PflegeABC Wiki
Advertisement

Stationsschwester



ist der geläufige Namen / Bezeichnung für die weibl. Leitung eines Pflegebereichs. Das unpersönliche Stationsleitung wird kaum als Anrede oder zur Kenntlichmachung der Funktion in der Pflege benutzt.


Vergleiche: Pflegedienstleitung


Ziele, Aufgaben

Sie/Er arbeitet in der Pflege mit und hat Führungsaufgaben für staatlich geprüfte und angelernte Pflegekräfte (untere Ebene der Personalführung). Die (Stations-)Leitung ist für Bewohner und Pflegepersonal die erste Anlaufstelle. Damit repräsentiert sie im Alltag die jeweilige Institution.

In dem zentralen Fach Organisation und Führung mit Übungen zur Praxis erwerben die WeiterbildungsteilnehmerInnen vor allem die fachlichen und personalen Fähigkeiten zur Leitung einer Pflege- bzw. Funktionseinheit bzw. zur Pflegedienstleitung einer ambulanten Einrichtung.

Sie sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern motivieren und die Zusammenarbeit optimieren. In exemplarischen Übungen zu Kooperation und Gesprächsführung erlernen sie Zielbildungsprozesse zu initiieren und Gesprächssituationen zu erproben. Unterschiedliche Interessenlagen von Klienten, Angehörigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können dadurch besser verstanden und bewertet werden.

Der Erwerb von Kenntnissen in Aufbauorganisation und Organisationsentwicklung zeigt modellhaft die zentrale Bedeutung von Organisationsverfahren in modernen sozialen Einrichtungen. Planung, Kontrolle und Dokumentation als Merkmale der Ablauforganisation werden sowohl theoretisch erlernt als auch in praktischen Übungen z. B. im Praktikum vertieft.

Zu den anderen Fächern: Die WeiterbildungsteilnehmerInnen der Lehrgänge "Fachkraft zur Leitung einer Pflege- und Funktionseinheit" lernen u. a., dass Pflegewissenschaft praktische Orientierung bietet und in schwierigen Situationen des Alltags hilfreich sein kann. Persönliches Überdenken der eigenen Berufstätigkeit und die Veränderungen des Berufsalltags erfordern immer wieder ein hohes Maß an Flexibilität. Sie erkennen, daß die Praxisfelder Pflege und Wissenschaft eng verbunden sind d. h. es gibt keine sichere Pflegepraxis ohne Wissen und Kenntnisse.

Die Auseinandersetzung mit Pflegetheorien, Pflegemodellen und Pflegeforschungs-Ergebnissen leisten dazu einen Beitrag.

Erwachsenenbildung bezieht die Berufserfahrung der WeiterbildungsteilnehmerInnen der Fachschule für Altenpflege mit ein. Somit ist eine offene, handlungsorientierte und fächerverbindende Unterrichtsgestaltung dem Lehrplan angemessen.

Die Ziele und Inhalte des Lehrplans Rechtskunde bauen auf den rechtskundlichen Vorkenntnissen der Pflegekräfte auf und vertiefen die Kenntnisse. Als Anweisende und zugleich sehr oft selbst Ausführende haftet die Stationsleitung zivil- und strafrechtlich. Genaue Kenntnisse von Straftatbeständen und zivilrechtlichen Vorschriften, besonders beim Delegieren von Tätigkeiten, ermöglichen ihr/ihm ein verantwortungsbewußtes Führen.

( * WeiterbildungsteilnehmerInnen sind hier jeweils staatl. geprüfe PflegerInnen mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung)

Globale Zielvorgabe

  • Ansprechperson für KundInnen und deren Angehörigen zu sein
  • Erstellung der Pflegeplanungen koordinieren
  • Pflegepersonen und andere Mitarbeitende/Praktikanten zur Arbeit einzuteilen; Kooperation im Team ermöglichen
  • Die Sicherstellung einer mit den KundInnen vertraglich vereinbarten Pflegequalität fortlaufend zu gewährleisten
  • Interne Kommunikation sicher handhaben

Über- und Nachordnung

Die Wohnbereichsleitungen / Stationsleitungen / Fachkräfte zur Leitung einer Funktionseinheit sind der PDL im Rahmen der Organisationsstruktur der Einrichtung hierarchisch nachgeordnet. Ihnen selbst sind alle Pflegemitarbeiterinnen des jeweiligen Bereichs nachgeordnet. Sie/Er wird vertreten von Wohnbereichsleitungen anderer Wohnbereiche nach Absprache bzw. durch die ständige Stellvertretung.

