Der Spitzfuß ist in der Regel der Name einer Kontraktur des Unterschenkel-Fuß-Gelenks (am Knöchel).
Überwiegend bei langem Liegen und fehlender aktiver Bewegung bzw. fehlender Mobilisierung überstreckt sich das Gelenk aufgrund des Muskelabbaus und des Eigengewichts. Dadurch wird später ein Benutzen des Gelenks unmöglich und ein Aufrichten des Körpers - zur Mobilisierung- sehr erschwert. Es gibt ihn auch als Geburtsdefekt.
Eine mögliche Folge: ein Dekubitus an der Ferse des nicht mehr eigenständig bewegten Fußes.
Bei professionell Pflegenden ist das Entstehenlassen eines Spitzfußes bei einer gepflegten Person ein Pflegefehler, da die Entstehungsgründe seit langem bekannt und vorhersehrbar sind. Durch prophylaktische Maßnahmen kann das alles verhindert werden.
Als Vorbeugung dagegen sind regelmäßige Spitzfußprophylaxen bei bestimmbaren Patientengruppen angezeigt und wirkungsvoll - vor allem durch abwechselnde Lagerung und Durchbewegen des Beines bzw. Unterschenkels
Besonders gefährdete Personen: PatientIn mit Zustand nach Apoplex, mit apallischem Syndrom - oder sonst Personen ohne eigene Bewegungsfähigkeiten.
Erfassung der Risikofaktoren z. B. über eine Checkliste Dekubitus- oder Kontraktur-Risiken
Siehe auch
Die Lagerung nur in der "Funktionellen Mittelstellung" ist keine wirksame Prophylaxe.
Der Begriff Kontraktur bezeichnet generell die allmähliche Versteifung eines Gelenks, infolge der Verkürzung von Muskeln und Sehnen als Folge von Immobilität, die beispielsweise bei Bettlägerigkeit, Inaktivität, Lähmungen, Paresen und Schonhaltungen auftreten kann. Eine Kontraktur ist nicht schmerzhaft.
Ein Beispiel für diese Veränderung ist etwa der Muskelabbau an einem Bein, das nach einer Fraktur vorübergehend geschient wurde.