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Das Wort setzt sich zusammen aus lateinisch Vita = Leben und
dem Wort aus der Chemie  Amine = stickstoffhaltige Verbindung

Vitamine sind essentielle Bestandteile der Nahrung. Bei zu geringer Zufuhr oder mangelhafter Resorption im Darm kommt es zu krankhaften Veränderungen des Organismus. Vitamine kommen als Bestandteile von Coenzymen vor und katalysieren den intermediären Stoffwechsel;

  • bei B1, B2- Komplex, B6, B12,H ( Biotin ) , K

Die Vitamine C, E, A ( Carotinoide ) u. das Spurenelement Selen haben zusätzl. die Funktion eines Radikalfängers.

  • Freie Radikale können zu Zell- u. Gewebeschäden führen und treten auf durch:
    • Rauchen,
    • extreme körperl. Anstrengung
    • Ozon- u. UV- Strahlung
  • Freie Radikale werden u.a. in Zusammenhang gebracht mit:


Begriffe

  • Provitamin: Vitamin-Vorstufen z.B.
    • beta Carotin
    • Vitamin A oder Ergosterin + Cholesterin
    • Vitamin D, Umwandlung in Darm und Leber
  • Avitaminose: Fehlen von Vitaminen
  • Hypovitaminose: zu wenig Vitamine
  • Hypervitaminose: zuviel Vitamine
  • Antivitamine oder Vitamin-Antagonisten sind in der Lage Vitamine an ihrem Wirkort in der Zelle zu verdrängen oder ihre Wirkung zu verlangsamen (z. B. die Antibiotika, Zytostatika)

Fettlösliche Vitamine: A, D, E, K

  • sind in fetthaltigen LM enthalten
  • sind empfindlich gegen Hitze u. chem. Stoffe
  • weisen in verschiedenem Milieu unterschiedliche Beständigkeit auf
  • Eselsbrücke:
    • Die Einkaufskette EDEKA (...dort kann man alle fetten Dickmacher wie Chips, Schoko, Kuchen etc erwerben)
    • also die Vitamine E, D, K, A
    • gibt's kein EDEKA, muss man von Wasser und Brot leben.. :-), bedeutet: alle anderen Vitamine sind wasserlöslich
  • ADEG (Kaufhauskette) sprich ADEK


Vitamin A – Axerophtol, Retinol

  • Vorkommen:
    • Butter,
    • Leber,
    • Lebertran,
    • als Provit. Carotin in Möhren,
    • grünem Gemüse
    • Eigelb
  • Eigenschaften:
    • ist Bestandteil des Sehpurpurs
    • hat Einfluß auf die Sehstäbchen > Farbe
    • verhindert Trockenheit des Auges > Xerophtalmie = Augendarre
    • Epithelschutzvitamin
    • fördert Eiweißsynthese u. Zellstoffwechsel der Haut
    • fördert das Körperwachstum
    • verbessert die Infektabwehr
  • Tagesbedarf: 1.5 – 2 mg
  • Hypovitaminose: Nachtblindheit, Trockenheit des Auges, Verhornung des Epithels
  • Hypervitaminose: Hautverfärbung, Magen-Darm- Beschwerden, Schleimhautdefekte



Vitamin D – Calciferol

  • Vorkommen:
    • Leber,
    • Lebertran,
    • Eigelb,
    • Butter,
    • Pilze,
    • als Provitamin Ergosterin in
      • Hefe,
      • Milch
      • ( Ergosterin wird durch UV-Strahlen in der Haut zu Vit D umgebaut )
  • Eigenschaften:
    • fördert den Ca Einbau in den Knochen
    • fördert die Ca Resorption im Darm
    • steuert den Ca u. Ph-stoffwechsel sowie die Kalkeinlagerung in die Knochen

Beeinflussung der Resorption von Calcium und Phosphat; Bildung von Knochen und Knorpel

  • Tagesbedarf: 0,01mg
  • Hypovitaminose: Osteomalazie
  • Hypervitaminose:
    • Arteriosklerose,
    • Nierensteine,
    • zuviel Ca im Knochen > Brüchigkeit
  • Avitaminose:
    • Rachitis
    • Tonnenzähne,
    • Verfärbung –
    • Karies,
    • Substanzverlust,
    • Paradontose
    • X oder O Beine,
    • Sitzbuckel,
    • Froschbauch,
    • rachitischer Rosenkranz: hervorquellen an der Knorpelknochengrenze

Vitamin E – Tocopherol

  • Vorkommen:
    • pflanzliche Öle,
    • Eigelb,
    • Vollgetreideprodukte,
    • Nüsse
    • Blattgemüse
    • Leber
    • Butter
  • Eigenschaften:
    • komplette Eigenschaften noch ungeklärt
    • wirkt antioxidativ
    • fördert die Muskeltätigkeit
    • fördert die geistige Vitalität
    • gewisse Wirkung bei der Fruchtbarkeit
    • Einfluß auf die Leber > bessere Durchblutung u. O2 Versorgung
    • Stimmungsaufheller

Vitamin K

  • Vorkommen:
    • alle grünen Pflanzen,
    • Hülsenfrüchte,
    • Leber,
    • Sojaöl
  • Eigenschaften:
    • wird ebenso wie Vit H ausreichend in der Darmflora gebildet
    • zur Eisensynthese
    • zur Prothrombinsynthese
    • notwendig für die Herstellung einiger Blutgerinnungsfaktoren in der Leber
    • wird bei Bedarf als Antagonist von Cumarinpräparaten ( Marcumar ) eingesetzt
  • Hypovitaminose:
    • Darmbakterien sind gestört > gestörte Resorption, dadurch mögliche Gastroenteritis
    • es kommt zum Fehlen von Gallenflüssigkeit > Stau – Steine
    • Blutgerinnungsstörungen > Hämatombildung
  • Marcumar – Pat erhalten Vit K arme Kost !!!

