
  • Gesundheitsstudie Nationale Kohorte (NAKO, Forschung zur Gesundheit/Krankheit)
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