Ob Teile oder alle hauswirtschaftlich Tätigen in dem Bereich von der Fachkraft (usw.) geleitet werden, ist unterschiedlich.

Typische Aufgaben sind:

Fachliche, allgemeine Anforderungen an die jeweilige Stelleninhaber/-in

  • Fachliche Qualifikation (in der Regel gute oder sehr gute pflegerische Leistungen)
    • abgeschlossene Weiterbildung bzw. Bereitschaft zur berufsbegleitenden Erwerb als gepr. Fachkraft
    • eine mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit in einer vergleichbaren Einrichtung
    • (in manchen Einrichtungen weitere Voraussetzungen)
    • Fähigkeit zur Lösung oder Bewältigung von Konflikten
    • Umfang der erwarteten Beteiligung an der Pflege (z. B. in Wochenstunden)

Anforderungen an die Persönliche Eignung

  • Persönliche Eignung in den Bereichen der
    • Bereitschaft zur Verantwortung gegenüber Patienten, fachl. und dienstl. Vorgesetzten und den Mitarbeitenden
    • Entscheidungsfähigkeit
    • Organisationsfähigkeiten (sollten durch Stellenbeschr. beschrieben sein; siehe Fachl. Anforderungen)
    • Kooperativer Kommunikationsstil (die entspr. Fähigkeitsforderung zur genannten Bewältigung von Konflikten)
    • Klarer Ausdruck mündlich und schriftlich
    • Einsatzbereitschaft (auch bei klarer Regelung von Mehrarbeit ist dies durch die Fachkraft zunächst weitgehend eigenverantwortlich einzusetzen)

Weitere Punkte in der Stellenbeschreibung

Generelll sind ihre Aufgaben als direkte Vorgesetzte (-er) die Arbeitsorganisation der Arbeitsabläufe und die Überprüfung der Pflege ihres Teams (z. B. anhand von Pflegestandards oder Dienstanweisungen). Die Aufzählung der Aufgaben in vielen Stellenbeschreibungen ist sehr oft pauschal oder umfasst im Einzelnen ohne vollständig zu sein:

  • Tage- oder wochenweise Einteilung der Mitarbeitenden in Schichten oder Untergruppen (vgl. Gruppenpflege, Rahmendienstplan)
  • Erstellung und Abrechnung von dem entsprechenden Dienst- und Urlaubsplänen, z.B. auch durch Freizeitausgleiche
  • Arbeitsvorbereitung und -einteilung, Leistungskontrollen bei allen Mitarbeitenden stichprobenartig
  • Beteiligung an der Personalführung nach Anweisung durch die PDL (z. B. Bewerbungsgespräche, Mitarbeitermotivation, Beurteilungen, evtl. regelmäßige Jahreszielgespräche)
  • Weitergabe von Informationen strukturieren (in alle denkbaren Richtungen zwischen den Beteiligten, z. B. Besprechungen im Team, Telefonate mit MA, Rundschreiben, Mailverteiler)
  • Kooperation, interne und externe:
    • intern z. B. regelmäßige Besprechungen; Probezeit begleiten; erledigte Fehler / Fehlverhalten von Mitarbeitern vergessen können
    • mit internen und externen KooperationspartnerInnen; z. B. Hausmeister, Küche, Arztpraxen, externe Reinigungsfirma
    • Warenwirtschaft (z. B. Produktbestellungen, Lagerhaltung etc; insbesondere auch der Medikamente über Apotheken)
  • Qualitätssicherung und -weiterentwicklung in der Pflege
  • Für Beschwerden der Patientinnen über einzelne Alten-, Gesundheits- u. KrankenpflegerInnen und der übrigen MitarbeiterInnen ist die Leitungskraft (WBL usw.) die zuständige Ansprechperson. Sie hat die Kundinnnen/Patientinnen auch gezielt nach deren Zufriedenheit zu fragen.
  • Intern ist sie auch die Verteterin der Belange ihres Teams im Rahmen der jeweiligen Institution (z. B. bei Leitungsbesprechungen, Stellenplan-Verhandlungen).

Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

Sofern eine Fachweiterbildung vorgesehen ist …


Zum Beispiel der Aufbau der Prüfungsordnung

www

Advertisement