wasserlösliche Vitamine C, B, H

  • sind in wäßrigen LM, also vorwiegend Obst u. Gemüse enthalten
  • beim Abwaschen oder Kochen gehen Vitamine verloren,
  • sind in Getränken löslich,
  • können leichter vom Darm resorbiert werden,
  • schnellerer Transport,
  • bei Hypervitaminose > renale Ausscheidung


Vitamin C - Ascorbinsäure

In weiten Teilen der Welt ist die Versorgung mit Vitamin C relativ gut, der Tagesbedarf eines Erwachsenen beträgt laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung 100 mg. Die Meinungen hierüber gehen jedoch weit auseinander; die Empfehlungen anderer Stellen liegen zwischen einem Bruchteil (z. B. der Hälfte) und einem Vielfachen (z. B. „so viel wie möglich“) dieser Menge. Fest steht, dass Mengen bis zu 5.000 mg kurzzeitig als unbedenklich gelten, da überschüssige Mengen vom Körper über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden werden. Da die Versorgung mit Vitamin C in Deutschland in aller Regel über der DGE-Empfehlung von 100 mg pro Tag liegt, sind Vitaminpräparate für einen gesunden Menschen, der sich abwechslungsreich und vollwertig ernährt, überflüssig. Raucher brauchen auf Grund der erhöhten Belastung mit freien Radikalen vielleicht etwa 40 % mehr Vitamin C – laut DGE 150 mg/Tag. Die Empfehlung für Schwangere und Stillende liegt bei 110 bzw. 150 mg täglich. Ursache für eine unzureichende Zufuhr ist meistens eine einseitige Ernährung. Dies betrifft vor allem ältere Menschen, die nicht täglich frisches Obst und Gemüse verzehren.

Untersuchungen mit 14C-markiertem Vitamin C zeigen, dass der tägliche Ascorbatumsatz unabhängig von der Vitamin-C-Zufuhr nur etwa 20 mg beträgt. Somit genügen bereits knapp 20 mg täglich, um Skorbut zu vermeiden.

Mangelerscheinungen: Szent-Györgyi identifizierte 1933 das Vitamin C als wirksame Substanz gegen Skorbut.

Nur wenige Wirbeltiere, darunter Primaten (wie der Mensch), Meerschweinchen, einige Vögel und Schlangen, sind nicht zur Biosynthese von Ascorbinsäure aus Glucuronsäure befähigt, da ihnen die L-Gluconolacton-Oxidase fehlt. Für diese Lebewesen ist Ascorbinsäure somit essenziell ud muss über die Nahrung von außen zugeführt werden.

  • Eigenschaften:
    • verhindert die Zersetzung anderer Vitamine
    • stärkt in gewisser Weise die Körperabwehr
    • fördert Blutbildung u. Widerstandskraft
    • wirkt mit beim Aufbau der Bindegewebssubstanz und am intermediären Stoffwechsel

B-Vitamine

Vitamin B1

  • Vorkommen:
    • Hefe,
    • Vollkorngetreide ( auch bei Vit B6 u. B2 K ),
    • Leber,
    • Schweinefleisch,
    • Nüsse,
    • Kartoffeln
  • Eigenschaften:
  • unentbehrlich für den Kohlenhydratstoffwechsel
  • beeinflußt :
    • den Wasserhaushalt
    • die Fettresorption
    • den Eiweißstoffwechsel
    • die Nerven- u. Schilddrüsenfkt.

Vitamin B2 – Komplex

  • Zusammensetzung aus:
    • Riboflavin,
    • Niacin,
    • Folsäure,
    • Panthothensäure
  • Vorkommen: s.o.
    • Leber,
    • Fleisch,
    • Fisch,
    • Eigelb,
    • Milch,
    • dunkle Gemüse
  • Eigenschaften:
    • als Bestandteil versch. Coenzyme wichtig für die Stoffwechselvorgänge
    • beteiligt am Sehvorgang
    • beteiligt an der Hämoglobinbildung



Vitamin B6

  • Vorkommen: s.o.,
    • Schweinefleisch,
    • Gemüse,
    • Bananen,
    • Milch u. Milchprodukte
  • Eigenschaften:
    • als Bestandteil eines Coenzyms notwendig für den Aminosäurestoffwechsel
    • Bestandteil versch. Enzyme
    • Fördert das Wachstum



Vitamin B12

Cobalamin ist der chemische Name für Vitamin B-12.

  • Vorkommen:
    • Innereien,
    • Fisch,
    • Eier,
    • Milch u. Milchprodukte
  • Eigenschaften:
    • nötig für den Aufbau von Erythrozyten ( Extrinsic Factor )
    • beeinflußt den Eiweißstoffwechsel

Vitamin H – Biotin

  • Vorkommen:
    • Eigelb,
    • Haferflocken,
    • Möhren,
    • Erdnüsse
  • Eigenschaften:
    • wird in ausreichender Menge von den Darmbakterien hergestellt
    • wirkt als Coenzym von CO2 übertragenden Enzymen


Weblinks

Literatur

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